Nachrichtenarchiv
Milchstreik mal anders
Momentan ist er in aller Munde: Der Milchstreik. 45 Prozent der deutschen Gesamtproduktion an Milch, das sind rund 35 Tonnen, werden von Mitgliedern des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM) erzeugt. Die aktuellste Senkung von 35 auf 27 Cent pro Liter treibt die Bauern in den Ruin, die Wirtschaftlichkeit vieler Betriebe ist gefährdet - und somit ihre Existenz. Erst ab einem Preis von 43 Cent sei diese wieder gesichert, so lautet auch die Forderung der Bauern an die Molkereien. Bisher sehen die großen Molkereien noch keinen Handlungsbedarf, trotz des Lieferstopps seien keine Engpässe in den Kühlregalen zu erwarten.
Vielerorts verlässt die Milch deshalb nicht mehr die Bauernhöfe, sie wird zu Futter verarbeitet, als Dünger für die Äcker genutzt, manchmal auch einfach weggeschüttet. Ein Traditionsunternehmen aus Much schlägt einen ganz anderen Weg ein: Als symbolische Unterstützung und Solidarisierung mit den Milchbauern der Region kauft "Landbautechnik Josef Bonrath" Milch in lokalen Discountern und lässt sie karitativen Zwecken, wie der Ruppichterother Tafel, dem Kindergarten Purzelbaum in Much-Niederwahn oder dem katholischen Kindergarten Much-Marienfeld, zukommen.
LBT Bonrath ist auf Bundesebene mit ihrer Aktion nur ein kleiner Fisch, doch umso bedeutender für die hiesige ländlich geprägte Region, für die die Landwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist.
RegionMittwoch, den 28. Mai 2008
Bauarbeiten der Bröltalstrasse (B478) abgeschlossen
Bei der Ausführung der Bauarbeiten verlief alles wie geplant, so dass heute im Laufe des Tages die einseitige Sperrung der Bröltalstrasse aufgehoben und die Fahrbahn für den Verkehr in beide Richtungen freigegeben werden konnte. Zunächst wurden die Schilder im Verlauf der Strecke zur Seite gedreht und werden in den nächsten Tagen eingesammelt. Anwohner der Umgehungsstrassen sind über den Wegfall der umgeleiteten Fahrzeuge erfreut, auch Schul- und Linienbusse fahren nun wieder wie gewohnt nach Fahrplan.
RegionMontag, den 12. Mai 2008
Von Pfeilen, Speeren und Akkuschraubern
36 kleine und große Kinder im Alter von 11 - 35 Jahren machten sich an diesem Pfingstwochenende auf den Weg in den Wald.
Die DPSG (Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg) Winterscheid schlug am Freitag ihr traditionelles Pfingstlager inmitten des Bröltals auf, dem ein rund 6km langer Fußmarsch zuvor ging. Nachdem die Zelte standen, eine Feuerstelle ausghoben war und das "Plumpsklo" einsatzbereit war, ließ man den Abend am Lagerfeuer mit Gitarre und Gesang ausklingen.
Am nächsten Tag wurde es dann schon anspruchsvoller: Es mussten Waffen zur Verteidigung gebaut werden, denn das Motto war dieses Jahr "Asterix und Obelix" - ein Überfall der Römer war also jederzeit zu erwarten. Bei solch einem Thema darf natürlich das Spanferkel nicht fehlen, doch wie bringt man es zum gleichmäßigen drehen? Die Leiter des Stammes hatten sich zuvor überlegt, den angrenzenden Bachlauf zu nutzen. So staute man kurzerhand das Wasser und baute eine Rinne, sodass ein selbst gebautes Wasserrad aus Fahrrädern und Holzresten betrieben werden konnte. Ganz ohne elektrische Hilfe geschah dies jedoch nicht, zwei Akkuschrauber griffen den Tüftlern unter die Arme. Doch das Konstrukt funktionierte noch nicht richtig, so lies man es vorerst über Nacht ruhen und stellte stattdessen den rund 10m hohen Banner auf. Anschließend fand der "Horrortrip" statt, eine Art Nachtwanderung, bei der den Pfadfindern gehörig Angst und Bange gemacht werden sollte.
Mit frischem Elan machte man sich am Sonntag wieder an das Wasserrad und siehe da: Mit ein wenig Feinabstimmung der einzelnen Elemente drehte sich das Spanferkel! Nachdem der ebenfalls selbst gebaute Brotofen in Betrieb genommen wurde, konnte das große Abschlussfest beginnen. Man aß, trank und sang gemeinsam bis tief in die Nacht. Nur der Angriff der Römer auf den kleinen Winterscheider Außenposten blieb aus.
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'Die Schülerhilfe Ruppichteroth' feiert einjähriges Bestehen
Seit einem Jahr erscheint die 'Villa Daheim', erbaut von den Gründern der 'Gebrüder Willach GmbH', in neuem Glanz.
Der Enkel der einstigen Erbauer, Christian Willach, startete im Frühjahr 2007 das Projekt 'Die Schülerhilfe Ruppichteroth'. Seitdem betreute er mit seinem Team rund 65 Schülerrinnen und Schüler, die ihre schulischen Defizite nicht mehr alleine in den Griff bekamen. ?Am häufigsten wird Nachhilfe in Mathematik, Englisch und Deutsch nachgefragt", erzählt Willach. Darüber hinaus bietet die Ruppichterother Schülerhilfe Unterricht in den Fremdsprachen Französisch und Latein, sowie vielen Nebenfächern und sogenannten 'Intensivkursen' an. Diese finden meist in den Ferien statt und bereiten die Schüler auf wichtige Prüfungen und Klausuren vor.
?Wir erfahren immer wieder, dass bessere Leistungen in der Schule einen wahren Motivationsschub bei unseren Schülern auslösen", erklärt Willach, "Nach frustrierenden Erfahrungen können sie wieder stolz auf ihre Leistungen und Erfolge sein." Eben dieses Erfolgserlebnis will 'Die Schülerhilfe' ankurbeln, die in Deutschland und Österreich schon über 30 Jahre Nachhilfe- und Betreuungsangebote für Schüler bereitstellt. Dabei wird den Kindern und Jugendlichen das geboten, was in derzeit häufig überfüllten Klassen zu kurz kommt: Die individuelle Förderung.
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