Nachrichtenarchiv

Wirtschaft/PolitikDonnerstag, den 31. Dezember 2009

Grußwort zum Neuen Jahr

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

der Jahreswechsel bietet für viele die Gelegenheit, ein klein wenig inne zu halten und zu schauen ?wo stehe ich, wo will ich hin?. Ich wünsche Ihnen sehr, dass Sie die Zeit dazu finden. Auch für mich und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus ist das wichtig ? wir wollen mit einem klaren Blick ins Neue Jahr gehen. Mein persönlicher Rückblick auf 2009 ? das können Sie sich sicher vorstellen ? ist stark geprägt vom Wahlkampf um das Bürgermeisteramt in Ruppichteroth. Das liegt hinter mir, liegt hinter uns, und seit September steht die konkrete Arbeit im Rathaus im Mittelpunkt. Die ersten drei Monate, die ersten hundert Tage sind geprägt von vielen Antrittsbesuchen bei verschiedenen Institutionen und Vereinen sowie von vielen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern in meinen Sprechstunden, bei Terminen vor Ort und bei den zahlreichen Veranstaltungen in unserer Gemeinde. Das Einleben im Rathaus, das Kennenlernen und das Angehen von wichtigen und neuen Aufgaben haben ebenfalls die ersten Wochen nach meinem Amtsantritt geprägt. Die Ziele, die ich mir selbst gesteckt hatte, sind erreicht. Bildmontage: KühnMedienkonzept@Design GmbH / Franz Schoys

Gemeinde ? das sind wir alle

Auf Ihrer Stärke und derjenigen von allen anderen Bürgerinnen und Bürgern fußt der Erfolg der Gemeinde Ruppichteroth. Dies beruht vor allem auf der Tatkraft und Kreativität, der Initiative und dem Einfallsreichtum aller, die ein Amt bekleiden, ein Unternehmen führen, ihren Job ausfüllen oder sich in Initiativen und Vereinen für ihr Umfeld engagieren: Unternehmer, die ihrem Standort die Treue halten; Geldinstitute, die Kulturevents unterstützen; die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr, die gleich da sind, wenn es irgendwo brennt; die Bürgerinnen und Bürger, die Kranke besuchen oder Veranstaltungen für Seniorinnen und Senioren organisieren ? sie alle tun etwas für ihre Mitmenschen und für unsere Gemeinde Ruppichteroth. Sie alle machen vielleicht keine Schlagzeilen, aber sie bewegen viel für ihren Ort, für unsere Gemeinde. Dafür danke ich Ihnen herzlich stellvertretend für viele andere.

Ich möchte Sie alle auch ermuntern ? engagieren Sie sich in der Gemeinde, wir brauchen Sie. Menschen, die Verantwortung übernehmen, die sich für allgemeine Ziele einsetzen, die etwas für ihre Mitmenschen machen, gestalten die Gemeinde wärmer und freundlicher. Sie stehen für Werte, die nicht nur zukunftsfähig, sondern auch für unsere Zukunft nötig sind: für Solidarität und Verantwortungsbewusstsein, für Mitmenschlichkeit und Engagement. Sie stehen für Werte, die wir seit je mit Weihnachten verbinden und die heute so aktuell sind wie eh und je.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen für das Neue Jahr 2010 viel Glück und Gesundheit.

Ihr Bürgermeister
Mario Loskill

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SportDonnerstag, den 31. Dezember 2009

Turner feierten Jahresabschluss

Zum Jahresabschluss lud die Turnabteilung des TV 1888 Ruppichteroth Kinder und Jugendliche, Eltern und Turnfreunde in die Bröltalhalle ein. Knapp 60 Turnerinnen und Turner unterschiedlicher Altersgruppen zeigten das, was sie während des Jahres erlernt hatten.

Besondere Bewunderung fanden die Kleinsten der Gruppe Mutter und Kind. Die vor kurzem gegründete Sparte 'Spiel und Bewegung' zeigte neue Aspekte sportlicher Aktivität und Mobilität auf. Beachtliche Leistungen vollbrachten die Ruppichterother Turner an den Geräten. "Einige Mädchen können bald in die Leistungsgruppe übernommen werden", verkündete erfreut Josef Bestgen. Erstmalig wurde hier auch der neue Stufenbarren präsentiert. Der Höhepunkt für Groß und Klein war allerdings der Besuch von St. Nikolaus, der natürlich auch die turnerischen Leistungen in Augenschein nehmen wollte. Nach einigen Ermahnungen zeigte er sich aber gütig wie immer und verteilte die ersehnten Weihnachtstüten.

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BlaulichtDonnerstag, den 31. Dezember 2009

Silvester ohne Alkohol am Steuer

Alljährlich zum Jahreswechsel nimmt die Zahl der Verkehrsunfälle unter Alkoholeinwirkung zu. Bundesweit wurden im Jahr 2008 bei Alkoholunfällen im Straßenverkehr 523 Verkehrsteilnehmer getötet und 24.587 Personen verletzt. Somit kamen 12 Prozent aller Verkehrstoten oder mehr als jedes neunte Verkehrsunfallopfer bei einem Alkoholunfall ums Leben.

Die Polizei Rhein-Sieg weist darauf hin, dass bereits eine Flasche Bier das Reaktionsvermögen einschränkt und das Unfallrisiko bei 0,3 Promille bereits um 20 Prozent steigt. Bei 0,5 Promille Alkohol im Blut ist die Unfallgefahr doppelt so hoch wie im nüchternen Zustand, bei 0,8 Promille steigt die Gefahr bereits um das Vierfache. Hat man einen Verkehrsunfall mit 0,3 Promille, so droht ein Strafverfahren und der Versicherungsschutz ist gefährdet.

Der Abbau von Alkohol im Blut ist sehr langsam. Nach einer langen Feiernacht ist meist am nächsten Morgen Restalkohol im Blut. Kaffee oder 'Promille-Killer' führen nicht ? wie landläufig angenommen - zu einem schnelleren klaren Kopf. Ertappte 'Alkoholsünder' müssen mit spürbaren Konsequenzen rechnen müssen. In leichten Fällen kostet ein Verstoß mindestens 250,00 Euro Geldbuße, ein Fahrverbot und vier Punkte in Flensburg. In schwereren Fällen droht der Komplettverlust des Führerscheins, eine hohe Geld- oder sogar Freiheitsstrafe

Wer gemeinsam mit Freunden per Auto zur Silvesterfeier unterwegs ist, sollte vor Fahrtantritt klären, wer nüchtern bleibt und zurückfährt. Auch das Fahrradfahren unter Alkoholeinfluss kann zum Entzug der Fahrerlaubnis führen. Ebenso können Führerscheinbesitzer belangt werden, die sich als Beifahrer von alkoholisierten Fahrzeugführern mitnehmen lassen.

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Wirtschaft/PolitikMittwoch, den 30. Dezember 2009

Flughafen Köln/Bonn im Aufwind

Der Flughafen Köln/Bonn kann auf ein positives viertes Quartal 2009 zurückblicken und befindet sich wieder auf Wachstumskurs. In 2009 sind rund 9,7 Millionen Menschen von oder nach Köln/Bonn geflogen, 6 Prozent weniger als 2008 (10,35 Millionen). Die jährliche Luftfrachtmenge liegt mit etwa 560.000 Tonnen 5% Prozent unter Vorjahresniveau. "Unter den gegebenen Rahmenbedingungen muss man damit mehr als zufrieden sein", erklärt Michael Garvens, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH.

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MagazinDienstag, den 29. Dezember 2009

Für Winter und Weihnachten gerüstet

Pünktlich zum ersten Schneefall wurde das Auto der Ruppichterother Tafel von winterfest gemacht. Das Team von WMS Kfz-Service Ruppichteroth (Reinhard Wirtz, Hansi Müller und Bernd Schmidt) stattete das Tafel-Mobil mit einem Satz Winterrädern aus. Beim transportieren der Geschenke für die große Bescherung im Wirtshaus an Sankt Severin hat sich die Vorsorge schon bewährt. Die CDU-Kleiderstube übergab einen Spendenscheck über 1.500 Euro.

73 Kinder wurden am Sonntag von Nikolaus Markus Neuber aufgerufen, jedes bekam ein Geschenk in die Hand gedrückt. Zuvor verfassten alle Kinder Wunschzettel. Einen Pokemon-Film, ein Spielschwert und ein Spongebob-Walkie-Talkie hatte der 8-jährige Jason darauf stehen - seine Augen strahlten, als er den Film auspackte. Zum Schluss konnte jeder noch einmal unter den Tannenbaum greifen. Dort lag Spielzeug, dass die Grundschule in Bielstein gesammelt hatte.

Finanziert wurde die Bescherung durch den Glühweinverkauf an Heiligabend. Rund 1.300 Euro spülte der in die Kasse von Christian und Katja Eggert, die die Einnahmen dann an die Tafel weitergaben. Unterstützung erhielten sie von zahlreichen Weihnachtsmarktständen. Die spendeten Glühwein, Würstchen und Panhas - Sachen, die auf der Döörper Weihnacht wegen fehlender Besucher nicht verkauft wurden. "Da hat sich das schlechte Wetter doch noch gelohnt", schmunzelt Katja Eggert.

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MagazinMontag, den 28. Dezember 2009

Ein Leben lang gezeichnet

Der Künstler Heinrich Küpper ist vergangenen Dienstag im Alter von 90 Jahren im Engelskirchener Krankenhaus verstorben. Morgen um 14 Uhr wird er auf dem Friedhof in Schönenberg beigesetzt. Bis zuletzt hatte er in seinem Haus in Damm an neuen Bildern gearbeitet.

1919 wurde Heinrich Küpper in Düren geboren. Schon in jungen Jahren war er der Kunst verschrieben. Als er zum Krieg eingezogen wurde, vergrub er seine bisher gezeichneten Werke im Garten. Sie sollten nicht bestehen ? im Bombenhagel wurde alles zerstört. An den Kölner Werkschulen studierte er freie Grafik, war dort später 31 Jahre lang als Lehrer tätig und prägte deren Aufbau maßgeblich. Erst im Rentenalter fand er wieder Zeit, sich komplett seiner künstlerischen Seite zu widmen. Von Köln zog er 1981 nach Ruppichteroth. Filigran und aufwändig sind die Zeichnungen aus verschiedenen Materialien. Von weitem wirken sie wie Textilmuster, bei näherem Hinsehen zeigen sich die feinen Striche von Grafit- und Pastellkreide. Waren sie früher noch grau, entwickelten sie sich mehr und mehr zu bunten Kompositionen. Sein Nachlass ist groß, allein das Museum Kolumba pflegt knapp 800 Einzelblätter und rund 100 Buch-Unikate.

Zu Küppers 90. Geburtstag am 16. September eröffnete das Museum eine Ausstellung für seine Werke im Rahmen des Themas 'Hinterlassenschaften' im Turmzimmer. Zudem erschien ein Werkbuch mit zahlreichen Abbildungen.

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BlaulichtMontag, den 28. Dezember 2009

Drogendealer sind angeklagt

Die Bande von Drogendealern, die im November 2008 durch einen Großeneinsatz der Polizei festgesetzt wurde (Öffnet externen Link in neuem Fensterwir berichteten), kommt nun vor das Bonner Landgericht. In Ruppichteroth, Eitorf, Windeck, Much, Lohmar, Wermelskirchen und Morsbach sollen sie Marihuana angebaut, geerntet und verkauft haben. Durch die Überwachung eines 35 Jahre alten Verdächtigen aus Oberhausen, der Kontakte zu der Bande pflegte, kam die Polizei den Dealern auf die Schliche. Bild: Archiv

800.000 Euro seien laut Staatsanwaltschaft durch sie umgesetzt worden. Elf Männer und eine Frau im Alter von 26 bis 56 Jahren sind wegen banden- und gewerbsmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge angeklagt, so Staatsanwältin Monika Volkhausen. In Wermelskirchen soll alles im Oktober 2006 mit einer ersten Plantage begonnen haben. Der Kopf der Bande ist vermutlich ein 37-Jähriger aus Windeck-Leuscheid. Der Arbeitslose habe nach und nach immer mehr Helfer angeworben. In knapp zwei Jahren seien bei 28 Ernten über 200 Kilogramm Cannabis zusammengekommen. Als Zuchthäuser dienten private Gebäude wie in Ruppichteroth-Bornscheid, aber auch Gewerbe- und Lagerhallen.

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Wirtschaft/PolitikSonntag, den 27. Dezember 2009

Kreishaushalt bleibt in der Schieflage

523 Millionen Euro umfasst der Haushalt Rhein-Sieg-Kreises für 2010. Die Schulden wachsen auf 134,4 Millionen Euro an. Landrat Frithjof Kühn und Kreiskämmerer Karl-Hans Ganseuer legten das Zahlenwerk den Kreistagspolitikern vor. "Ich mache mir ernste Sorgen um die Stabilität der staatlichen und kommunalen Finanzsysteme", so Ganseuer.

"Egal wie verteilt, die kommunalen Finanzen reichen insgesamt nicht aus", sagt Landrat Kühn. Für die kommenden drei Jahre zeigten sich in der Haushaltsplanung die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise. So muss die Kreisumlage um drei Prozent auf 37,03 Prozent angehoben werden, um die Belastungen aus den steigenden sozialen Leistungen und sinkenden Zuwendungen des Landes zu mindern. 57 Millionen Euro erhält der Kreis aus der Landeskasse. Trotzdem bleibt ein Minus von 14,16 Millionen Euro, das durch die Ausgleichsrücklage ausgeglichen werden soll. Der Schein trügt: Die Ausgleichsrücklage existiert nur in den Büchern und tilgt keine Schulden.

Die Kreisumlage wird von den 19 kreisangehörigen Städten und Gemeinden an den Kreis abgeführt und beträgt in 2010 rund 225 Millionen Euro. Davon gehen rund 105,5 Millionen Euro an den Landschaftsverband Rheinland, der übergeordnete Aufgaben im Bereich der Kulturpflege, im Gesundheits-, Schul-, Jugend- und Sozialwesen übernimmt. Bei den sozialen Leistungen werden Mehraufwendungen in Höhe von 4,5 Millionen Euro erwartet, hier insbesondere bei der Grundsicherung im Alter, dem Pflegewohngeld und bei den Eingliederungshilfen. Die Gesamtbelastung aus der Grundsicherung für Arbeitssuchende steigt um rund 13,1 Millionen Euro. Die Kosten der Unterkunft werden auf 84,8 Millionen Euro prognostiziert, das sind 8,3 Millionen mehr als im Vorjahr. Zudem sinken die Zuweisungen des Landes aus der Wohngeldersparnis. Der Kreis rechnet hier mit rund 18,5 Millionen Euro Einnahmen, das sind 3,9 Millionen Euro weniger als in 2009. Für die Personal- und Versorgungsaufwendungen wurden rund 69 Millionen Euro veranschlagt. Hierbei wurde die Besoldung bei den Beamten um 1,2 Prozent und der Tarif bei den Angestellten um zwei Prozent erhöht.

In die Infrastruktur solle aber auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten investiert werden, so Kämmerer Ganseuer. Für die Sanierung kreiseigener Gebäude wie Berufskollegs, Kreishaus und Schulen, Straßenbauprojekte und Ausbau der Kindertageseinrichtungen für die U3-Betreuung plant Ganseuer rund 30,4 Millionen Euro ein. 6,4 Millionen davon werden aus dem Konjunkturpaket finanziert.

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BlaulichtDonnerstag, den 24. Dezember 2009

Kälte ließ die Rohre platzen

Von der Decke tropfte das Wasser gestern Abend in einem Haus am Ruppichterother Sonnenhang, als die Feuerwehr eintraf. Vom Obergeschoss bis in den Keller war alles durchnässt. Mit Wasserpumpen rückten die Wehrmänner an.

Mehrere Heizungs- und Wasserrohre waren vermutlich durch den starken Frost der letzten Woche geplatzt. Ein Nachbar bemerkte das Plätschern im unbewohnten Gebäude, seit September stand es leer und war nicht beheizt. Die Besitzerin konnte das Unglück kaum fassen. "Hoffentlich muss das Haus nicht abgerissen werden", sagt sie. Denn das Wasser lief durch alle drei Stockwerke bis in den Keller. Dort pumpte es die Feuerwehr dann ab, zehn Zentimeter stand es hoch. "Den Haupthahn haben wir erstmal abgedreht, so kann kein Wasser mehr nachlaufen", erklärt Einsatzleiter Alexander Franken. Nach anderthalb Stunden, gegen 20 Uhr, war der Einsatz der Feuerwehr beendet.

Ein Sachverständiger muss jetzt den Schaden begutachten und klären, in wie weit die Versicherung haftet. Für längere Zeit bleibt das Haus wohl unbewohnbar.

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MagazinDonnerstag, den 24. Dezember 2009

Glühwein für den guten Zweck

Ab 22 Uhr trifft man sich heute zum gemütlichen Beisammensein am großen Weihnachtsbaum vor dem Wirtshaus an St. Severin von Christian und Katja Eggert. Auch in diesem Jahr geht der Erlös des Glühweinverkaufs an die Kinder der Tafel in Ruppichteroth. Nach der Christmette, ab etwa 24 Uhr, spielt der Bröltaler Musikverein weihnachtliche Lieder. Die Bescherung für die Kinder ist am Sonntag, 27.12.2009, ab 16 Uhr im Wirtshaus an St. Severin.

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BlaulichtMittwoch, den 23. Dezember 2009

Gestankwolke zog über den Rhein-Sieg-Kreis

Nach faulen Eiern roch es am Sonntagabend in vielen Gemeinden im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis. Ab 19:40 Uhr meldeten sich unzählige besorgte Bürger bei der Feuerwehr. Die löste daraufhin Großalarm aus und entsandte sofort alle 14 Messeinheiten des Kreises, um die Luft in den betroffenen Orten zu untersuchen. 

Das Ergebnis: Der starke Geruch war Schwefelwasserstoff, der Wind verteilte ihn bis nach Ruppichteroth. Im Wesselinger Shell-Werk trat die Wolke aus, dort bemerkte man die Fehlfunktionen gegen 20:15. Der Stoff hätte eigentlich in einem Kamin verbrannt werden sollen. Die Anlage wurde vorübergehend abgeschaltet. Für die Bevölkerung habe keine Gefahr bestanden, so Einsatzleiter Dietmar Klein.

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MagazinMittwoch, den 23. Dezember 2009

Hauptschule spendet für Laos-Hilfe

Einen Scheck in Höhe von 300 Euro konnte die Hauptschule Ruppichteroth dem Vorsitzenden der Deutsch-Laotischen Freundschafts-Vereinigung, Ludwig Neuber, vergangenen Freitag überreichen. Wie in den letzten beiden Jahren stammte das Geld aus Spenden von Schülern und dem Erlös des Weihnachtsmarktes. Die Hauptschule hatte sich mit selbst gebackenen Plätzchen, Marmeladen und einem Glühweinstand beteiligt. Bild: v. l. Andre Tiedemann und Gina Steger (Klasse 10), Schulleiter Josef Lukas, Ludwig Neuber und Schülersprecherin Lara Peters

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RegionMittwoch, den 23. Dezember 2009

Der Eiserne Mann im Kottenforst

Allerlei magische Kräfte wurden und werden ihr bis heute zugeschrieben: der Stele des 'Eisernen Manns' im Waldgebiet Kottenforst der Gemeinde Swisttal. Der Schriftsteller und Sachbuchautor Erich von Däniken stellte in seinem 1972 veröffentlichten Buch 'Aussaat und Kosmos' die zweifelhafte Behauptung auf, dass der 'Eiserne Mann' anlässlich eines Besuchs von außerirdischen Göttern aufgestellt worden sei. In der 1991 erschienenen Ausgabe des amerikanischen Magazins 'Time Life' fand der 'Eiserne Mann' (the so called Iron Man of Kottenforst) als einzige mythische Besonderheit Deutschlands Erwähnung.

Ganz weltliche Hoffnungen verbinden junge Frauen mit einem Kuss auf die Stele: einen guten Ehemann zu finden. Als Ehestifter, so heißt es, sei er begehrt und genieße einen guten Ruf. Aus Alfter-Impekoven stammt die Überlieferung, der 'Eiserne Mann' bezeichne einen Versammlungsort von Rittern aus Ortschaften der Umgebung. Die Stele selber sei ein verzauberter Ritter, der nur durch den mitternächtlichen Kuss einer Jungfrau erlöst werden könne - wobei alles Bützen bis heute freilich noch umsonst war.

Die Archäologen Klaus Grewe und Walter Sölter haben den Eisernen Mann im Oktober 1973 eingehend untersucht. Welche Geheimnisse sie tatsächlich lüfteten und was vielleicht immer ein Rätsel bleiben wird, steht im Jahrbuch des Rhein-Sieg-Kreises 2010 geschrieben. Für 12 Euro ist es im Buchhandel erhältlich. Nähere Informationen gibt es unter Öffnet externen Link in neuem Fenster www.rhein-sieg-kreis.de/jahrbuch.

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BlaulichtDienstag, den 22. Dezember 2009

In den Gegenverkehr gerutscht

Vier Menschen verletzten sich gestern Abend bei einem Verkehrsunfall auf der Nümbrechter Straße nahe Grunewald leicht. Die Straße war zwar geräumt und gestreut, jedoch wehte der starke Wind den Schnee am Waldausgang auf die Fahrbahn. Nach einer Rechtskurve rutschte eine 35 Jahre alte Gelsenkirchenerin mit ihrem Geländewagen in den Gegenverkehr. Ihr kam eine 54-Jährige aus Eitorf entgegen, frontal stießen die Fahrzeuge zusammen. 

Die Fahrerinnen und ihre jeweiligen Beifahrer wurden anschließend in das Waldbröler Krankenhaus transportiert. Der Volvo der Eitorferin hat Totalschaden. Durch die stabile Bauweise des Geländewagens begrenzten sich dessen Schäden auf das Blech. Den kompletten Sachschaden schätzt die Polizei auf mindestens 10.000 Euro.

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Wirtschaft/PolitikDienstag, den 22. Dezember 2009

Interkommunale Zusammenarbeit ist das Zauberwort

Seit dem 30. August ist Bürgermeister Mario Loskill im Amt. Hundert Tage nach der Wahl referierte er über die bisherigen Ergebnisse seiner Arbeit. Angesprochen wurden auch die brisanten Punkte DSL-Versorgung, weiterführende Schule und hausärztliche Versorgung. Das Stichwort lautet interkommunale Zusammenarbeit.

Mit den Gemeinden Windeck, Eitorf und Much soll eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden, die die Breitbandversorgung in den ländlichen Gegenden genau unter die Lupe nimmt. Umfragen unter den Bürgerinnen und Bürgern mit eingeschränkter oder keiner DSL-Anbindung sollen das Interesse an derselben erfassen. Danach werden Angebote von Anbietern eingeholt, die das Breitbandnetz auszubauen. Eine Finanzierung durch das Konjunkturpaket II wäre möglich gewesen, das Geld floss jedoch komplett in die drei neuen Kunstrasenplätze. In Windeck wurden für DSL bereits 150.000 Euro aus dem Konjunkturpaket genehmigt. "Um ganz Ruppichteroth mit DSL-Anschlüssen auszustatten müssten etwa sechs bis sieben Millionen Euro in die Hand genommen werden", so Loskill. "Derzeit bearbeiten wir deutschlandweit rund 8000 solchen Anfragen", sagt Telekom-Sprecher Steve George McKinley. In den nächsten Wochen untersuchen auch Telekom-Techniker Ruppichteroth hinsichtlich des DSL-Ausbaus.

Seit Jahren hat die Hauptschule mit sinkenden Anmeldezahlen zu kämpfen. Auch hier wird mit den Gemeinden Windeck, Eitorf und Much nach Lösungen gesucht, eine 'Gesamtschule Obere Sieg - Bröltal' oder eine Verbundschule sind im Gespräch. Bei den U3-Gruppen will man auch im Ort bleiben. Zur Zeit sind alle Plätze für die unter 3-Jährigen belegt. Der Kindergarten Wirbelwinde in Winterscheid wird demnächst erweitert, finanziert durch Landes- und Kreismittel. 2011 folgen Gruppen in den drei Hauptorten. An den Grundschulen in Schönenberg und Winterscheid soll die Ganztagsbetreuung etabliert werden. "Unsere Standorte sind hier gefährdet, die Eltern melden ihre Kinder in Eitorf und Neunkirchen an", so Loskill.

In Sachen hausärztlicher Versorgung stehe es nicht gut, wie die Journalisten Julia Hohenadel vom Rhein-Sieg-Anzeiger anhand ihrer Recherchen vorstellte. Demnach habe man sogar mit die schlechteste Prognose in ganz Nordrhein-Westfalen. Schon vor Loskills Amtsantritt beschloss der Gemeinderat eine Resolution zur Erhaltung und Sicherung der hausärztlichen Versorgung. Die maximale Förderung von Bund und Land für ländliche Regionen wie Ruppichteroth beträgt 50.000 Euro. Eine Finanzierung aus Eigenmitteln der Gemeinde ist nicht möglich. "Es ist einfach kein Geld da", so Loskill. Im Januar lädt er die ortsansässigen Hausärzte zu einem runden Tisch, an dem der Ärztenachwuchs und Werbemaßnahmen dafür zur Diskussion stehen.

Mario Loskills komplette Vorstellung steht als Leitet Herunterladen der Datei einPDF zum Download bereit.

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RegionDienstag, den 22. Dezember 2009

Vogelkirsche wird Baum des Jahres 2010

Als 'Baum des Jahres 2010' wird die ökologisch wertvolle Vogelkirsche im Mittelpunkt stehen. Die Vogelkirsche ist die Urform der Süßkirsche. Alle Bäume der Süßkirschen gehen züchterisch auf sie zurück. Im Frühling ist der bis zu 20 Meter hohe Baum unübersehbar. Mit schneeweißen Blüten fällt sie ab April an Waldrändern, Hecken und Wäldern ins Auge. Auch Bienen lieben die Blüte als frühe Nahrungsquelle. Die kleinen schwarz-roten Steinfrüchte werden von einer Vielzahl von Tieren und Vögeln als Nahrung genutzt. Für den Menschen ist die rote Kirsche essbar, allerdings besitzen die gezüchteten Formen mehr Fruchtfleisch.

Das Laub der Vogelkirsche ist leicht zersetzbar und trägt damit zur Bodenverbesserung bei, was neben der Nahrung noch ein weiterer Pluspunkt in Sachen Ökologie bedeutet. Das sehr dekorative Holz dieser recht schnellwüchsigen Baumart hat zahlreiche Liebhaber. Die warmen Farbtöne werden von der Möbelindustrie gern verwendet. Da die Vogelkirsche, die etwa 100 Jahre alt werden kann, schon mit 50 Jahren ordentliche Dimensionen erreicht und gut bezahlt wird, lohnt sich der Anbau auch in finanzieller Hinsicht.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) wird im kommenden Jahr viele Veranstaltungen zum Thema Vogelkirsche durchführen, um den Bekanntheitsgrad dieses wertvollen Baumes zu erhöhen. Ein vierseitiges Info-Blatt über die Vogelkirsche kann bei der Bundesgeschäftsstelle der SDW, in Bonn oder im Internet unter Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.sdw.de bestellt werden.

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BlaulichtMontag, den 21. Dezember 2009

Unfälle blieben gering

65 Verkehrsunfälle registrierte die Polizei im Rhein-Sieg-Kreis während der starken Schneefälle am Wochenende. Davon krachte es elf Mal wegen glatter Straßen. "Die Unfälle hielten sich offenbar wegen des umsichten Verhaltens der Verkehrsteilnehmer in Grenzen", so Polizeisprecher Markus Grommes.

Mit Sommerreifen war in der Nacht zum Sonntag eine 18-jährige Troisdorferin auf der B56 unterwegs. Sie fuhr so langsam, dass eine 63 Jahre alte Seelscheiderin die Geschwindigkeit falsch einschätzte und ihr hinten auffuhr. Ein Beifahrer erlitt dabei leichte Verletzungen. Der Sachschaden liegt bei etwa 3500 Euro.

"Wir bitten um eine besonders vorsichtige und den Straßenverhätnissen angepasste Fahrweise", sagt Grommes. Die Temperaturen würden sicherlich noch weiter sinken und weiterhin sei mit erheblicher Straßenglätte zu rechnen. Autofahrer sollten auch darauf achten, dass ihre Fahrzeuge mit Winterreifen bestückt sind.

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BlaulichtMontag, den 21. Dezember 2009

Windecker Rathaus stand unter Wasser

Zwischen dem zweiten und dritten Stock des Rathauses in Windeck trat gestern Abend Wasser aus. Durch alle Geschosse bis in den Keller liefen die Wassermassen in einer Gebäudehälfte. Die genaue Ursache ist bisher unklar.

Computer und andere technische Geräte räumten die 60 Einsatzkräfte der Windecker Feuerwehr aus den Räumen, ebenso wie Akten aus der Buchhaltung. Untestützt wurden sie dabei von Mitarbeitern von Bauhof und Verwaltung. Mit Plastikfolien deckten die Helfer provisorisch das Mobiliar ab. Das DRK versorgte sie mit Kaffee und Tee, Bürgermeister Jürgen Funke orderte bei einer nahegelegenen Pizzeria Essen. Da der Strom aus Sicherheitsgründen abgeschaltet werden musste, stellten die Wehrmänner die Beleuchtung mit Stromaggregaten sicher.

Das Wasser wurde mit mehreren Wassersaugern entfernt. Noch am Abend traf eine Firma zur Wasserschadenssanierung ein. Die Schadenshöhe konnte noch nicht beziffert werden. Im Verwaltungsgebäude I wird zunächst nicht gearbeitet werden können. Anlaufstelle ist das Bürgerbüro. Die Gemeinde Windeck hat unter der Telefonnummer 02292-601165 ein Servicetelefon geschaltet.

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MagazinFreitag, den 18. Dezember 2009

Weihnachtsstimmung in der Raiffeisenbank

Mit dem Nikolaus wurde in der Geschäftsstelle der Raiffeisenbank in Much angestoßen. Alle Vereine, Schulen und Kindergärten, die im Jahr 2009 Zuwendungen der Raiffeisenbank erhielten, waren dazu eingeladen. "Insgesamt haben wir für Sponsoring und Spenden in diesem Jahr über 37.000 Euro ausgegeben. Hierdurch stellen wir unsere uneingeschränkte Verbundenheit zu unserer Region und den hier lebenden Menschen heraus", so Vorstandsmitglied Andre Schmeis. Den vielen Helfern machte er Mut, sich auch weiterhin ehrenamtlich zu engagieren. Dieser Einsatz sei letztlich ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Region.



Durch die Mittel wurde der Bau der Kunstrasenplätze in Schönenberg und Ruppichteroth gefördert, für die Musikvereine T-Shirts oder Noten gekauft und Konzerte unterstützt. Die Erstklässler der Grundschulen bekamen nun schon das fünfte Mal das Leselernbuch 'Der starke Tiger Theodor' gestiftet. Mitfinanziert wurden auch die Aktion 'Keine Kurzen für Kurze' in Much und die 'Mayday Party' in Ruppichteroth, beides Präventivmaßnahmen in Zusammenarbeit der Gemeinden und der Polizei zur Verhinderung von Drogen- und Alkoholmissbrauch und zur Unterstützung von Toleranz und fairem Umgang unter Jugendlichen.

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MagazinFreitag, den 18. Dezember 2009

Hunderte Besucher beim Turmblasen

Am dritten Adventssonntag öffneten sich wieder die Turmfenster der Kirche Maria Hilfe der Christen und weit über Schönenberg hinaus erklang das traditionelle Turmblasen zum Advent. Nach einer feierlichen  Sakramentsandacht,  musikalisch umrahmt durch den St. Theresienchor (Leitung Schwester Maria Michaela), den Männergesangverein Winterscheid und einer Bläsergruppe, wurde mit Glühwein, heißen Waffeln und weihnachtlichen Köstlichkeiten ein stimmungsvoller Adventsabend gezaubert.

Die Schülerinnen des St. Theresien-Gymnasiums hatten viele Überraschungen für die Gäste parat. Die Kasse klingelte auch beim liebevoll gestalteten Basar. Die Schülerinnen der 10. Klasse hatten emsig gebastelt, um mit dem Erlös einen Teil ihrer Studienfahrt nach England zu bestreiten.

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MagazinDonnerstag, den 17. Dezember 2009

Winterdienst wird teurer

Nachdem die Preise für den Winterdienst im letzten Jahr auf ein Minimum gesenkt wurden, schießen sie nun in die Höhe. Ab 1. Januar 2010 steigen die Gebühren von zwei auf 41 Cent pro laufendem Meter Frontlänge von Grundstücken an innerörtlichen Straßen, an überörtlichen Straßen von 17 auf 30 Cent und Anliegerstraßen von 20 auf 45 Cent. Grund ist ein Loch in der Kasse des Bauhofs. "6500 Euro müssen gedeckt werden", so Kämmerer Heribert Schwamborn. Der heftige Wintereinbruch im Februar habe zu den steigenden Kosten beigetragen, jetzt müssten diese ausgeglichen werden.

Im Vergleich zu anderen Gemeinden im Rhein-Sieg-Kreis ist der Ruppichterother Winterdienst dennoch günstig. Dort müssen pro Meter bis zu 70 Cent gezahlt werden.

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MagazinDonnerstag, den 17. Dezember 2009

Metbudenfest in Ahe

War vor vielen Jahrzehnten Ahe weit über die Grenzen durch sein Erntedankfest bekannt, so beginnt in diesem Jahr wohl eine neuartige Tradition im kleinen Dorf. Die Pforten der Metbude öffnen sich doch noch in der Gemeinde Ruppichteroth nach dem dem Metbudenteam in diesem Jahr der Stand auf der Döörper Weihnacht verwehrt wurde. Zum Jahresabschluss soll  den Ruppichterother Metliebhabern der feine Trunk nicht vorenthalten werden.

Die offizielle Döörper Metverköstigung ist am Samstag, 19.12.2009, ab 15 Uhr. "Heißer Met, heißer Traubensaft und heiße Weihnachtsmusik sind am Start, die gute Laune bringen die Gäste mit", so Initiator Andreas Manz. Eine Happy Hour ist von 18 Uhr bis 19 Uhr geplant. Gesammelt wird ? wie auf dem Mucher Weihnachtsmarkt ? für die Ruppichterother Tafel.

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MagazinMittwoch, den 16. Dezember 2009

Gutscheine und Geld für krebskranke Kinder

Fünf Euro für jeden verkauften 'Schönenberger Kalender 2010' spendet die Frauengemeinschaft St. Maria Magdalena an die 'Elterninitiative Krebskranker Kinder e.V.'. Mit dem Erlös des Basars in Schönenberg Ende November kamen insgesamt 700 Euro zusammen.

Durch diese Unterstützung kommt die Elterninitiative dem Bau für ein neues Spielzimmer ein großes Stück näher. Zusätzlich gab es noch 75 McDonald's-Gutscheine. Sie werden im 'Nachtkästchen' aufbewahrt und ausgeteilt, wenn die Kinder den Heimweg nach einer Chemotherapie antreten. Während der Chemotherapie essen sie fast nichts, weil ihnen schlecht ist. "Egal in welche Richtung, jeder Heimweg geht an McDonald's vorbei!", so Ruth Wehner von der Elterninitiative.

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Wirtschaft/PolitikMittwoch, den 16. Dezember 2009

Antrittsbesuch von Bürgermeister Loskill bei Landrat Kühn

Seinen offiziellen Antrittsbesuch im Kreishaus und bei Landrat Frithjof  Kühn absolvierte jetzt Bürgermeister Mario Loskill. Im Mittelpunkt des Gespräches standen die allgemeine Finanznot der Kommunen, die Arbeit des Jugendamtes und die Zukunft der so genannten ARGE-Center. Die wesentlichen gemeinsamen Themen wurden angesprochen, die Grundlage für die zukünftige Kooperation sind. Bild: Bürgermeister Loskill (l.) und Landrat Kühn

Einigkeit bestand darin, dass die unzureichende finanzielle Ausstattung der Kommunen alle Ebenen in gleicher Weise trifft. Kreis und Gemeinden sitzen hier in einem Boot sitzen. Weder die Gemeinden, die sich zum großen Teil im Nothaushalt befinden, noch der Kreis, dessen Haushalt fast vollständig durch gesetzliche Aufgaben im sozialen Bereich geprägt ist, verfügen über nennenswerte finanzielle Spielräume. Hinsichtlich der Neuregelung der Unterstützung und Betreuung von Langzeitarbeitslosen teilte man die Auffassung, dass Kreis und Gemeinden diese Aufgabe selbst besser leisten können. Voraussetzung hier: eine gesicherte Finanzierung durch den Bund nach dem Vorbild  ?Hilfe zur Arbeit? durch Kreis und Gemeinden.

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BlaulichtMittwoch, den 16. Dezember 2009

Das Haus voller Waffen

Es war der größte Waffenfund seit Jahrzenten im Rhein-Sieg-Kreis. Über 50 funktionstüchtige Gewehre und Pistolen stellte die Siegburger Polizei im Haus eines verstorbenen 61-Jährigen Hennefers sicher, rund 60.000 Schuss Munition unterschiedlicher Kaliber hatte er ebenfalls illegal gelagert.

Ende Oktober meldete die Briefträgerin der Polizei, dass der Briefkasten des Mannes im Ortsteil Söven überquellte. Die Beamten fanden den 61-Jährigen tot in seinem Haus im Sessel sitzend auf, ein Mord ist ausgeschlossen. Bei der genaueren Durchsuchung des Hauses stießen sie auf das Waffenarsenal, der Verstorbene hatte alles gut eingepackt und nicht sichtbar untergebracht. "Der Mann war wahrscheinlich ein Waffennarr", sagt Polizeisprecher Burkhard Rick. Über Jahre müsse er sich die Sammlung aufgebaut haben, vor allem über den Schwarzmarkt. Die Ermittlungen über die Verkäufer und Kontaktpersonen laufen auf Hochtouren.

Alle Pistolen und Gewehre, teilweise verbotene Kriegswaffen, waren technisch in einwandfreiem Zustand, darunter auch einige Sammlerstücke. Wie das damalige Ordonnanzgewehr der deutschen Wehrmacht, ein 'K98' oder ein Nachbau der Pistole '08' des schwedischen Herstellers Husqvarna, die schon 1908 entwickelt wurde. Der Wert der Sammlung liegt bei mindestens 25.000 Euro, gemessen an Schwarzmarktpreisen sogar 50.000 Euro. "Wir vermuten, dass er keinen Überblick mehr hatte", so Rick weiter. Viele Waffen waren verstaubt. Die Munition hatte er teilweise selber hergestellt. Hülsen, Zündplättchen und Geschosse sind frei käuflich, nur das hochexplosive Schießpulver nicht. Auch die Waffen baute der ehemalige Laborant um.

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RegionMittwoch, den 16. Dezember 2009

Jäger bekämpfen erfolgreich die Schweinepest

Die Jäger im Rhein-Sieg-Kreis konnten die Schweinepest in der Region eindämmen. 1000 Wildschweine haben sie seit Januar diesen Jahres erlegt. Ziel war es, die Population der Tiere drastisch zu senken. Nun gilt es den Bestand zu halten, um einen Wiederausbruch der Seuche zu verhindern.

158.000 Impfköder wurden zudem in den Jagdrevieren des Kreises verteilt. Durch diese begleitenden Schluckimpfung ist seit Juli bei keinem erlegten Wildschwein mehr der Erreger nachgewiesen worden. Die Impfung wird im 2010 mit der gleichen Ködermenge wiederholt, damit möglichst viele Tiere einen Infektionsschutz besitzen. Jedes erlegte Wildschwein wird seit Ausbruch der Seuche untersucht.

Auch wirtschaftlich ist die Schweinepest ein Problem. Eine existenzielle Bedrohung stellt sie für die Schweine haltende Landwirtschaft dar. Mit ihrer Bekämpfung soll daher insbesondere ein Übergreifen auf die Hausschweinebestände verhindert werden. Noch mindestens ein Jahr lang müssen die Maßnahmen fortgeführt werden. Die Schweinepest betrifft nur Schweine und ist für alle anderen Tierarten und den Menschen vollkommen ungefährlich.

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BlaulichtDienstag, den 15. Dezember 2009

Betrunken in die Straßenlaterne

In eine Laterne auf der Mucher Straße in Ruppichteroth fuhr in der Nacht zum Sonntag ein 19-Jähriger Ruppichterother. Betrunken war in Richtung B478 unterwegs, an der katholischen Kirchen kam er nach rechts von der Fahrbahn ab. Mit einem 22 Jahre alten Freund versuchte er den demolierten Pkw abzuschleppen. Vor Ort stellte die alarmierte Polizei fest, dass auch der Helfer unter Alkoholeinfluss stand. Zur Unfallstelle kam der mit seinem eigenem Auto, deshalb wurde beiden Fahrern eine Blutprobe entnommen und die Führerscheine eingezogen. Der entstandene Sachschaden lag bei etwa 3000 Euro. Die Laterne wurde bereits erneuert.

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MagazinDienstag, den 15. Dezember 2009

Stiftung für Nah und Fern

Heinz und Hildegard Hochberger aus Ruppichteroth haben nach ihrem Tod ihr Vermögen einer Stiftung vermacht. Das Gründungskapital der 'Heinz und Hildegard Hochberger Stiftung' beträgt rund 150.000 Euro. Die Öffnet externen Link in neuem FensterDeutsch-Laotische Freundschafts Gesellschaft (GLFS) und derÖffnet externen Link in neuem Fenster Ökumenische Diakonieverein sollen jeweils zur Hälfte vom jährlichen Gewinn profitieren. Das Stiftungskapital muss auf alle Zeit bestehen bleiben, jährlich muss es sogar um zehn Prozent des Gewinns erhöht werden.  Regierungspräsident Hans Peter Lindlar überreichte die Stiftungsurkunde. Bild v. l. Markus Neuber, Bürgermeister Mario Loskill, Pfarrer Neuhaus, Hans Peter Lindlar und Ludwig Neuber

"Die soziale Arbeit der beiden Vereine erhält damit eine große Unterstützung", sind sich Ludwig Neuber und Pfarrer Hans Wilhelm Neuhaus einig. Neuber ist Vorsitzender der GLFS und nimmt auch den Vorsitz der Stiftung ein, sein Sohn Markus Neuber ist Vorstandsmitglied. Pfarrer Neuhaus vertritt die ökumenische Kirchengemeinde im Stiftungsvorstand. Lokal und global leisten die Vereine einen großen Beitrag für das menschliche Miteinander. Kümmert sich der Diakonieverein vor allem um die Jüngsten Ruppichteroths, mit dem ökumenischen Familienzentrum 'Unter'm Regenbogen', dem Kindergarten oder der Therapie von Sprachstörungen, baute die GLFS im durch Krieg und Armut geplagten Laos bereits eine Schule, ein Krankenhaus und einen Sportplatz. Dabei ist man, nah wie fern, auf Spenden angewiesen.

Hildegard Hochberger verstarb am 17. Februar 2009 im Alter von 79 Jahren. Ihr Ehemann Heinz acht Jahre zuvor, am 16. Februar 2001, mit 77 Jahren. "Schatz, warum holst Du mich nicht", schrieb sie einen Tag vor ihrem Tod in ihr Tagebuch. Beide wurden im Sudetenland, in der heutigen Tschechei, geboren und flüchteten nach dem zweiten Weltkrieg. 1952 heirateten sie. Heinz Hochberger war Tischlermeister und Innenarchitekt, arbeitete lange Jahre in den Huwil-Werken. In der Gemeinde machte sich Hildegard Hochberger vor allem im Döörper Karneval einen Namen. Sie war Mitglied der 'Möhnen' und Malerin des Bühnenbildes beim Winterfest des TV Ruppichteroth. Ihre Ehe blieb kinderlos. Da Hildegard Hochberger in ihren letzten Lebensjahren pflegebedürftig wurde, kümmerte sich Ludwig Neuber, dessen Frau Anneliese ein gute Freundin der Hochbergers war, um sie. So entstand auch die enge Bindung zur GLFS. Bild: Hildegard und Heinz Hochberger

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MagazinMontag, den 14. Dezember 2009

Treue Blutspender geehrt

In einer Feierstunde wurden fleißige und treue Blutspender des DRK-Ruppichteroth/Winterscheid geehrt. Die Spender erhielten als Dank eine Urkunde und das Ehrenzeichen mit Eichenkranz und Brillanten vom DRK-Blutspendedienst West GmbH Breitscheid, sowie einen Präsentkorb aus den Händen des 1. Vorsitzenden Hartmut Drawz und Bereitschaftsleiter Karl-Heinz Nagel.

Für 75-maliges Spenden bekamen die Auszeichnung Walter Berges, Mark Schuhknecht und  Albert Alenfelder (alle Ruppichteroth). 50 Mal zur Ader gelassen wurden Anton Gorus aus Ruppichteroth und Eckehard Nöltgen aus Waldbröl. In seiner Ansprache dankte Drawz allen Spendern und unterstrich die Dringlichkeit und Wichtigkeit der Blutspende. Im Anschluss feierte man im weihnachtlichen Ambiente. Der nächste Blutspendetermin ist am Mittwoch, 30.Dezember 2009, ab 16 Uhr in der Grundschule Ruppichteroth.

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Wirtschaft/PolitikMontag, den 14. Dezember 2009

Müll-Millionen für den Kreis

Hellmut Trienekens und weitere Beklagte im Müll-Skandal müssen nun insgesamt 26 Millionen Euro Schadensersatz leisten, davon 19 Millionen noch in diesem Jahr. Die Rhein-Sieg-Abfallwirtschaftsgesellschaft (RSAG) hatte bereits im November erklärt, dass sie sich außergerichtlich auf Zahlung eines Schadensersatzes geeinigt habe. Hierdurch konnten die anhängigen Gerichtsverfahren beendet werden.

Die Schadensersatzleistungen, die die RSAG aufgrund verschiedener Anspruchsgrundlagen erhalten hat, sollen dem Gebührenzahler zugute kommen. Die Mitglieder des Kreistages stimmten mehrheitlich dem Antrag von CDU und Grünen zu, wonach aus dem im Kreishaushalt bereits gebildeten Sonderposten für den Gebührenausgleich in den kommenden Jahren Ausgleichszahlungen an den Gebührenhaushalt geleistet werden, um die Abfallgebühren für die Bürgerinnen und Bürger des Rhein-Sieg-Kreises zumindest bis 2015 stabil zu halten. Über die Anlage der bisher gezahlten 19 Millionen entscheidet der Kreistag im kommenden Jahr.

Die wirtschaftlichen Schäden, die der RSAG in der Vergangenheit zugefügt wurden und zu Lasten der Gebührenzahler gingen, sollen nun ausgeglichen werden. Die RSAG hat die inzwischen gezahlten 19 Millionen Euro auf entsprechende Forderungen des Rhein-Sieg-Kreises hin an den Kreis abgetreten.

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Wirtschaft/PolitikSonntag, den 13. Dezember 2009

Die kleinen Brölbäche im Visier

Die Missstände an den kleinen Bröl-Nebenbächen standen im Mittelpunkt eines Ortstermins in Nümbrecht, zu dem der Öffnet externen Link in neuem FensterFischschutzverein Bröltal Politiker und Vertreter der Fachbehörden, des Nabu-Oberberg, der Landwirtschaft und des Aggerverbandes eingeladen hatte. Bilder: Horst Stolzenburg

Zentrales Anliegen der Angler waren die Belastungen der Bäche durch die ufernahe Nutzung der angrenzenden Wiesen und die Folgen auf das Ökosystem. Der  Vorsitzende des Vereins, Horst Stolzenburg, referierte über Situation, die er aufgrund umfangreicher Bachkontrollen am Oelsbach wie Harscheider Bach vorgefunden hatte. Über 30 Mal hatte er die Bäche 2008 kontrolliert und einen umfassenden Überblick gewonnen. Auffällig waren die vielen Viehtränken, Furtpassagen und nicht abgezäunten Bereiche an den Bächen. Dadurch, dass das Vieh ungehindert an die Bäche gelangen kann, werde die Grasnarbe aufgebrochen und das Erdreich im großen Stil in die Bäche getreten. Bei der Vielzahl der Viehtränken summierten sich die einzelnen Belastungen dramatisch auf und regelrechte Schlammwellen rauschten dann die Bäche hinunter. "Das hat schlimme Folgen", so Stolzenburg.

Die Bröl gilt als das Vorzeigegewässer im Land, was die Wiederansiedelung von Lachs und Meerforelle angeht. Beide Arten sind sehr empfindlich und zur Vermehrung auf saubere und von sauerstoffreichem Wasser durchströmte Kiesbänke angewiesen. Die Elterntiere schlagen Laichgruben im Untergrund der Bröl und legen dort ihre Eier ab. Durch den Schlamm wird das Lückensystem dieser Kiesbänke verstopft. Forelle und Äsche sind von diesem Missstand ebenfalls betroffen. Auf diese biologischen Zusammenhänge wies auch einer der führenden Lachsforscher, Dr. Detlev Ingendahl vom Landesamt für Natur und Umwelt, hin.

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MagazinSonntag, den 13. Dezember 2009

Indoor-Musikfestival in Winterscheid

Im Sommer Open-Air, im Winter Indoor. Das Öffnet externen Link in neuem FensterWinterscheider Musikfestival hatte es an diesem Wochenende in den Saal Halber verschlagen. Mit reduzierter und rockiger Besetzung spielten die Musiker auf, der Stimmung litt darunter nicht.

Um 19 Uhr machten 'Tearjerker', zu Deutsch 'Schnulze', den Anfang. Die junge Band mit Sängerin Lisa, Gitarrist Henri, Bassist Gordon und Schlagzeuger Marcel ist allerdings alles Andere als schnulzig. "Unsere eigenen Songs lassen sich am ehesten dem Alternativ-Rock zuschreiben", sagen sie über sich selbst. Im Anschluss spielte die Winterscheider Kultband 'Low Budget'. Seit 31 Jahren stehen sie auf der Bühne und spielen ihre Rocksongs aus eigener Feder. Die Coverband 'Bad Gentleman' machte den Abschluss, ohne Zugabe kamen sie nicht davon. Danach wurde noch bis tief in die Nacht gefeiert. "Wir können es eben kaum erwarten, im Sommer wieder auf der Wiese zu stehen", gaben die Jungs vom Kegelclub 'Rollen nicht Werfen' schon bekannt. Den ganzen Abend hatten sie im Saal mitgerockt.

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