Nachrichtenarchiv

RegionSamstag, den 25. Oktober 2008

Knigge im Straßenverkehr zum Thema: Das Blinken

Das Straßenverkehrsamt des Rhein-Sieg-Kreises, bei dem die Unfallkommission des Kreises angesiedelt ist, registriert immer wieder, dass vorfahrtsberechtigte Straßen mit abknickender Vorfahrt auch zu den Unfallhäufungsstellen zählen.

Dieter Siegberg, Leiter des Straßenverkehrsamtes des Rhein-Sieg-Kreises, weist darauf hin, dass Kraftfahrer zunehmend das Blinken vergessen oder in eigener Interpretation der Verkehrsregeln sogar für überflüssig halten. Auch Radfahrer wechselten oftmals die Richtung, ohne dies den übrigen Verkehrsteilnehmern durch Handzeichen anzuzeigen.

"Doch die Grundregel des Straßenverkehrs, die Straßenverkehrsordnung, hat eine einfache und praktische Einrichtung an Fahrzeugen vorgeschrieben, die allen anderen Verkehrsteilnehmern zeigen soll, dass man beabsichtigt, seine Fahrtrichtung zu ändern: das ist der Blinker. Fahrräder haben so etwas nicht, dafür kann der Fahrer Handzeichen geben", erinnert Siegberg.

Wer aber das Blinken vergesse, so Siegberg weiter, mache die Vorteile des Blinkens und Zeichengebens, den Verkehr sicherer und flüssiger zu machen, unwirksam. Vielmehr gefährde der Verkehrsteilnehmer mit diesem Verhalten nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Oftmals kommt es zu Unfällen mit erheblichen Personen- und Sachschäden. Daneben darf der zusätzliche Schadstoffausstoß, der durch das verursachte "Stopp and Go" entsteht, auch nicht unbeachtet bleiben. "Die Ursachen des vergessenen Blinkens sind Disziplin- und Gedankenlosigkeit sowie Unwissen", vermutet Siegberg.

Grundsätzlich ist jeder Fahrtrichtungswechsel, jeder Wechsel der Fahrspur oder des Fahrstreifens rechtzeitig und deutlich anzuzeigen. Dies gilt sowohl beim Überholen, Abbiegen, beim Vorbeifahren an einem Hindernis,  beim Weiterfahren auf der abknickenden Vorfahrtsstraße, beim Verlassen der Vorfahrtsstraße und beim Herausfahren aus dem Kreisverkehr. (Rhein-Sieg-Kreis, hei)

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RegionMittwoch, den 22. Oktober 2008

Jahrbuch des Kreises informiert über Kirchen und Kapellen

In Siegburg wurde am Montag das diesjährige Jahrbuch des Rhein-Sieg-Kreises vorgestellt. Es befaßt sich vorrangig mit Sakralbauten von Kapellen über Kirchen und Klöstern, Spuren jüdischen Lebens bis hin zu Moscheen im Kreisgebiet. Mit 36 Beiträgen auf 248 Seiten ist es das bislang umfangreichste Buch seiner Art. Speziell aus dem Bereich des 'Bergischen Rhein-Sieg-Kreises' behandelt es eine Wanderung entlang von Kirchen, Kapellen und Wegekreuzen in Much, zeigt Gotteshäuser im Bröltal auf alten Ansichtskarten und stellt die 'Bergische Heimatkrippe' in Ruppichteroth vor. Dazu gesellen sich zahlreiche Themen von Windeck bis Swisttal, darunter über die Abtei Michaelsberg, die Probstei in Oberpleis sowie die Klöster in Geistingen und Walberberg.

Weiterhin bietet der Band eine Chronik der Ereignisse des Zeitraums von Mitte 2007 bis Mitte 2008 und einen Ausblick auf das Programm des Jubiläumsjahres 2009, in dem der Rhein-Sieg-Kreis sein 40-jähriges Bestehen feiert. Dazu beleuchtet ein Artikel die Entstehungsgeschichte des heutigen Kreisgebietes im Vorfeld der Gebietsreform 1969, die auch auf kommunaler Ebene von Bedeutung war. Eine weitere Vorschau stellt den 'Natursteig Sieg' vor, der im nächsten Jahr eröffnet werden soll. Erhältlich ist das in einer Auflage von 7.300 Exemplaren erschienene Jahrbuch ab sofort im Buchhandel, der Verkaufspreis beträgt 12 Euro.

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RegionDonnerstag, den 16. Oktober 2008

Herbstwetter - Unfallwetter

Herbstwetter ist Unfallwetter. Das haben die zahlreichen witterungsbedingten Verkehrsunfälle der letzten Wochen gezeigt. Dabei hat jeder irgendwann einmal gelernt, wie man sich am besten gegen solche Pannen und Unfälle schützt. Vorsichtig und vorausschauend Fahren lautet die Devise, um die Gefahren zu minimieren.

Grundsätzlich ist der Straßenbelag bei Temperaturen unter 10°C nicht mehr so griffig, wie im Sommer. Hinzu kommt gefallenes Laub zu Hauf und Dreck von schweren landwirtschaftlichen Geräten. In Verbindung mit Feuchtigkeit, vor allem in den Waldpassagen des Bröltales, verwandelt sich die Fahrbahn schnell zur Rutschbahn. Ab November ist dort dann, wie auf Brücken, mit Frost zu rechnen. Spurrillen, ungenügende Querneigung der Straße oder zu glatter Belag sind schlecht zu erkennen, rechtzeitig reagieren kann der Fahrer nur bei angemessener Geschwindigkeit

Wildwechsel stellt in jeder Jahreszeit ein Risiko dar, jedoch muss im Herbst verstärkt damit gerechnet werden. Wildschweine sind zu dieser Jahreszeit überaus aktiv. Besonders in der Dämmerung sollte man vorausschauend fahren und unbedingt auf die entsprechenden Warnschilder achten. Wenn Wild auftaucht, langsam fahren, Fernlicht abschalten, langsam weiterfahren, mehrmals hupen. Achtung, ein Reh kommt selten allein! Wenn es zu einem Unfall mit einem Tier gekommen ist: Unfallstelle absichern und auf jeden Fall die Polizei über 110 verständigen.

Auch schlechte Sichtverhältnisse machen es dem Autofahrer schwer. Deshalb empfiehlt der ADAC, auch tagsüber mit Abblendlicht zu fahren, um frühzeitig erkannt zu werden. Bei Motorradfahrern ist dies schon lange Vorschrift. Wenn am 26. Oktober die Uhren eine Stunde zurückgestellt werden, begleiten frühe Dunkelheit und Nebel den Feierabendverkehr.

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RegionDonnerstag, den 9. Oktober 2008

Keine Nadel des Teufels

Auch wer in seinem Garten keinen Teich hat, kann jetzt noch von einem großen Insekt Besuch bekommen. Ein blau-grün gemusterter Körper und glänzende, faltenreiche Flügel, die ein knatterndes Geräusch verursachen: Gemeint ist die Edellibelle, die so genannte blau-grüne Mosaikjungfer. Sie ist zurzeit auf der Jagd nach den letzten Insekten des Jahres, die sie im Flug fangen kann. Ihre drei Beinpaare bilden dabei einen reusenartigen Fangkorb.

Den Germanen waren die Libellen heilig, sie waren Freia, der Gemahlin Wotans geweiht. Erst später kam die Angst auf, Libellen könnten stechen, und sie erhielten Namen wie 'Teufelsnadeln' oder 'Augenstecher'. Völlig zu unrecht, Libellen haben garkeinen Stachel. Der englische Name trifft es da schon besser, Dragonfly - die Drachenfliege. Denn ihren Beutetieren müssten sie wie wahre Drachen vorkommen, wenn sie mit teilweise über 50 Stundenkilometern heranrauschen, elegant die engsten Kurven nehmen, ja sogar rückwärts fliegen oder wie Hubschrauber in der Luft stehen bleiben.

Libellen sind geschaffen für ein Leben im Flug, so fressen und paaren sie sich auch in der Luft. Forscher in den USA haben erst kürzlich entdeckt, dass zahlreiche Falten in den Flügeln Luftwirbel entstehen lassen, die das Insekt besser tragen können als stromlinienförmige Flügel - bis zu 30 Sekunden Segelflug mit nur einem Schlag sind möglich.

Hingegen sind ihre Larven reine Wassertiere. Aber auch dort präsentieren sie sich als Räuber mit einer speziellen Fangtechnik: einer zusammengefalteten Unterlippe, die plötzlich nach vorne schnellt und die Beute festhält. Dieses Larvenstadium kann ein Jahr, bei den Großlibellen auch bis zu vier Jahre dauern. Dann kriechen sie aus dem Wasser und das fertige Insekt schlüpft. Es fliegt nur einen Sommer, in dem es sich fortpflanzen muss. Die Eier werden je nach Art in Pflanzen eingebohrt oder einfach ins Wasser fallen gelassen. Die meisten Libellen sind jedoch auf bestimmte Gewässer spezialisiert, so gibt es Moor-, Teich-, See-, Fluss- und Sumpflibellen.

Gewässerverschmutzung und vor allem das Verschwinden von Gewässern haben diesen Tieren, die alle unter Artenschutz stehen, in der Vergangenheit sehr geschadet, manche Arten sind bereits ausgestorben. Daher geben die Fachleute des Kreises auch bei den Libellen gerne ein paar Artenschutztipps. So sollte man, wenn möglich, einen Gartenteich anlegen. Dieser muss nicht unbedingt üppig bepflanzt werden. Ganz im Gegenteil: Rohböden und nackte Ufer locken Pionierarten wie den Plattbauch und die Pechlibelle an. Im Laufe der Zeit kommen automatisch die passenden Pflanzen dazu und dann finden sich auch andere Arten ein. Nachteilig für die Lebellen ist das Einsetzen von Fischen, denn diese haben die Larven zum Fressen gern.

Nähere Auskünfte zum Thema Libellen erteilt gerne das Umwelttelefon des Rhein-Sieg-Kreises unter 02241 - 13 22 00.

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RegionMittwoch, den 8. Oktober 2008

Noro-Viren im Schullandheim

Die höchst ansteckenden Noro-Viren sind aller Wahrscheinlichkeit nach verantwortlich für eine ganze Kette von Erkrankungen, die im Schullandheim  Gemünd in den vergangenen Wochen auftraten.

Dieses Fazit zieht jetzt das Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises, nachdem in Gemünd keine weiteren Fälle von Brechdurchfallerkrankungen bekannt geworden sind. ?Nach unseren Erkenntnissen?, erklärt der Leiter des Kreisgesundheitsamtes Erich Klemme, ?wies ein Kind schon während der Anreise im Bus Krankheitssymptome auf und hat dort erbrochen. Die Übertragung auf die anderen Schüler, wie sie bei engen Wohnverhältnissen, die in einem Landschulheim anzunehmen sind, war beinahe unvermeidlich.?

Auszuschließen ist, dass Speisen oder hygienische Verhältnisse im Landschulheim die Erkrankungen verursachten. ?Im Gegenteil?, so Klemme, das Schullandheim des Rhein-Sieg-Kreises sei eine hervorragend geführte Einrichtung, in die jährlich viele Schulklassen aus der ganzen Region führen und bei Schülern sowie Lehrern sehr beliebt sei. Beim Heimpersonal zeigten sich keine Krankheitssymptome, sämtliche Kontrolluntersuchungen waren unauffällig, auch alle Proben der ausgegebenen Speisen waren einwandfrei.

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RegionMontag, den 6. Oktober 2008

Kostenlose Kleinanzeigen und Stellenangebote

Wir haben unser Opens internal link in current windowServiceangebot um zwei nützliche Funktionen erweitert. Ab sofort können völlig kostenlos private Angebote und Gesuche von Gegenständen sowie Dienstleistungen als Kleinanzeige in unsere Datenbank eingetragen werden. Desweiteren besteht die Möglichkeit für Gewerbetreibende, ihre Stellenausschreibungen - ebenfalls kostenlos - auf broeltal.de zu veröffentlichen. Die Einträge werden vor Aktivierung redaktionell überprüft, damit die Qualität des Anzeigenmarktes gewährleistet ist.

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