Nachrichtenarchiv

Wirtschaft/PolitikDienstag, den 30. September 2008

CDU Ruppichteroth verkündet Kandidaten für das Bürgermeisteramt

Das rätseln um den Aspiranten für das Bürgermeisteramt hat ein Ende, zumindest seitens der CDU. Am Nachmittag stellte die Führungsriege den Schönenberger Michael Stein als Kandidaten für die Kommunalwahl im Juni 2009 vor - für viele ist der 38-Jährige jedoch politisch ein unbeschriebenes Blatt.

Gleich vier Kriterien musste der Speditionskaufmann erfüllen. Verwaltungserfahrung hat Stein lange Jahre im kaufmännischen Bereich gesammelt, seit 1995 ist er in einem international agierenden Troisdorfer Speditionsbetrieb tätig. Gleichermaßen war CDU-Vorstand und Ratsfraktion die gelebte Bürgernähe und lokale Verbundenheit wichtig, Stein ist ehrenamtlich als Vorsitzender des Akkordeonorchesters tätig und inmitten des Bröltales groß geworden. So sei man sich sicher, dass er sich beispielhaft für die Bröltalgemeinde einsetzen würde. Zu guter letzt ist er schon rund 14 Jahre Mitglied der CDU, sein Bruder Peter Stein sogar Landtagsabgeordneter für die CDU in Mecklenburg-Vorpommern.

Politisch trat Michael Stein bisher kaum in Erscheinung, deshalb ist es wohl eine recht überraschende Nachricht, dass er die Nachfolge von Hartmut Drawz, der mehr als 50 Jahre im öffentlichen Dienst stand, antreten will. Auf die Frage "Warum?" antwortet er ganz banal: "Weil mein Herz am Bröltal und der Gemeinde Ruppichteroth hängt." Für den verheirateten Vater eines Jungen sei besonders wichtig, das zu bewahren, was die Bröltalgemeinde ausmacht. Nachbarschaft und Dorfgemeinschaft, eine funktionierende generationsübergreifende Gemeinschaft. Aber auch "die Entwicklung der Gemeinde muss vorangetrieben werden", erläutert er. Unabdingbar dafür seien ausreichende Angebote für Kinderbetreuung, Schulen, Arbeitsplätze und Seniorenbetreuung.

Mit der Vorstellung des Bürgermeisterkandidaten der CDU hat somit schon indirekt der Wahlkampf für 2009 begonnen. Spannend wird er auf jedenfall, da dieses Mal Erfahrung im Amt als Sympathiepunkt bei der Bevölkerung ausscheiden dürfte. Dadurch wird das Wahlprogramm wohl mehr an Gewichtung gewinnen, dennoch ist der Persönlichkeitsfaktor nicht zu unterschätzen. Nun bleibt abzuwarten, wen die Ratsparteien SPD, FDP und die Grünen ins Rennen schicken werden.

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SportDienstag, den 30. September 2008

Springen, Dressur und Führzügel

Vom 10. bis 12. Oktober 2008 veranstaltet der Reit- und Fahrverein Gut Ommeroth ein dreitägiges Turnier mit Prüfungen in Stilspringen und Punktespringen, Dressurwettbewerben, einem Allroundwettbewerb, einfachem Reiterwettbewerb. Für die Jüngsten findet ein WEttberwerb in der Führzügelklasse statt. Bisher sind mehr als 300 Nennungen eingangen, ein abwechslungsreiches und spannendes Turnier ist zu erwarten. Zuschauer sind herzlich willkommen und dürfen sich neben dem umfangreichen Prüfungsprogramm auf sehenswerte Vorführungen der Voltigiergruppen des Vereins freuen. Weitere Informationen zum Turnier und den Prüfungen unter gibt es auf Opens external link in new windowwww.reitzentrum-gut-ommeroth.de. (Foto: Christiane Mylenbusch)

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RegionDienstag, den 30. September 2008

Kreise fördern Integration - Landrat spricht vor Deutschem Landkreistag

Zuwanderung, Einwanderung, Migration, Integration - das seien Stichworte, die seit vielen Jahren immer wieder die politische und gesellschaftliche Diskussion bestimmen, erklärt Landrat Frithjof Kühn vor dem Deutschen Landkreistag in Radebeul. Bei knapp 7 Millionen Menschen deutschlandweit ohne deutschen Pass und mit insgesamt rund 15 Millionen Menschen, die einen Migrationshintergrund haben, sei Integration eine Schlüsselaufgabe der gesamten Gesellschaft.

Kühn führte aus, dass natürlich sehr viele Menschen aus Zuwandererfamilien bereits ihren Platz in der deutschen Gesellschaft gefunden hätten, es aber dennoch unübersehbare Integrationsprobleme gebe. Diese äußerten sich in Form von mangelhaften Deutschkenntnissen, die wiederum zu schlechten Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten führten, damit ein Grund für höhere Arbeitslosigkeit seien und teilweise sogar verantwortlich seien für eine höhere Kriminalitätsrate im Vergleich zur Gesamtbevölkerung. Dem Zufall dürfe man das Zusammenleben in unserem Land daher keinesfalls überlassen. Ebenso wenig ausschließlich der Gesetzgebung: ?Wir alle müssen an der gesellschaftlichen Integration von Zuwanderern arbeiten.?

Eine bedeutsame Rolle spielten dabei laut Kühn die Kommunen. Denn die Auswirkungen jeglicher Integrationsbemühungen seien unmittelbar vor Ort in den Städten und Gemeinden spürbar. Integration müsse vor Ort gelebt werden. Und es sei Aufgabe des Bundes und der Länder, den Kommunen die rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Im Rhein-Sieg-Kreis, so fbeschrieb der Landrat in seiner Rede, gebe es schon seit 20 Jahren einen Neubürgerbeauftragten, der als Ansprechpartner und Vermittler für Zuwanderer da sei. Einbürgerungen würden feierlich begangen, damit sich eingebürgerte Menschen willkommen geheißen und als deutsche Staatsbürger fühlten. Das vorhandene Angebot an Integrationsinitiativen müsse koordiniert und Neues angestoßen werden. Zu diesem Zweck wurde beim Kreis eine 'Fachstelle Integration' eingerichtet, die als Koordinationspunkt sowohl innerhalb der Kreisverwaltung, als auch mit den kreisangehörigen Kommunen, Verbänden, Organisationen und politischen Gremien zusammenarbeitet.

Weiterhin sei von großer Bedeutung, Integration und bürgerschaftliches Engagement miteinander zu verbinden - im Rhein-Sieg-Kreis bemühe sich die Freiwilligenagentur erfolgreich darum. Dazu kämen Sportvereine, für die ein zusätzlicher Anreiz, aktiv Integration voranzubringen, eine Auszeichnung der Sportstiftung der Kreissparkasse darstelle. Nicht zuletzt sei Sprache der Dreh- und Angelpunkt aller Integrationsinitiativen. Ohne sie könne Integration nicht gelingen. Daher müssten sowohl Angebote zur Sprachförderung vorhanden sein, als auch die Bereitschaft zur Spracherlernung gefordert werden.

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RegionMontag, den 29. September 2008

Neue Leiterin der 'Psychologischen Beratungsdienste'

Nachdem die Mitglieder des Kreisausschusses zuletzt Maria Buchholz-Engels als Amtsleiterin einstimmig bestätigt haben, führt sie die Psychologischen Beratungsdienste des Kreises nicht mehr nur kommissarisch, sondern auch offiziell. Zuvor leitete sie die Abteilung des Schulpsychologischen Dienstes.

Die Psychologischen Beratungsdienste des Rhein-Sieg-Kreises umfassen den Schulpsychologischen Dienst in Siegburg, sowie die Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern, Erziehungs- und Familienberatung in Siegburg mit Nebenstellen in Eitorf, Rheinbach und Bornheim. Weitere Informationen gibt es unter der Rufnummer 02241 - 13 27 10 oder auf Opens external link in new windowwww.rhein-sieg-kreis.de. Öffnungszeiten der Beratungsstelle in der Mühlenstraße 49 in Siegburg sind montags bis donnerstags von 8.30 bis 12 Uhr und von 14  bis 16.30 Uhr sowie freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr; darüber hinaus gibt es auch Termine nach Vereinbarung.

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BlaulichtSonntag, den 28. September 2008

Munition und Gasflaschen explodierten

90 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK und Polizei hat am Samstag Mittag ein Garagenbrand auf den Plan gerufen, mitten in Dattenfeld drohte das Feuer auf anliegende Gebäude überzugreifen.

Als mittlerer Brand alarmiert, war nach Eintreffen der ersten Wehrleute klar, dass es sich um einen Großbrand handelte. Das Löschen gestaltete sich auch mit vier Löschgruppen aus Dattenfeld, Herchen, Rosbach und Eitorf schwierig, da Wohnhäuser die Garage umringten. Zudem befand sich eine unbekannte Menge an scharfer Munition, Lacken und Gasflaschen im Anbau, immer wieder explodierte das Material und entfachte weitere Flammen. Weiträumig wurde das Gebeit abgesperrt, um Schaulustige vor herumfliegenden Trümmerteilen und giftigem Qualm zu schützen.

Einsatzleiter Hardy Hasenbach ordnete an, den Brand aus sicherer Entfernung von allen Seiten zu bekämpfen und gleichzeitg die Fassaden der umliegenden Bauten mit Wasser zu kühlen. Ein Übergreifen des Feuers wurde so erfolgreich verhindert. Über die Drehleiter aus Eitorf erstickte man die letzten Flammen mit Schaum. Gegen 17 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden, das Inferno war gebändigt. Jedoch dauerte es noch bis 20 Uhr, ehe alle Glutnester gelöscht waren. Verletzt wurde niemand.

Warum sich die Garage entzündete, ist noch nicht geklärt. Ebenso können bisher keine Angaben zu Schadenshöhe gemacht werden, das völlig ausgebrannte Gebäude dürfte aber nur noch ein Fall für die Abrissbirne sein.

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RegionSamstag, den 27. September 2008

Das 'Freizeitmagazin' - auch im Oktober für Sie da

Ab heute informiert Sie das 'Freizeitmagazin' wieder in Wort und Bild über Veranstaltungen im September und Ankündigungen zum Oktober. Entdecken Sie interessante Rückblicke in der Region und nehmen Sie teil am bevorstehenden, bunten Programm zum Herbst. Für die Herbstferien finden beispielsweise Jugend-Workshops statt und das Finale des Bandcontests in Much. Konzerte, Kunstausstellung, Oldieabend und Pflanzen-Tauschbörse finden sicherlich Zuspruch bei vielen Interessierten. Dies vorab, als Ausschnitt der unterhaltsamen Möglichkeiten im kommenden Monat. Die Redaktion nimmt Hinweise zu Kultur, Sport, Kitas, Schulen, Vereinen und weiteren Institutionen gerne entgegen. Auch Ihre Beiträge sind willkommen und bieten Gelegenheit, sich einer großen Leserschaft mitzuteilen. Viel Spaß mit dem Oktober-Angebot für Ihre Freizeit wünscht das Team des 'Freizeitmagazins'.

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BlaulichtFreitag, den 26. September 2008

18-Jährige auf B478 tödlich verunglückt

Ein tragischer Unfall mit tödlichem Ausgang hat sich am frühen Morgen auf der Bröltalstraße vor der Ortschaft Bröl ereignet. Eine 18-jährige Mucherin verlor nach einer Kurve die Kontrolle über ihr Fahrzeug, prallte gegen einen Baum und durchbrach linksseitig die Leitplanke. Dabei wurde das eigentlich schützende Metall zur  Todesfalle: Ein ein sechs Meter langes Fragment der Leitplanke bohrte sich durch Beifahrertür und Fahrerin, noch vor Eintreffen des Notarztes erlag sie den schweren Verletzungen. (Foto: Thomas Heinemann)

Die Gründe für das Unglück sind noch unklar. Nach Angaben eines vorausfahrenden Verkehrsteilnehmers, der aus Richtung Waldbröl kommend die junge Frau zuvor überholt hatte, geriet ihr Mercedes plötzlich auf gerader und trockener Strecke ins Schleudern. Frontal fuhr die Mucherin gegen einen Pfosten der Leitplanke, genau an der Stelle, an der zwei Teilstücke aneinander montiert waren. Das Metall barstete vermutlich auseinander und stach regelrecht durch den Wagen, mehrere Meter ragte es aus dem Fahrgastraum heraus. Eine solche Verkettung unglücklicher Umstände hatten selbst die erfahrensten Helfer von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei noch nicht erlebt. Ein Ersthelfer brach aufgrund der grausamen Szenerie zusammen. Ein Sachverständiger wurde zur Rekonstruktion hinzugezogen, bis 9 Uhr blieb die B478 voll gesperrt.

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BlaulichtMittwoch, den 24. September 2008

PKW geriet ins Schleudern

Glück im Unglück hatte ein 50-jähriger Waldbröler auf der Heimfahrt von der Arbeit. In einer Kurve verlor er auf regenasser Fahrbahn die Kontrolle über seinen Kleinwagen und fuhr in eine Leitplanke. Im Anschluss drehte sich das Auto und geriet auf die gegnerische Fahrbahn, entgegenkommende Fahrzeuge konnten jedoch rechtzeitig bremsen. "Ich fahre die Strecke nun schon seit vielen Jahren, die Wetterlage habe ich dennoch völlig unterschätzt", erklärte der Waldbröler.

Erst vor kurzem wurde die Leitplanke an der selben Stelle der Bröltalstraße zwischen Bröleck und Schönenberg  erneuert, wenige Wochen zuvor verunfallte ein PKW ebenfalls auf nasser Straße.

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Wirtschaft/PolitikDienstag, den 23. September 2008

Seniorengerechtes Wohnen im Kaufhaus?

Die Zukunft des über 150 Jahre alten 'Kaufhaus Schuhmacher' steht momentan noch in den Sternen, private Investoren werden händeringend gesucht (Opens external link in current windowwir berichteten). Nun hat das Thema auch Einzug in das Ruppichterother Rathaus gehalten ? als möglicher Wohnraum für Senioren.

In der letzten Sitzung des Gemeinderates forderte die SPD-Fraktion in einem Antrag, Rat und Bürgermeister mögen sich um Investoren bemühen, die auf gemeindeeigenen Grundstücken seniorengerechte Wohnformen anbieten. ?Geeignet wäre ein Grundstück an der Brölstraße, sowie in Winterscheid am Weiher?, erläuterte SPD-Fraktionsvorsitzender Horst Alenfelder. Darufhin brachten die Grünen das ehemalige 'Kaufhaus Schuhmacher' ins Gespräch. ?Wir müssen diesen Schandfleck in der Ortsmitte bereinigen?, so Erika Beyhl. Nach ihrer Ansicht wäre ein Café oder Hotel, wie vom Bürgerverein Ruppichteroth vorgeschlagen, nicht realisierbar. ?Dafür fehlt einfach die wirtschaftliche Grundlage?, fügte sie hinzu. Stattdessen forderten die Grünen eine integrierte Gastronomie, die auch der Öffentlichkeit zugänglich sei. Die CDU begrüßte die Pläne von SPD und Grünen, ebenso wie der FDP.

Dennoch musste Bürgermeister Drawz der ersten Euphorie einen Dämpfer verpassen. Es handele sich um ein privates Objekt und die Gemeinde könne natürlich keine Vorschriften machen, wie dieses Haus in Zukunft genutzt würde. Für eine Übernahme fehlen die finanziellen Mittel. Zudem müssten an dem geschichtsträchtigen Gebäude massive Umbauten vorgenommen werden, was wiederum sehr kostspielig wäre. ?Das zweistöckige Gebäude verfügt über 175 Quadratmeter im oberen Bereich und 336 Quadratmeter im unteren. Zieht man den Platz für altersgerechte Einrichtungen und für ein Café ab, ist zu überlegen, wie viel übrig bleibt?, erläuterte Drawz. Ebenso sah dies der Fraktionschef der Liberalen, Klaus-Peter Smielick: ?Ein Seniorenwohnheim bringt enorme Anforderungen an die Bausubstanz mit sich. Sie erfordert behindertengerechte Zugänge, Aufzüge und vieles mehr.?

Zum Schluss fanden sich jedoch alle Fraktionen in seltener Einigkeit: Alternativen für seniorengerechtes Wohnen müssen her. ?Man darf nicht nur nach geeigneten Grundstücken, sondern muss auch nach geeigneten Gebäuden suchen?, resümierte Rita Winkler von der CDU. Letztendlich ginge es darum, den Bürgern, die im Alter ihr Häuschen nicht mehr selber in Schuss halten können und somit verkaufen müssen, ein geeignetes Wohnangebot anzubieten.

Trotz der Widrigkeiten ist das 'Kaufhaus Schuhmacher' an der Burgstraße nicht vom Tisch. Der Rathauschef erklärte sich sofort bereit, Gespräche mit möglichen Investoren, einer Wohnbau-Gesellschaft und karitativen Trägern aufzunehmen und zu vertiefen. Allerdings könne man nicht verhindern, dass das Haus, an wen auch immer, verkauft würde. 200 000 Euro sind als Preis veranschlagt, ?mit deutlichem Spielraum nach unten?, so Drawz.

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BlaulichtMontag, den 22. September 2008

Bänke landeten im Bach

Nach zahlreichen Schmierereien in der letzten Woche (Opens external link in current windowwir berichteten) haben erneut Unbekannte ihr Unwesen getrieben. In der Nacht zum Samstag wurden mit erheblichem Aufwand mehrere Bänke an der Schönenberger Grundschule in den Brölbach geschmissen. Größtenteils müssen die Sitzgelegenheiten grundsaniert werden, Betonfüße und Bretter sind gebrochen. Zudem fiel die rote Telefonzelle am Longdendale Platz der sinnlosen Zerstörung zum Opfer. Erst vor kurzem wurde diese wieder instandgesetzt - und wieder wurden Fensterscheiben herausgeschlagen. Zeugen und vor allem Anwohner, die Hinweise über die Täter nennen können, werden gebeten, sich unter 02295 - 6772 bei Peter Krill, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Bürgervereins Schönenberg, zu melden.

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MagazinSonntag, den 21. September 2008

528 Gummibärchen

Nicht ohne Grund heißt das Schulfest der Schönenberger Grundschule 'Spiel- und Schulfest'. Auch dieses mal gab es für die Besucher viel zu Erleben, zahlreiche Spiele beschäftigten die Kinder den ganzen Tag über. So galt es bei der Feuerwehr Ruppichteroth Feuerwehrmann zu spielen oder sich beim Roten Kreuz verarzten zu lassen - selbst wenn die Eltern angesichts eines mit Kopfverband ausgestatteten Töchterchens der Schock überkam. Auf dem Ascheplatz am Schulteich stiegen vornehmlich die Mädchen aufs Pferd, dazu standen vier Ponies in allen Größen bereit. Eierlaufen, Torwandschießen oder Dosenwerfen rundeten das Programm ab. Für manch erwachsenen Herren der Schöpfung brauchte es dann ab und zu eine Erholungsphase. "Ich höre gerade das Gladbach-Spiel", verlautete es von Vater Andre Schiefen aus dem Auto.

Zum Schluss wurde noch ein Rätsel gelöst. Es war zu schätzen, wieviele Gummibärchen sich in einem Glas befänden. "Es sind genau 528", verkündete Rektor Rainer Peters vor einer Traube hoffender Kinderaugen. Der Gewinner konnte das Glas samt Inhalt mit nach Hause nehmen. Doch lagen Zwei mit ihrer Schätzung gleichauf, 550 schrieben die Grundschüler auf den Zettel. "Ihr beide habt nun die Aufgabe, abzuzählen und zu teilen", so Peters. Da möchte man fast meinen, die Mathematiklehrer hätten das Ergebnis beeinflusst.

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Wirtschaft/PolitikSamstag, den 20. September 2008

Energiemesse in der Rhein-Sieg-Halle

Energieeffizienz und die Nutzung der erneuerbaren Energien Sonne, Biomasse, Wasser, Wind und Erdwärme sind die beiden großen Themen der Messe ?Umwelt 2008 Siegburg?, die am 20. und 21. September in der Rhein-Sieg-Halle stattfindet.

Mit dabei ist auch die Wirtschaftsförderung des Kreises, die zusammen mit der Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg und der Kreissparkasse Köln einen Gemeinschaftsstand stellt. Dieser steht unter dem Motto 'Meisterhaft Energie sparen'. Experten aus drei Innungen der Kreishandwerkerschaft informieren über die energetische Sanierung von Gebäuden, die Kreissparkasse Köln über Finanzierungen und mögliche Fördermittel, die dafür erhältlich sind.

Insgesamt referieren 60 Aussteller aus den Bereichen Handwerk, Industrie und Dienstleistung über energieeffizientes Bauen, Energieeinsparung im Haus und Wohnen mit erneuerbaren Energien. Die Messe ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist kostenlos.

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BlaulichtFreitag, den 19. September 2008

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm - das musste in der Nacht zum Freitag auch die Ruppichterother Feuerwehr mehr oder weniger leidig erfahren. In der Wilhelmstraße stürzte unter der Last zahlreicher reifer Früchte der Ast eines Apfelbaumes auf die Fahrbahn und blockierte diese vollständig. Mit Schippen und Mund trat man der Herausforderung entgegen, in den angrenzenden Garten und den Magen beförderte die vier Mann starke Besatzung das wohlschmeckende Stürz-Obst.

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BlaulichtMittwoch, den 17. September 2008

Unfall ging glimpflich aus

Den Feierabendverkehr auf der Brölstraße hat am Mittowoch ein Unfall ins Stocken gebracht. Laut Zeugenaussagen fuhr ein 37-jähriger Rollerfahrer aus Neunkirchen-Seelscheid aus Wolperath kommend auf die B478 auf, brach sein Abbiegemanöver aufgrund des dichten Verkehrs jedoch immer wieder ab. Sein letzter Versuch wurde ihm zum Verhängnis. Mit einer Gefahrenbremsung verhinderte der Fahrer eines Opel Corsa Schlimmeres, touchierte lediglich den Roller des Abbiegenden. Dieser stürzte, ein Rettungswagen transportierte ihn mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Der 37-Jährige stand wohl so stark unter Schock, dass er nicht einmal mehr sein Alter angeben konnte. Der Sachschaden wird von der Polizei auf rund 1000 Euro geschätzt.

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MagazinDienstag, den 16. September 2008

10 Jahre Ökumenisches Kirchfest

Miteinander feiern, gemeinsam handeln, einander schenken. Zehn Jahre ist es her, dass das ökumenische Kirchfest in Ruppichteroth unter diesem Motto ins Leben gerufen wurde. Katholische und evangelische Kirche verzichten dabei auf eigene Veranstaltungen und lassen den Erlös einem guten Zweck zukommen. Bisher gingen die Spenden an Projekte im Ausland, dieses Mal jedoch an die im Mai gegründete Ruppichterother Lebensmittelausgabe 'Die Tafel' (Opens external link in new windowwir berichteten). ?Um auch die Not vor Ort kleiner werden zu lassen?, erklärt Pfarrer Hans-Wilhelm Neuhaus.

Eröffnet wurde schon einen Tag zuvor mit einem ökumensichen Gottesdienst. Ganz vermischten sich die christlichen Konfessionen dann doch nicht, parallel fanden am nächsten Morgen Familiengottesdienste in den beiden Kirchen statt. Danach strömten die Besucher auf das Gelände des evangelischen Gemeindehauses 'Die Arche'.Schwämmewerfen, Dorfrallye oder Schrubberfußball beschäftigten die Kleinen. ?Wichtig ist uns aber auch das generationsübergreifende Miteinander?, so Neuhaus. Das gelang, in der Cafeteria oder am Bierpils kam man ins Gespräch.

Die Ökumene in Ruppichteroth hat lange Tradition. Seit 1971 wird die einzige ökumensiche Bücherei in ganz Nordrhein-Westfalen betrieben. 2001 konnte der neu gegründete ökumensiche Diakonieverein mit Mitgliedern aus Presbyterium und Pfarrgeemeinderat den viergruppigen Kindergarten 'Unter'm Regenbogen' in gemeinsamer Trägerschaft übernehmen. Dieses Jahr erfuhr die Ruooichterother Lebensmittelausgabe großen Zulauf von freiwilligen Helfern aus den beiden christlichen Kofessionen. Ohne diese Unterstützung würde man die stetig steigenden Anzahl an Bedürftigen ? seit Mai von 100 auf rund 250 ? nicht mehr bedienen können. ?In Ruppichteroth lässt sich Ökumene als ein Prozess sehen und begreifen, der sich von der Basis her aufbaut und ein ganzes Dorfleben maßgeblich gestaltet?, fügt Pfarrer Neuhaus hinzu.

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MagazinDienstag, den 16. September 2008

Hoch hinaus beim Jubiläumsturnier

Hochzufrieden zeigten sich die Organisatoren des Jubiläumsturniers, das am Wochenende in Winterscheid auf dem Achim-Stöver-Sportplatz stattfand. Die Alten Herren des TuS Winterscheid hatten wohl mit dem Wettergott einen Vertrag abgeschlossen, denn nach anfänglichen Startschwierigkeiten am Freitagabend ließ sich immer wieder die Sonne blicken.

Während der drei Tage wurde natürlich viel Fußball gespielt. Das AH-Turnier am Freitag entschied der TuS Birk für sich. Auf den Silber- und Bronzeplätzen folgten VfR Marienfeld und  SV Rossenbach. Besonders spannend verliefen die Turniere der Ortsvereine, an denen 15 Mann- und Frauschaften teilnahmen. Das Profiturnier gewannen die Sunday Kickers, die sich gegen die zumeist wesentlich jüngeren Gegner durchsetzten. Das Sonntags-Trining hatte sich wohl gelohnt. Danach platzierten sich in dem Achter-Feld die Berner Elf von 1954, der FC Hoffnungslos und die Back Shop Boys. Bei den Amateuren siegten überraschend die Original Hells Pälz. Das Coach Team kam auf den zweiten, die Volleyball KO KG auf den dritten Platz. Die TuS Tussen erkämpften sich den vierten von sieben Plätzen.

Das Einlagespiel am Sonntag zwischen den AH TuS Winterscheid und dem Bröltaler SC 03 entschieden die Gäste mit 1:0 für sich. Torschütze war Rolf Hänscheid. In der Meisterschaft der ersten Mannschaft des TuS passte man sich der hohen spielerischen Qualität der Vorgänger an. Im Spitzenspiel gegen die Gäste aus Mühleip setzte es eine 0:1-Niederlage. Am Rande bestaunten die zahlreichen Zuschauer den Sponsorenlauf für die Finanzierung des Kunstrasenplatzes. Wer sich einen Überblick über das Gedränge verschaffen wollte, konnte den sechs Meter hohen Himalaja-Kletterturm erklimmen. Direkt daneben wartete ein Formel-1-Fahrsimulator darauf, über virtuelle Pisten gejagt zu werden. Gerüchte besagen, es sei kein Zufall gewesen, dass ausgerechnet an diesem Wochenende ein deutscher Fahrer ein Formel-1-Rennen gewann. Krönender Abschluss war die große Verlosung, die Gewinnliste gibt es als Initiates file downloadPDFzum Download .

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BlaulichtDienstag, den 16. September 2008

22-Jährige lebensgefährlich verletzt

Schwer verletzt wurde am Montag eine 22-jährige Waldbrölerin. Bei dem Versuch, ein Fahrschulauto auf der langen Geraden der Bröltalstraße bei Ziegenhardt zu überholen, verlor sie die Kontrolle über ihr Fahrzeug und prallte mit der Fahrerseite gegen einen Baum.

Während sie überholte, bog ein 21-Jähriger mit seinem PKW aus der Ortschaft Bech kommend auf die B478 ab. Als er den Überholvorgang der Waldbrölerin bemerkte, brach er sein Abbiegemanöver jedoch sofort ab. Die 22-Jährige scherte abrupt vor dem Fahrschulwagen ein, um einen Zusammenprall zu vermeiden. Dabei geriet sie ins Schleudern und fuhr gegen den am Straßenrand stehenden Baum.

Die im Wrack Eingeklemmte erlitt lebensbedrohliche Verletzungen und musste von der Feuerwehr befreit werden. Ein Rettungshubschrauber flog sie anschließend in eine Spezialklinik. Mit Totalschaden wurde ihr PKW abgeschleppt, die Straße blieb für etwa eine Stunde gesperrt.

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SportMontag, den 15. September 2008

Neuzugänge für den Bröltaler SC

Drei neue Spieler verstärken seit kurzem die 1. Mannschaft des Bröltaler SC. Darunter zwei bekannte Gesichter, Eugen Töws (links) und Marcus Wirths (mitte). Töws kehrte nach einjährigem Gastspiel beim TuS Schladern zurück ins Bröltal. Seinen zweiten Einsatz gegen Dattenfeld belohnte der 28-Jährige prompt, gleich vier mal konnte er sich beim 5:1 Sieg in die Torschützenliste eintragen. Nach sieben Jahren TuS Birk fand Marcus Wirths (34) wieder zum BSC. Noch vor der Fusion zum neuen Verein spielte er lange Zeit bei der Spvgg. Ruppichteroth und soll mit der in Birk gesammelten Kreisliga-A Erfahrung die Defensive verstärken. Der Dritte im Bunde ist Defensivmann Torsten Schlundt (27). Er zog in die Gemeinde Ruppichteroth und spielte zuvor beim FC Schwadorf aus dem Rhein-Erft-Kreis in der A- und B-Klasse.

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BlaulichtMontag, den 15. September 2008

Große Schäden durch Graffiti

Zahlreiche Graffitischmierereien haben bislang Unbekannte in der Nacht zum Samstag gesprüht. Mit hellblauer und silberner Farbe wurden Gebäudeteile in neun Ortschaften verunreinigt. Entlang der Brölstraße waren Bushäuschen die Ziele der Täter, in Ruppichteroth wurden an der Wilhelmstraße, Burgstraße, Marktstraße und am Sonnenhang Mauern und Garagentore bemalt. Ebenso der Anbau und die Fluchttüre der Hauptschule. Der entstandene Sachschaden wird insgesamt auf mehrere tausend Euro geschätzt. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei unter 02241 - 5 41 34 21 zu melden.

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BlaulichtSonntag, den 14. September 2008

Auto brannte nach Unfall aus

Ein 20-Jähriger Winterscheider steht unter Tatverdacht, in der gestrigen Nacht nach einem Unfall geflüchtet zu sein. Wegen überhöhter Geschwindigket kam er von der Schmelztalstraße bei Kuchem ab und raste in ein zwei Meter langes Mauerstück. Jäger Helmut Franken konnte das Unglück vom Hochsitz aus beobachten. "Ich hörte schon beim Anfahren quietschende Reifen, dann krachte es plötzlich", erzählt er. Im Graben kam das Fahrzeug zum stehen, entzündete sich und brannte bis zum Eintreffen des Löschzuges aus Winterscheid völlig aus. Der Fahrer befreite sich selbstständig, irrte aber zunächst auf der Fahrbahn herum. "Ich fragte ob alles in Ordnung sei, da rannte er in den Wald", berichtet Gabi Cosenco, die als erste Verkehrsteilnehmerin die Unfallstelle vorfand.

Da man die Verletzungen des Verunfallten nicht einschätzen konnte und jede Spur von ihm fehlte, wurden die Hundestaffeln der Johanniter und des Roten Kreuzes hinzugezogen. Mit Flächenhunden, die im Allgemeinen nach Verletzten suchen, und so genannten 'Mantrailern', die beispielsweise durch Kleidungsstücke eine bestimmte Fährte aufnehmen, durchkämmten die Spezialkräfte das Gelände. Zusätzlich überwachte ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera die Umgebung. Nach drei Stunden wurden die Suchmaßnahmen vorübergehend eingestellt.

Am Sonntag Morgen meldete sich der mutmaßliche Fahrer aus dem Eitorfer Krankenhaus. Gegenüber der Polizei gab er an, das Krankenhaus lediglich wegen schmerzender Füße aufgesucht zu haben, weil er die ganze Nacht unterwegs gewesen sei. Zum Unfall selbst machte er keine Angaben, Alkohol- und Drogentest verliefen negativ.

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BlaulichtSonntag, den 14. September 2008

Betrunkene Frau fährt in Garagentor

Die Anwohner eines Einfamilienhauses in Ruppichteroth wurden in der Nacht zum Sonntag unsanft aus den Schlaf geweckt. Eine volltrunkene Fahranfängerin aus Neunkirchen-Seelscheid fuhr mit ihrem VW in die Einfahrt des Hauses und rammte anschließend das Garagentor. Beim vergeblichen Versuch, im Vorwärtsgang zurückzusetzen, drückte sie das Tor weiter ein und beschädigte dabei das dahinter stehende Fahrzeug leicht. Kurze zeit später stellte sich heraus, dass die junge Dame zuvor mit einer Freundin, nur ein paar Häuser weiter, gefeiert hatte. Die dazugerufenen Polizisten brachten sie zur Blutentnahme und Ausnüchterung auf die Wache.

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MagazinSamstag, den 13. September 2008

Litterscheider Bolzplatz eingeweiht

Mit Spiel und Musik hat der Bolzplatz in Litterscheid seine Pforten geöffnet. Nach dem zusammen gesungenen 'Litterscheid Lied' zerschnitt Bürgermeister Drawz die Schnur zum neuen Grün, anschließend gab es ein Einlagespiel. Auf das Alter wurde dabei keine Rücksicht genommen, Eltern wie Kinder traten vor den Ball.

Schon 2003 erfolgte die Grundsteinlegung, im letzten Jahr musste der Platz nach einer Sicherheitsüberprüfung stillgelegt werden. Rund 5000 Euro und viele helfende Hände der Dorfgemeinschaft waren nötig, um alle Mängel zu beseitigen. Kreissparkasse Köln und Raiffeisenbank Much-Ruppichteroth beteiligten sich mit großzügigen Spenden an den Materialkosten.

Litterscheid ist relativ gesehen das kinderreichste Dorf der Gemeinde Ruppichteroth, von 240 Einwohnern sind 65 Kinder unter 16 Jahren alt. Umso wichtiger wurde die Neueröffnung des Bolzplatzes, "der Treffpunkt Nummer eins zum gemeinsamen Kick war", erklärt Lothar Reining, Bauleiter des Projektes und scherzhaft "Sklaventreiber" genannt. In Zukunft werden sich Jung und Alt wieder betätigen können. Denn für viele steht fest: Lieber auf dem Bolzplatz, als vor dem Fernseher.

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RegionFreitag, den 12. September 2008

Neuer Rettungswagen für Ruppichteroth

Rund 110 000 Euro hat der neue Rettungswagen für die Ruppichterother Wache der Johanniter und des Roten Kreuzes gekostet. Nachdem sich die Reparatur des alten Mercedes Sprinter nicht mehr rentierte, wurde die vom Kreis schon lange geplante Neuanschaffung vorangetrieben.

Das 150 PS starke, 120km/h schnelle und über 2 Tonnen schwere Fahrzeug auf der Basis des neuen Mercedes Sprinter bietet neben einer moderneren medizinischen Ausrüstung vor allem mehr Platz im Patientenraum. Möglich wird dies durch einen Aluminium-Gerippeaufbau, der so konzipiert ist, dass ein kompletter Austausch des Fahrgestelles nach Unfall oder hoher Laufleistung möglich ist. Eine Rückfahrkamera wirkt da zwar eher wie technische Spielerei, dennoch bietet sie vor allem bei Großveranstaltungen Sicherheit im Rückwärtsgang.

Insgesamt 650 000 Euro investierte der Rhein-Sieg-Kreis in neue Rettungsfahrzeuge. Drei neue Rettungswagen für die Wachen Ruppichteroth, Neunkirchen-Seelscheid und Rheinbach, zwei Notarztwagen für Eitorf und Rheinbach, sowie ein Logistik-LKW und ein Gerätewagen Atemschutz für das Kreisfeuerwehrhaus in Siegburg wurden angeschafft.

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MagazinDonnerstag, den 11. September 2008

Helfen, anderen Menschen zu helfen

Etwas Sinnvolles tun, das Gefühl haben, gebraucht zu werden, neue Menschen kennen lernen, sich ausprobieren, Verantwortung übernehmen, Ausgleich zur Arbeit, eigene Ideen verwirklichen.

Das Alles bietet die DRK Bereitschaft Ruppichteroth-Winterscheid. Zur Zeit wird Nachwuchs gesucht, um die abwechslungsreichen Funktionen des Ortsvereines durchzuführen. Schwerpunktmäßig liegt die Arbeit in Sanitätsdiensten bei Veranstaltungen, Betreuung bei Seniorentreffen, durchführen von Erste Hilfe-Kursen, Lehrgänge für lebensrettende Sofortmaßnahmen oder Blutspendeterminen. Darüber hinaus umfasst das Aufgabenspektrum noch Vieles mehr.

Aber auch ganz eigene Vorstellung von Engagement im Roten Kreuz wird gefördert. "Man kann viel gewinnen, aber nichts verlieren. Für jeden ist ein Engagementfeld im Roten Kreuz vorhanden", erklärt Gerd Biallas, Mitglied des DRK Ruppichteroth-Winterscheid.

Informationen gibt es bei Bereitschaftsleiter Karl-Heinz Nagel (02295 -12 09), Peter Warzecha (02247 - 35 65) und Erste Hilfe-Ausbilder Ralf Heinrich (02295 - 28 39).

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RegionMittwoch, den 10. September 2008

Teilweise freie Fahrt für Mofas

Ab sofort dürfen Mofa-Fahrer generell alle ausgewiesenen Radwege außerhalb geschlossener Ortschaften benutzen. Dies sieht eine aktuelle Änderung der Straßenverkehrsordnung vor. Bisher konnten nur solche Radwege befahren werden, die durch eine entsprechende zusätzliche Hinweis-Beschilderung für Mofas freigegeben waren.

?Durch die generelle Freigabe der Radwege außerorts entfällt die Anordnung der Zusatzzeichen. Damit wird ein weiterer Beitrag zum Abbau des Schilderwaldes geleistet?, erläutert Dieter Siegberg, Leiter des Straßenverkehrsamtes. Innerhalb geschlossener Ortschaften bleibt es bei der bisherigen Regelung. Das heißt, hier dürfen Mofas auch weiterhin nur auf Radwegen fahren, wenn dies mit dem Zusatzzeichen 'Mofas frei' erlaubt wird. Schieben darf man natürlich immer.

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SportDienstag, den 9. September 2008

Mit Engagement und Leistung zum Sportförderpreis

Seit 2001 vergibt die Kreissparkassenstiftung für den Rhein-Sieg-Kreis jedes Jahr den Sportförderpreis. Im Dezember wird der mit 10 000 Euro dotierte Preis durch den Landrat des Kreises übergeben. Die Bewerbungsphase läuft noch bis zum 2. Oktober.

Sportlerinnen, Sportler und Sportvereine des Rhein-Sieg-Kreises sind eingeladen, sich mit herausragenden sportlichen Leistungen oder außergewöhnlichem sozialem Engagement als Einzelmämpfer, Gruppen oder ganze Mannschaften zu melden. Bis zu 5000 Euro werden im Leistungssektor vergeben, an Einzelsportler oder Mannschaften. Mit ebenfalls 5000 Euro wird eine Maßnahme eines Sportvereins ausgezeichnet, die beispielhaften gesellschaftlichen und sozialen Einsatz aufweist.

In einer Jury aus den Mitgliedern des Beirates Sport, einem Mitglied des Vorstandes der Kreissparkassenstiftung und dem Preisträger des Förderpreises des Vorjahres wird entschieden. Weitere Informationen sind in einer Broschüre als Initiates file downloadDownload (PDF) erhätlich. Bis zum 2. Oktober 2008 muss eine Beschreibung des Projektes oder ein Leistungsnachweis an die Kreissparkassenstiftung gerichtet werden.

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MagazinDienstag, den 9. September 2008

Qualmende Reifen an der Baustelle

Eigentlich sollte die Baustelle in Ruppichteroth zum zweiten Bröltaler Familiensonntag von der Fahrbahn verschwunden sein. Stattdessen mussten sich Aussteller mit ein wenig Platzmangel und Bauplatzflair arrangieren. Die Gäste schien dies kaum zu stören, von Anfang bis Ende waren die rund 40 Stände an der Brölstraße gut besucht.

Der Renner war, im wahrsten Sinne des Wortes, ein Treppenlifthersteller. Zum Testfahren gab es Elektrorollstühle. Vor allem bei den Jugendlichen stießen die sechs km/h schnellen Flitzer auf Begeisterung, da wurde die Promenade schnell zur Rennstrecke. Für die Jüngeren gab es im Möbelhaus eine der größten mobilen Carrera-Bahnen Europas. Reifen qualmten bei der Quad Stuntshow auf dem Parkplatz, Überschläge und Sprünge inbegriffen. Für die ruhigen Momente fand sich ein Wellness-Zelt ein, gegenüber schminkte der örtliche Friseur Kinder im Akkord. Auf zwei Bühnen spielten der Bröltaler Musikverein und Bands wie 'Mir zwei die zwei'. Auch das Handwerk war vertreten, aus Schiefertafeln konnte man die verschiedensten Formen zimmern. Dabei schaute natürlich immer ein geschultes Auge über die Schulter, bei Bedarf wurde nachgeholfen. 

Am Rande der Veranstaltung musste das DRK neben kostenlosem Blutdruckmessen auch sein Fachwissen bereitstellen. Ein Junge stürzte beim Inliner fahren und suchte den Stand auf. Die Sanitäter diagnostizierten eine Fraktur, rieten zu einem Besuch im Krankenhaus. Zwei Stunden später war man wieder vor Ort, mit Gips am Arm.

"Gewerbe- und Leistungsschau gibt es überall, bei uns stand die Familie und der Spaß im Vordergrund. Fast jeder Aussteller war dazu verpflichtet, eine Familienaktion zu arrangieren", erklärt Markus Neuber, Mitglied des 'Schaufensters'. Auch im nächsten Jahr soll die neu geschaffene Tradition des Gewerbevereins und Organisators 'Schaufenster Ruppichteroth' fortgesetzt werden. Dann voraussichtlich auf der komplett sanierten Brölstraße, ohne Baustellenampeln und Schutthaufen.

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MagazinMontag, den 8. September 2008

Bröltaler Allerlei aufgetischt

Nahezu kulinarisch wurde es am Wochenende in der Bröltalhalle. Der Bröltaler Musikverein lud zum Herbstkonzert, als Gäste standen die Musik-Köche von 'Brass Buffet' auf der Bühne.

Mit einem pompösen 'Preußens Gloria' eröffnete der Musikverein die diesjährige Veranstaltung. Dass sich die 33 Bläser und ein Schlagzeuger nicht nur eines Genres bedienten, wurde im Anschluss deutlich. Unter Dirigent Robert Engelberth wurde Westernstimmung in die volle Halle gebracht. Bei 'Hang 'em high' schwang dieser den Stab genau so schnell und präzise, wie einst Clint Eastwood den Colt. Ein 'Mitternachtsblues' brachte danach Ruhe und Abwechslung, ehe man sich mit dem 'Venezia Marsch' verabschiedete.

Auch der Nachwuchs war an diesem Abend vertreten. Das 24-köpfige Jugendorchester um Marcus Kanzler fegte mit Pop-Klängen frischen Wind ins Publikum, ehe 'Brass Buffet' nach einer Pause ihr Menü präsentierten. Die siebenköpfige Band mit Kochmützen, die sich selbst als 'Hot cooking Street Band' bezeichnen, starteten wie die Gastgeber mit einem Marsch ins Programm. 'Annen Polka' und der 'Abschied der Slawin' komplettierten das Buffet. Eigentlich waren noch zwei Medleys geplant, die Vorführung hätte jedoch den zeitlichen Rahmen gesprengt. Ebenfalls der Kürzung fiel 'Is this the way to Amarillo' zum Opfer. Letzteres war dann doch nicht so schlimm, schließlich dürfte das Lied nach 'Christoph goes Linus' dem Gros der Ruppichterother mehr als bekannt sein.

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BlaulichtSamstag, den 6. September 2008

Feuerwehr im Dauereinsatz

Das Unwetter der letzten Nacht hinterließ Spuren in der Region. Während Ruppichteroth und die Berggemeinden von Schäden größtenteils verschont blieben, waren die Feuerwehren der umliegenden Orte im Dauereinsatz. Lediglich eine Tanne geriet durch einen Blitz in Remschoß in Brand. Das kleine Feuer war durch die Einsatzkräfte aus Neunkirchen-Seelscheid jedoch schnell gelöscht.

Am laufenden Band musste die Hennefer Feuerwehr ausrücken, umgestürzte Bäume blockierten die Verkehrswege. Gegen 22.30 Uhr schlug ein Blitz in den Dachstuhl eines Reihenhauses ein. Der sich daraus entwickelnde Brand konnte rasch unter Kontrolle gebracht werden, der Löschzug war ohnehin in Alarmbereitschaft. Über Bad Honnef zog eine Art Windhose hinweg, ein Baum begrub ein vorbeifahrendes Auto unter sich. Der Fahrer wurde leicht verletzt.

Für die nächsten Tage liegen keine Unwetterwarnungen vor, trotzdem bleibt es am Wochenende regnerisch und windig.

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MagazinFreitag, den 5. September 2008

O'zapft is - auch in Ruppichteroth!

Am 20. September heißt es wieder ?O'zapft is? in Ruppichteroh. Das Akkordeon Orchester jmk Ruppichteroth feiert sein drittes Bayerisches Fest in der Bröltalhalle. Zu Gast sind die original 'Widderstein Buaba' aus dem Kleinwalsertal, die schon beim letzten blau-weißen Abend Bierzeltstimmung in in die Turnhalle zauberten. Schmankerl wie Leberkäs, Haxn, Kasseler und Brezn werden frisch serviert, da darf natürlich nicht das Paulaner Oktoberfestbier vom Fass fehlen.

Eröffnet wird das Fest um 20 Uhr mit Freibier und Fassanstich, Einlass ist ab 19 Uhr. Karten sind bei allen Vereinsmitgliedern, der Raiffeisenbank Ruppichteroth, der Kreissparkasse Ruppichteroth und EP Müller zum Preis von 10 Euro (Abendkasse 12 Euro) erhältlich. Telefonische Bestellung unter 0172 ? 8 19 16 54.

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RegionFreitag, den 5. September 2008

Schwarzgelber Ritter

Der Schwalbenschwanz (lat. Papilio machaon) ist eine Wärme liebende Schmetterlingsart. Obwohl er unter das Artenschutzegesetz fällt, gilt er in Nordrhein-Westfalen als gefährdet. Oft fällt die überwinternde Generation kalten und nassen Sommern zum Opfer. Ebenso hemmen intensive Weidewirtschaft und das Abschneiden von Puppen tragenden Stängeln das Wachstum.

Wer jetzt im Garten nach seinen Möhren oder dem Fenchel schaut, kann dort vereinzelt die bis zu fünf Zentimeter großen Raupen entdecken. Sie sind grün oder weiß, schwarz geringelt und rot gepunktet. Aktuell fressen die Raupen an den Blättern und Blüten von Doldenblütlern, bevor sie einen geschützten Ort zum Verpuppen und Überwintern aufsuchen.

Im nächsten Mai schlüpft der Falter, der seinen Namen den ausgezogenen Hinterflügeln verdankt, die an die Schwanzgabeln der Schwalbe erinnern. Die Namensgeber sahen in den Fortsätzen eher ein Messerchen. Und da Messer gemeinhin von Kämpfern oder Rittern getragen werden, bekam die ganze Schmetterlingsfamilie den Namen 'Ritterfalter'. Doch tatsächlich ist der Falter wehr- und harmlos. Nur wenn die Raupe gereizt wird, stülpt sie eine grelle orangefarbene Nackengabel aus. Diese, mit stinkendem Sekret gefüllten, Drüsenschläuche sollen vor allem Ameisen vertreiben.

Das Umweltamt des Rhein-Sieg-Kreises gibt folgende Tipps zum Artenschutz des Schwalbenschwanzes:

Pflanzen Sie für den Falter einheimische blau- oder violettblühende Blumen und Stauden an. Typisch sind Dost, Flockenblumen, Disteln und der nicht einheimische Sommerflieder. Sie eignen sich auch als Farbtupfer in einer unaufgeräumten Ecke des Gartens.
Da die Eier an Doldenblütlern wie Möhre, Fenchel, Dill oder Petersilie abgelegt werden und die Raupen niemals die Pflanze kahl fressen, sollte man auch diese Pflanzen blühen lassen und die Raupen nicht absammeln.
Reduzieren Sie den Pflegeaufwand im Garten und lassen Sie die Stängel der Pflanzen, die Puppen tragen, über den Winter stehen.

Weitere Fragen beantwortet das Umwelttelefon unter 02241 - 13 22 00.

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MagazinDonnerstag, den 4. September 2008

Kleine Künstler ganz groß

Die Wände im Erdgeschoss des Schönenberger Rathauses bleiben bunt. Nach der Ausstellung von Ute Jaeschke-Stommel hängen dort in den nächsten Wochen verschiedenste Kunstwerke kleiner Künstler. 14 Kinder pinselten bei der Ferienpassaktion ?Sommer-Kunst 2008? unter der Leitung von Hildegard Woiwotka-Stommel mit Aquarell- und Acrylfarben. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Formen und Farben erinnern an die Werke Mirots, ebenso wurde sich der Abdrucktechnik bedient.

Eigentlich war der fünftägige Kurs nur für zehn Personen ausgelegt, am Ende waren es dann 14. Da möchte man meinen, dass ein heilloses Durcheinander herrschte. ?Die Kinder waren völlig konzentriert beim malen?, widerlegt Woiwotka-Stommel, ?trotzdem war ich danach ganz schön platt?, fügt sie hinzu. Jahrzehntelang war sie Lehrerin, interessierte sich schon immer für die Kunst. ?Leider wird die abstrakte Malerei zu wenig gefördert. Kunst ist schön, wenn der Hund wie ein Hund aussieht?, erklärt sie. Die Kreativität bleibe da meist auf der Strecke.

Hausherr Hartmut Drawz war jedenfalls begeistert von der Ausstellung. ?Ich könnte sowas nicht?, schmunzelte er bei der Eröffnungsfeier. Zum Schluss überreichte ihm das Geburtstagskind Hans Hüppelshäuser im Namen der Truppe ein Gemeinschaftsbild. Wie ein Puzzle ist es zusammengesetzt, jeder der sieben bis 15-Jährigen malte einen Teil. ?Damit die Wände auch schön bleiben?, lautete Hans Widmung.

Bis zum 2. Oktober können die Bilder zu den regulären Öffnungszeiten im Rathaus betrachtet werden.

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