Nachrichtenarchiv
78-Jähriger geriet in den Gegenverkehr
Einen schweren Verkehrsunfall hat es am Mittwoch Abend auf der Bröltalstraße bei Müschmühle gegeben. Aus bisher ungeklärten Gründen fuhr ein 78-jähriger Winterscheider in einer starken Rechtskurve auf die gegnerische Fahrbahnseite und kollidierte mit einem Lieferwagen.
Der Versuch des Fahrers aus Mönchen-Gladbach, der entgegenkommenden Limousine auszuweichen blieb erfolglos. Nach dem Aufprall schleuderte der Jaguar in den Seitengraben und kam an einer Böschung zum stehen. Herumfliegende Trümmerteile trafen den PKW eines Dritten, der hinter dem Lieferwagen Richtung Hennef unterwegs war.
Zunächst schien der Fahrer des Jaguar eingeklemmt, die eintreffenden Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten ihn jedoch ohne schweres Gerät befreien. Lediglich die Türen waren versperrt. Beide Verunfallten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht, der Winterscheider schwer-, der Fahrer des Lieferwagens leichtverletzt. Die freiweilligen Feuerwehren aus Hennef und Happerschoß säuberten anschließend die Straße von Trümmern und Betriebsstoffen. Bis 21:45 Uhr blieb die B478 vollgesperrt.
0 KommentareBlaulichtMittwoch, den 29. Oktober 2008
Einsatzübung der Feuerwehr Much am Eichhof
Zur Verbesserung von Ablauf und Koordination halten die Freiwilligen Feuerwehren in regelmäßigen Abständen Alarmübungen ab. Am vergangenen Samstag Mittag wurden die Mucher Wehrmänner zur Lebensgemeinschaft Eichhof bei Bröleck gerufen. Übungsobjekt war ein dreistöckiges Haus, zu dem unter anderem Löschwasserverbindungen gelegt und Menschen gerettet werden sollten. Die Anfahrt dauert ungefähr zehn Minuten, im Ernstfall würde die etwas näher gelegene Löschgruppe aus der Nachbargemeinde Ruppichteroth ebenfalls ausrücken.
Schon vor dem Eintreffen der 25 Einsatzkräfte ist ein Bewohner, gespielt von Wehrleiter Markus Büscher, über ein Dachfenster vor dem lebensgefährlichem Qualm auf das Dach geflüchtet. Nach Ankunft des Löschzuges wurden sofort Leitern und Sprungpolster aufgebaut. Ein Großteil der Feuerwehrleute kümmerte sich zuerst um die Befreiung der im Haus eingeschlossenen Personen. Zeitgleich stellten die Wehrmänner die Löschwasserversorgung über einen Hydranten, sowie mittels mobiler Saugpumpe über den nahegelegenen Bach sicher. Um die Truppe auf möglichst viele Situationen vorzubereiten, spielte Markus Büscher einige Szenarien ohne Vorankündigung durch. Unter anderem kletterte er in einem unbeobachteten Moment eine Leiter hinauf, rief "ich will meine Kuscheldecke" und stieg durch ein Fenster in den verrauchten Raum. Insgesamt war Büscher mit gesamten Ablauf zufrieden, Verbesserungsvorschläge und Kritikpunkte wurden in der anschließenden Mannschaftbesprechung erörtert.
BlaulichtDienstag, den 28. Oktober 2008
Mit 1,22 Promille zwei Mal in Alkoholkontrolle geraten
Gleich doppelt Pech hatte ein Mofarollerfahrer aus Ruppichteroth am Montag Abend. Ein Polizeibeamter fuhr, außerhalb seines Dienstes, gegen 22 Uhr die Bröltalstrasse entlang, als er in Ruppichteroth einen gestürzten Rollerfahrer entdeckte. Als er diesen pflichbewusst beim Aufstehen helfen wollte, fiel ihm bei dem 48-Jährigen eine starke Alkoholfahne auf. Eine hinzugezogene Streifenwagenbesatzung brachte den Rollerfahrer für eine Blutentnahme zur Eitorfer Wache. Da der Mofafahrer nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist, die er zum Führen seines Fahrzeugs auch nicht braucht, konnte ihm auch kein Führerschein abgenommen werden. Nach einer Belehrung konnte der Ruppichterother die Heimreise in einem Taxi antreten.
Auf dieser Fahrt übermannte den Ruppichterrother offensichtlich die Sorge um seinen Roller und er ließ sich kurzerhand zum Abstellort des Rollers fahren und entschloss sich von dort mit dem Mofa nach Hause zu fahren. Auf dem Weg zu seinem Wohnort begegnete ihm jedoch eine weitere Streifenwagenbesatzung, deren sofort der unsichere Fahrstil des Ruppichterothers auffiel. Nach einer erneuten Kontrolle und Blutentnahme auf der Wache wurde der 48-jährigen Ruppichterother jedoch in die Obhut seiner Lebensgefährtin übergeben, die zusicherte, weitere Dummheiten zu verhindern.
BlaulichtMontag, den 27. Oktober 2008
Betrunken nach Unfall geflüchtet
Ohne Personenschaden, wohl aber mit rechtlichen Folgen, blieb ein Unfall in der Nacht zum Sonntag in Winterscheid. Betrunken fuhr ein 34-Jähriger aus Ruppichteroth in eine Fahrbahnverengung und flüchtete.
Ein Bürger informierte am nächsten Morgen die Polizei darüber, dass die Beschilderung der Fahrbahnverengung am Ortseingang von Winterscheid beschädigt sei. Die daraufhin entsandte Streife der Wache Eitorf stellte fest, dass eine einbetonierte Warnbake herausgerissen und auch ein Baum beschädigt wurde. Zusammen mit entsprechenden Spuren auf der Fahrbahn vermuteten die Beamten, dass es hier zu einem Unfall gekommen sein musste.
Offensichtlich kam das Fahrzeug aus Richtung der L86 und kam in einer Rechtskurve nach links von der Straße ab, wo es gegen die Verengung prallte. Die Kratzspuren einer Felge führten von der Unfallstelle zu einem 50 Meter entfernten Zufahrtsweg des Sportlerheimes. Dort fand man auch den stark beschädigten PKW eines 34-jährigen Ruppichterothers. Spuren im Fahrzeuginneren wiesen darauf hin, dass der Fahrer sich verletzt haben könnte. Zu Hause wurde der Halter des Wagens angetroffen, ein Alkoholtest ergab den Wert von 1,02 Promille, am Kopf stellte man eine frische Prellung fest.
Trotz der vielen Hinweise bestritt der Ruppichterother seine Beteiligung an dem Geschehen und behauptete, dass sein Wagen gestohlen worden sei. Aufgrund der Verdachtsmomente gegen den Halter und des zeitlichen Verzuges wurden zur Beweissicherung mehrere Blutproben entnommen, ebenso wurde sein Führerschein beschlagnahmt. Im Zuge weiterer Ermittlungen konnten Zeugen festgestellt werden, die bestätigten, dass der Halter als Fahrer unterwegs war. Er hatte nämlich noch gegen 4 Uhr in der Nacht versucht, Hilfe zu bekommen, um den Wagen von der Unfallstelle zu beseitigen. Erst dadurch konnte er seinen PKW dann zum Sportlerheim schleppen. Ein Verfahren wegen Verkehrsunfallflucht unter Alkoholeinwirkung wurde eingeleitet.
BlaulichtMontag, den 27. Oktober 2008
In die Winterscheider Mühle eingebrochen
Unbekannte haben am Samstag Morgen einen Einbruch in die Winterscheider Mühle verübt. An der Gebäuderückseite hebelten die Täter eine Tür auf und stiegen in den Gasthof ein. Neben technischen Geräten, darunter auch vier Computer, drei Flachbildschirme und ein Aktenvernichter, entwendeten sie auch zehn Flaschen Spirituosen. Zeugen, die verdächtige Personen beobachtet haben oder sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei unter der Rufnummer 02241 - 5 41 34 21 in Verbindung zu setzen.
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Mit gestohlenem VW Golf vor der Polizei geflüchtet
Kurios hat ein 31-Jähriger am vergangenen Sonntag sein zwei Tage zuvor gestohlenes Auto wiedergefunden. Auf der B8 bei Hennef war er unterwegs und entdeckte seinen entwendeten VW Golf vor sich fahrend. Umgehend informierte er die Polizei per Notruf. Ein Streifenwagen passte den Golf beim Übergang zur Autobahn 560 ab, allerdings missachtete der Fahrzeugführer jegliche Anhaltezeichen der Beamten und fuhr mit Vollgas davon. Erst mehrere Streifenwagen konnten der Verfolgungsjagd ein Ende bereiten, nach verlassen der A3 an der Anschlusstelle Siebengebirge konnte der Wagen gefahrlos gestoppt und die fünf Insassen festgenommen werden.
Bei den Personen handelte es sich um einen 18-jährigen Eitorfer, drei 16, 19 und 22 Jahre alte Sankt Augustiner und eine 18-jährige Overatherin. Der 18-jährige Fahrzeugführer aus Eitorf war nicht im Besitz eines Führerscheins. Zusammen mit dem 19-jährigen Sankt Augustiner ist er wegen Diebstahls und Betrügereien bereits einschlägig bekannt. Das Duo wurde nun dem zuständigen Haftrichter vorgeführt.
BlaulichtSamstag, den 18. Oktober 2008
Polizei stoppte betrunkenen Autofahrer
Deutliche Schwierigkeiten, auf der richtigen Fahrbahn zu fahren, hatte ein Autofahrer in der Nacht zum Samstag auf der Kreisstraße 55 zwischen Ruppichteroth und Oberelben. Er fuhr Schlangenlinien und geriet mehrfach auf die Gegenfahrbahn. Einer Streifenwagenbesatzung aus Eitorf fiel diese Fahrweise auf und stoppte umgehend das Fahrzeug. Bei der nachfolgenden Kontrolle ergab der Alkohol-Vortest einen Wert von 1.64 Promille. Die Beamten nahmen den Fahrzeugführer für eine Blutprobe mit zur Wache und beschlagnahmten seinen Führerschein.
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Erneuter Vandalismus an der Grundschule
Die Beschädigungen an der Telefonzelle und den Bänken der Grundschule sind erst wenige Wochen alt und schon wieder schlugen Unbekannte im Schutze der Nacht zu. Im Zeitraum vom 08. bis 12. Oktober hat es mehrere Zwischenfällen auf dem Schulgelände der Schönenberger Grundschule gegeben.
Am Umkleidetrakt der Turnhalle sowie am Schulgebäude wurden mehrere Fensterscheiben durch Steinwürfe gezielt zerstört. Auch der Bürgerverein musste über wiederholten Vandalismus berichten, zahlreiche Glasscheiben am Dorfhaus, welches sich im hinteren Bereich des Geländes befindet, wurden eingeworfen.
Die Gemeinde bittet in diesem Zusammenhang um sachdienliche Hinweise auf den oder die Täter, um weitere Schäden, Behinderungen des Schul- und Vereinssportsbetriebs und entstehenden Kosten begegnen zu können. Hinweise nimmt die Polizeistelle in Ruppichteroth unter 02295 - 54 25, die Polizeiwache Eitorf unter 02243 - 940 oder das Schulamt der Gemeinde unter 02295 - 49 43 oder 49-0 entgegen.
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Womöglich Brandstiftung als Ursache
Starker Rauch hat die Bewohner eines Hochhauses in Eitorf-Königssiefen am späten Donnerstag Abend aus den Wohnungen getrieben. Im Abstellraum des Kellergeschosses brannte ein Sessel, der giftige Rauch zog wie bei einem Kamin durch das gesamte Treppenhaus. Die 16 Parteien klingelten sich gegenseitig aus dem Schlaf und den Wohnungen, selbstständig verließen alle Bewohner das Gebäude.
Der Löscheinsatz der Eitorfer Feuerwehr dauerte nur wenige Minuten, Einsatzleiter Jürgen Bensberg ordnete an, unter Atemschutz mit zwei Trupps in Keller und Treppenhaus vorzudringen. Insgesamt waren 24 Mann vor Ort, der aufgrund der prekären Lage zur Absicherung alarmierte Rettungswagen blieb glücklicherweise ohne Arbeit. Der entstandene Sachschaden blieb gering. Nach ersten Einschätzungen der Polizei ist die Brandursache auf Fremdverschulden festzusetzen, aller Wahrscheinlichkeit nach sogar Brandstiftung.
0 KommentareBlaulichtSonntag, den 12. Oktober 2008
Küchenbrand macht Wohnung unbewohnbar
Die Freiwillige Feuerwehr Eitorf wurde am Sonntag Abend zu einem Küchenbrand in einem Mehrfamilienhaus in der Siegstraße gerufen. Nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen bereits die Flammen aus dem Fenster im ersten Obergeschoss. Unklar war zu diesem Zeitpunkt, ob das Feuer bereits auf die Nachbarräume übergegriffen hatte. Vorsichtshalber wurden weitere Wehrmänner nachalamiert. Das Feuer konnte durch einen Trupp unter Atemschutz und samt Innenangriff schnell gelöscht werden. Die Dunstabzugshaube und ein komplett verbrannter Schrank wurden nach draußen gebracht. Die Zimmertüren innerhalb der Wohnung waren größtenteils geöffnet, die sich dadurch verbreitenden Verrußungen machten die Räume unbewohnbar. Die Feuerwehr war mit insgesamt 46 Helfern im Einsatz, zusätzlich stand ein Rettungswagen mit Notarzt für den Notfall bereit, verletzt wurde jedoch niemand.
BlaulichtFreitag, den 10. Oktober 2008
Die Polizei warnt: Einbrecher kommen auch am Tage!
In der Nacht vom vergangenem Mittwoch auf Donnerstag verschafften sich Einbrecher durch das Badezimmerfenster eines Reihenhauses in Troisdorf gewaltsam Zutritt zu den Wohnräumen. Die Täter durchsuchten die Räumlichkeiten nach Wertgegenständen und entwendeten Bargeld und einige technische Gegenstände. Nach einem Hinweis eines Zeugen konnte die Polizei in der vergangenen Nacht vier Tatverdächtige an einem Hotel in Troisdorf-Spich festnehmen. Bei der Durchsuchung des angemieteten Hotelzimmers fanden die Beamten große Teile der Beute.
Dieser Sachverhalt zeigt, dass die Polizei bei der Bekämpfung der Einbruchskriminalität auf die Mithilfe von Zeugen angewiesen ist und möchte die Bevölkerung nochmals sensibilisieren und bitten alle verdächtigen Wahrnehmungen unverzüglich der Polizei über der Rufnummer 110 zu melden. Die Polizei prüft dann sofort ihre Hinweise.
So können Sie helfen:
- Informieren Sie die Polizei über verdächtige Beobachtungen.
- Notieren Sie sich Kennzeichen verdächtiger Autos und Beschreibungen verdächtiger Personen.
- Alarmieren Sie bei Gefahr und Verdachtsfällen sofort die Polizei über den Notruf 110.
BlaulichtDonnerstag, den 9. Oktober 2008
Vier Verletzte nach Unfall auf der B478
Zwei Schwerverletzte, zwei Leichtverletzte und großer Blechschaden. So lautet die Bilanz des Verkehrsunfalls am frühen Morgen auf der Bröltalstraße. Alkoholisiert war die 22-jährige Verursacherin aus Rosbach nach einem Discobesuch in Siegburg unterwegs, zwischen Büchel und Herrenstein fuhr sie um etwa 5:30 Uhr auf die gegnerische Fahrbahn - einige Meter zuvor striff ihr Opel Astra schon die Leitplanke. Bei voller Geschwindigkeit kollidierte der PKW mit einem entgegenkommenden Kombi, die 23-jährige Fahrerin aus Rossel und ihr Beifahrer hatten keine Chance mehr auszuweichen. Mehrmals schleuderte das Fahrzeug mit den zwei Insassen um die eigene Achse, ehe es erneut mit einem Lastwagen zusammenstieß.
Beim zweiten Aufprall bekam das Pärchen die volle Wucht zu spüren, denn die Airbags waren schon ausgelöst. Schwerverletzt mussten sie von der Ruppichterother Feuerwehr aus dem Wrack geborgen werden, die Fahrerin war eingeklemmt. "Reibungslos verliefen die Bergungsarbeiten", erklären Löschzugführer Claus Müller und der stellvertretende Wehrführer Klaus-Friedrich Seuthe, die gemeinsam die Rettungsmaßnahmen koordinierten.
Der Fahrer des Lastwagens war auf dem Weg zum Wochenmarkt in Waldbröl, sein Anhänger mit Kleidung beladen. Da er nicht angeschnallt war, schleuderten ihn die wirkenden Kräfte trotz Airbag gegen die Windschutzscheibe. Alle vier Personen mussten mit Rettungswagen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Der entstandene Sachschaden wird von der Polizei auf rund 13 000 Euro geschätzt. Mehrere Stunden blieb die B478 für den Berufsverkehr gesperrt.
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Zusammenstoß auf Bundestraße 507
Wieder hat es auf der B507 zwischen Neunkirchen und Ingersau einen Verkehrsunfall gegeben. Auf der regenassen Fahrbahn geriet eine 43-jährigen Neunkirchenerin mit ihrem Golf in einer Kurve in den Gegenverkehr. Der Versuch rechtzeitig abzubremsen und auszuweichen gelang der entgegenkommenden 44 Jahre alten Frau aus Ruppichteroth nur teilweise, schräg stießen die beiden Fahrzeuge mit der Front zusammen. Der Golf kam mit ausgelösten Airbags auf der Straße zum erliegen, der rote Kleintransporter der Ruppichterotherin rutschte noch weiter auf den Grünstreifen und touchierte leicht ein Verkehrsschild, bevor er dort endgültig gebremst wurde.
Die beiden Fahrerinnen wurden trotz des heftigen Aufpralls nur leicht verletzt, zwei Rettungswagen versorgten sie noch vor Ort. Aufgrund von Aufräumarbeiten blieb die Straße für rund 90 Minuten gesperrt, der Neunkirchener Löschzug befreite die Fahrbahn von ausgelaufenen Betriebsmitteln.
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Unfallstrecke B507 zeigt erneut ihre Tücken
Schon viele Verkehrsunfälle hat es auf der B507 zwischen Ingersau und Neunkirchen gegeben, einer der wohl spektakulärsten ereignete sich am vergangenen Abend. Auf der feuchten und rutschigen Fahrbahn schlitterte eine 28-jährige Schönenbergerin mit ihrem Opel Corsa in den 1,50 Meter tiefen Straßengraben - und hatte viel Glück.
Nachdem in einer Kurve zunächst das Heck und anschließend der gesamte PKW ins Schleudern geriet, drehte sich das Fahrzeug um 180 Grad, fuhr rückwärts in den Graben mit Bachlauf und blieb auf der Fahrerseite liegen - eine Handbreit vor einer massiven Brücke mit Mauer. Durch das Schiebedach befreite sich die unverletzte Fahrerin, verständigte Bekannte und Polizei. Das Warten auf den Abschlepper überbrückte man kurzerhand mit Nahrungsaufnahme, die 28-Jährige war auf der Heimfahrt von der Pizzeria, hatte das Abendessen auf der Rückbank. Mit einem Kran des ADAC musste das Wrack geborgen werden, eine Schätzung des entstandenen Sachschadens war noch nicht möglich.
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Den Ernstfall gemeinsam proben
Übung macht den Meister ? das gilt auch für die Feuerwehr. Mit 60 Mann rückte man aus, um einen Brand in der Lagerhalle der Firma Happ in Oeleroth zu bekämpfen.
Giftiger Rauch stieg aus dem Kunstoff verarbeitenden Betrieb an der Brölstraße, innerhalb von fünf Minuten trafen die ersten Einsatzkräfte aus Ruppichteroth ein. Nach und nach rückten die Löschgruppen aus Geilenkausen und Oberelben an. Um das fiktive Feuer zu bekämpfen, ging ein Trupp mit Schlauch und Atemschutzgeräten in den Innenangriff. Zudem waren drei vermisste Arbeiter gemeldet worden, eine schnelle Bergung musste erfolgen. Dann die Horrormeldung: ?Löschtrupp bewusstlos im Gebäude!? Weitere Wehrleute eilten zur Hilfe in die völlig verrauchte Halle. Währenddessen sicherte der Großteil der Männer die Wasserversorgung. Zwar zapfte man zu Anfang die umliegenden Hydranten an, der Wasserdruck hätte im Ernstfall jedoch nicht ausgereicht. Kurzerhand bediente man sich an Brettern, die in einem Container lagerten. Am Bachlauf wurde damit Wasser gestaut und in den Versorgungskreislauf gepumpt.
?Die Übung ist Teil eines 1999 erarbeiteteten Konzeptes?, erklärt Brandinspektor Claus Müller. Darin arbeiten die Feuerwehren der angrenzenden Ortschaften eng zusammen und unterstützen sich, sollten die eigenen Einsatzkräfte im Notfall nicht ausreichen. Jedes Jahr findet das Training statt, jedes Jahr wechseln sich die drei Wehren als Gastgeber ab. Die gewählten Einsatzorte sind dabei Gefahrenschwerpunkte in der Nähe von Wohngebieten, meist Landwirtschafts- und Industriebetriebe, aber auch Schulen. Die Zusammenarbeit und Koordination steht dabei im Vordergrund, ?man muss sich kennenlernen, bevor man sich gegenseitig vertrauen kann und die Einheiten nahtlos ineinandergreifen?, so Müller. Denn die Arbeitsabläufe dürfen auch bei einer großen Gruppe von 60 Mann nicht langsamer werden. Zum Abschluss gab es dann noch eine Manöverkritik, in der penibel alles besprochen wurde, was hätte besser vonstatten gehen können.
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Frontalzusammenstoß im letzten Moment verhindert
Es hätte am Abend des 1. Oktobers auf der B478 viel schlimmer ausgehen können. Als eine 21-Jährige Golffahrerin aus Waldbröl in Richtung Rossenbach fuhr, kam ihr in Höhe der Ortschaft Ruh ein PKW auf ihrer Fahrbahn entgegen. Der Geisterfahrer überholte in dem Moment zwei Fahrzeuge derart riskant, dass er erst kurz vor der Kurve den Überholvorgang abschließen konnte, nachdem er sogar an einer Verkehrsinsel links vorbeigefahren ist. Die 21-Jährige konnte im letzten Moment ihr Fahrzeug auf den Grünstreifen lenken und hat damit einen folgenschweren Verkehrsunfall verhindert. Sie prallte dabei gegen einen Leitpfosten und fuhr über eine Bordsteinkante. Der Golf erlitt dabei leichten Schaden.
Der entgegenkommende PKW-Fahrer setzte, ohne seiner Pflicht als Unfallbeteiligter nachzukommen, seine Fahrt fort. Erst vor etwa zwei Wochen kam es nur zwei Kilometer weiter wegen eines Überholmanövers zu einem Unfall mit einer Schwerverletzten (
wir berichteten). Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zum Fluchtfahrzeug machen können, sich unter der Telefonnummer 02261-8199-0 mit dem Verkehrskommissariat in Gummersbach in Verbindung zu setzen.









