Nachrichtenarchiv

RegionDienstag, den 30. September 2008

Kreise fördern Integration - Landrat spricht vor Deutschem Landkreistag

Zuwanderung, Einwanderung, Migration, Integration - das seien Stichworte, die seit vielen Jahren immer wieder die politische und gesellschaftliche Diskussion bestimmen, erklärt Landrat Frithjof Kühn vor dem Deutschen Landkreistag in Radebeul. Bei knapp 7 Millionen Menschen deutschlandweit ohne deutschen Pass und mit insgesamt rund 15 Millionen Menschen, die einen Migrationshintergrund haben, sei Integration eine Schlüsselaufgabe der gesamten Gesellschaft.

Kühn führte aus, dass natürlich sehr viele Menschen aus Zuwandererfamilien bereits ihren Platz in der deutschen Gesellschaft gefunden hätten, es aber dennoch unübersehbare Integrationsprobleme gebe. Diese äußerten sich in Form von mangelhaften Deutschkenntnissen, die wiederum zu schlechten Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten führten, damit ein Grund für höhere Arbeitslosigkeit seien und teilweise sogar verantwortlich seien für eine höhere Kriminalitätsrate im Vergleich zur Gesamtbevölkerung. Dem Zufall dürfe man das Zusammenleben in unserem Land daher keinesfalls überlassen. Ebenso wenig ausschließlich der Gesetzgebung: ?Wir alle müssen an der gesellschaftlichen Integration von Zuwanderern arbeiten.?

Eine bedeutsame Rolle spielten dabei laut Kühn die Kommunen. Denn die Auswirkungen jeglicher Integrationsbemühungen seien unmittelbar vor Ort in den Städten und Gemeinden spürbar. Integration müsse vor Ort gelebt werden. Und es sei Aufgabe des Bundes und der Länder, den Kommunen die rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Im Rhein-Sieg-Kreis, so fbeschrieb der Landrat in seiner Rede, gebe es schon seit 20 Jahren einen Neubürgerbeauftragten, der als Ansprechpartner und Vermittler für Zuwanderer da sei. Einbürgerungen würden feierlich begangen, damit sich eingebürgerte Menschen willkommen geheißen und als deutsche Staatsbürger fühlten. Das vorhandene Angebot an Integrationsinitiativen müsse koordiniert und Neues angestoßen werden. Zu diesem Zweck wurde beim Kreis eine 'Fachstelle Integration' eingerichtet, die als Koordinationspunkt sowohl innerhalb der Kreisverwaltung, als auch mit den kreisangehörigen Kommunen, Verbänden, Organisationen und politischen Gremien zusammenarbeitet.

Weiterhin sei von großer Bedeutung, Integration und bürgerschaftliches Engagement miteinander zu verbinden - im Rhein-Sieg-Kreis bemühe sich die Freiwilligenagentur erfolgreich darum. Dazu kämen Sportvereine, für die ein zusätzlicher Anreiz, aktiv Integration voranzubringen, eine Auszeichnung der Sportstiftung der Kreissparkasse darstelle. Nicht zuletzt sei Sprache der Dreh- und Angelpunkt aller Integrationsinitiativen. Ohne sie könne Integration nicht gelingen. Daher müssten sowohl Angebote zur Sprachförderung vorhanden sein, als auch die Bereitschaft zur Spracherlernung gefordert werden.

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RegionMontag, den 29. September 2008

Neue Leiterin der 'Psychologischen Beratungsdienste'

Nachdem die Mitglieder des Kreisausschusses zuletzt Maria Buchholz-Engels als Amtsleiterin einstimmig bestätigt haben, führt sie die Psychologischen Beratungsdienste des Kreises nicht mehr nur kommissarisch, sondern auch offiziell. Zuvor leitete sie die Abteilung des Schulpsychologischen Dienstes.

Die Psychologischen Beratungsdienste des Rhein-Sieg-Kreises umfassen den Schulpsychologischen Dienst in Siegburg, sowie die Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern, Erziehungs- und Familienberatung in Siegburg mit Nebenstellen in Eitorf, Rheinbach und Bornheim. Weitere Informationen gibt es unter der Rufnummer 02241 - 13 27 10 oder auf Opens external link in new windowwww.rhein-sieg-kreis.de. Öffnungszeiten der Beratungsstelle in der Mühlenstraße 49 in Siegburg sind montags bis donnerstags von 8.30 bis 12 Uhr und von 14  bis 16.30 Uhr sowie freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr; darüber hinaus gibt es auch Termine nach Vereinbarung.

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RegionSamstag, den 27. September 2008

Das 'Freizeitmagazin' - auch im Oktober für Sie da

Ab heute informiert Sie das 'Freizeitmagazin' wieder in Wort und Bild über Veranstaltungen im September und Ankündigungen zum Oktober. Entdecken Sie interessante Rückblicke in der Region und nehmen Sie teil am bevorstehenden, bunten Programm zum Herbst. Für die Herbstferien finden beispielsweise Jugend-Workshops statt und das Finale des Bandcontests in Much. Konzerte, Kunstausstellung, Oldieabend und Pflanzen-Tauschbörse finden sicherlich Zuspruch bei vielen Interessierten. Dies vorab, als Ausschnitt der unterhaltsamen Möglichkeiten im kommenden Monat. Die Redaktion nimmt Hinweise zu Kultur, Sport, Kitas, Schulen, Vereinen und weiteren Institutionen gerne entgegen. Auch Ihre Beiträge sind willkommen und bieten Gelegenheit, sich einer großen Leserschaft mitzuteilen. Viel Spaß mit dem Oktober-Angebot für Ihre Freizeit wünscht das Team des 'Freizeitmagazins'.

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RegionFreitag, den 12. September 2008

Neuer Rettungswagen für Ruppichteroth

Rund 110 000 Euro hat der neue Rettungswagen für die Ruppichterother Wache der Johanniter und des Roten Kreuzes gekostet. Nachdem sich die Reparatur des alten Mercedes Sprinter nicht mehr rentierte, wurde die vom Kreis schon lange geplante Neuanschaffung vorangetrieben.

Das 150 PS starke, 120km/h schnelle und über 2 Tonnen schwere Fahrzeug auf der Basis des neuen Mercedes Sprinter bietet neben einer moderneren medizinischen Ausrüstung vor allem mehr Platz im Patientenraum. Möglich wird dies durch einen Aluminium-Gerippeaufbau, der so konzipiert ist, dass ein kompletter Austausch des Fahrgestelles nach Unfall oder hoher Laufleistung möglich ist. Eine Rückfahrkamera wirkt da zwar eher wie technische Spielerei, dennoch bietet sie vor allem bei Großveranstaltungen Sicherheit im Rückwärtsgang.

Insgesamt 650 000 Euro investierte der Rhein-Sieg-Kreis in neue Rettungsfahrzeuge. Drei neue Rettungswagen für die Wachen Ruppichteroth, Neunkirchen-Seelscheid und Rheinbach, zwei Notarztwagen für Eitorf und Rheinbach, sowie ein Logistik-LKW und ein Gerätewagen Atemschutz für das Kreisfeuerwehrhaus in Siegburg wurden angeschafft.

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RegionMittwoch, den 10. September 2008

Teilweise freie Fahrt für Mofas

Ab sofort dürfen Mofa-Fahrer generell alle ausgewiesenen Radwege außerhalb geschlossener Ortschaften benutzen. Dies sieht eine aktuelle Änderung der Straßenverkehrsordnung vor. Bisher konnten nur solche Radwege befahren werden, die durch eine entsprechende zusätzliche Hinweis-Beschilderung für Mofas freigegeben waren.

?Durch die generelle Freigabe der Radwege außerorts entfällt die Anordnung der Zusatzzeichen. Damit wird ein weiterer Beitrag zum Abbau des Schilderwaldes geleistet?, erläutert Dieter Siegberg, Leiter des Straßenverkehrsamtes. Innerhalb geschlossener Ortschaften bleibt es bei der bisherigen Regelung. Das heißt, hier dürfen Mofas auch weiterhin nur auf Radwegen fahren, wenn dies mit dem Zusatzzeichen 'Mofas frei' erlaubt wird. Schieben darf man natürlich immer.

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RegionFreitag, den 5. September 2008

Schwarzgelber Ritter

Der Schwalbenschwanz (lat. Papilio machaon) ist eine Wärme liebende Schmetterlingsart. Obwohl er unter das Artenschutzegesetz fällt, gilt er in Nordrhein-Westfalen als gefährdet. Oft fällt die überwinternde Generation kalten und nassen Sommern zum Opfer. Ebenso hemmen intensive Weidewirtschaft und das Abschneiden von Puppen tragenden Stängeln das Wachstum.

Wer jetzt im Garten nach seinen Möhren oder dem Fenchel schaut, kann dort vereinzelt die bis zu fünf Zentimeter großen Raupen entdecken. Sie sind grün oder weiß, schwarz geringelt und rot gepunktet. Aktuell fressen die Raupen an den Blättern und Blüten von Doldenblütlern, bevor sie einen geschützten Ort zum Verpuppen und Überwintern aufsuchen.

Im nächsten Mai schlüpft der Falter, der seinen Namen den ausgezogenen Hinterflügeln verdankt, die an die Schwanzgabeln der Schwalbe erinnern. Die Namensgeber sahen in den Fortsätzen eher ein Messerchen. Und da Messer gemeinhin von Kämpfern oder Rittern getragen werden, bekam die ganze Schmetterlingsfamilie den Namen 'Ritterfalter'. Doch tatsächlich ist der Falter wehr- und harmlos. Nur wenn die Raupe gereizt wird, stülpt sie eine grelle orangefarbene Nackengabel aus. Diese, mit stinkendem Sekret gefüllten, Drüsenschläuche sollen vor allem Ameisen vertreiben.

Das Umweltamt des Rhein-Sieg-Kreises gibt folgende Tipps zum Artenschutz des Schwalbenschwanzes:

Pflanzen Sie für den Falter einheimische blau- oder violettblühende Blumen und Stauden an. Typisch sind Dost, Flockenblumen, Disteln und der nicht einheimische Sommerflieder. Sie eignen sich auch als Farbtupfer in einer unaufgeräumten Ecke des Gartens.
Da die Eier an Doldenblütlern wie Möhre, Fenchel, Dill oder Petersilie abgelegt werden und die Raupen niemals die Pflanze kahl fressen, sollte man auch diese Pflanzen blühen lassen und die Raupen nicht absammeln.
Reduzieren Sie den Pflegeaufwand im Garten und lassen Sie die Stängel der Pflanzen, die Puppen tragen, über den Winter stehen.

Weitere Fragen beantwortet das Umwelttelefon unter 02241 - 13 22 00.

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