Nachrichtenarchiv

BlaulichtDonnerstag, den 31. Dezember 2009

Silvester ohne Alkohol am Steuer

Alljährlich zum Jahreswechsel nimmt die Zahl der Verkehrsunfälle unter Alkoholeinwirkung zu. Bundesweit wurden im Jahr 2008 bei Alkoholunfällen im Straßenverkehr 523 Verkehrsteilnehmer getötet und 24.587 Personen verletzt. Somit kamen 12 Prozent aller Verkehrstoten oder mehr als jedes neunte Verkehrsunfallopfer bei einem Alkoholunfall ums Leben.

Die Polizei Rhein-Sieg weist darauf hin, dass bereits eine Flasche Bier das Reaktionsvermögen einschränkt und das Unfallrisiko bei 0,3 Promille bereits um 20 Prozent steigt. Bei 0,5 Promille Alkohol im Blut ist die Unfallgefahr doppelt so hoch wie im nüchternen Zustand, bei 0,8 Promille steigt die Gefahr bereits um das Vierfache. Hat man einen Verkehrsunfall mit 0,3 Promille, so droht ein Strafverfahren und der Versicherungsschutz ist gefährdet.

Der Abbau von Alkohol im Blut ist sehr langsam. Nach einer langen Feiernacht ist meist am nächsten Morgen Restalkohol im Blut. Kaffee oder 'Promille-Killer' führen nicht ? wie landläufig angenommen - zu einem schnelleren klaren Kopf. Ertappte 'Alkoholsünder' müssen mit spürbaren Konsequenzen rechnen müssen. In leichten Fällen kostet ein Verstoß mindestens 250,00 Euro Geldbuße, ein Fahrverbot und vier Punkte in Flensburg. In schwereren Fällen droht der Komplettverlust des Führerscheins, eine hohe Geld- oder sogar Freiheitsstrafe

Wer gemeinsam mit Freunden per Auto zur Silvesterfeier unterwegs ist, sollte vor Fahrtantritt klären, wer nüchtern bleibt und zurückfährt. Auch das Fahrradfahren unter Alkoholeinfluss kann zum Entzug der Fahrerlaubnis führen. Ebenso können Führerscheinbesitzer belangt werden, die sich als Beifahrer von alkoholisierten Fahrzeugführern mitnehmen lassen.

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BlaulichtMontag, den 28. Dezember 2009

Drogendealer sind angeklagt

Die Bande von Drogendealern, die im November 2008 durch einen Großeneinsatz der Polizei festgesetzt wurde (Öffnet externen Link in neuem Fensterwir berichteten), kommt nun vor das Bonner Landgericht. In Ruppichteroth, Eitorf, Windeck, Much, Lohmar, Wermelskirchen und Morsbach sollen sie Marihuana angebaut, geerntet und verkauft haben. Durch die Überwachung eines 35 Jahre alten Verdächtigen aus Oberhausen, der Kontakte zu der Bande pflegte, kam die Polizei den Dealern auf die Schliche. Bild: Archiv

800.000 Euro seien laut Staatsanwaltschaft durch sie umgesetzt worden. Elf Männer und eine Frau im Alter von 26 bis 56 Jahren sind wegen banden- und gewerbsmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge angeklagt, so Staatsanwältin Monika Volkhausen. In Wermelskirchen soll alles im Oktober 2006 mit einer ersten Plantage begonnen haben. Der Kopf der Bande ist vermutlich ein 37-Jähriger aus Windeck-Leuscheid. Der Arbeitslose habe nach und nach immer mehr Helfer angeworben. In knapp zwei Jahren seien bei 28 Ernten über 200 Kilogramm Cannabis zusammengekommen. Als Zuchthäuser dienten private Gebäude wie in Ruppichteroth-Bornscheid, aber auch Gewerbe- und Lagerhallen.

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BlaulichtDonnerstag, den 24. Dezember 2009

Kälte ließ die Rohre platzen

Von der Decke tropfte das Wasser gestern Abend in einem Haus am Ruppichterother Sonnenhang, als die Feuerwehr eintraf. Vom Obergeschoss bis in den Keller war alles durchnässt. Mit Wasserpumpen rückten die Wehrmänner an.

Mehrere Heizungs- und Wasserrohre waren vermutlich durch den starken Frost der letzten Woche geplatzt. Ein Nachbar bemerkte das Plätschern im unbewohnten Gebäude, seit September stand es leer und war nicht beheizt. Die Besitzerin konnte das Unglück kaum fassen. "Hoffentlich muss das Haus nicht abgerissen werden", sagt sie. Denn das Wasser lief durch alle drei Stockwerke bis in den Keller. Dort pumpte es die Feuerwehr dann ab, zehn Zentimeter stand es hoch. "Den Haupthahn haben wir erstmal abgedreht, so kann kein Wasser mehr nachlaufen", erklärt Einsatzleiter Alexander Franken. Nach anderthalb Stunden, gegen 20 Uhr, war der Einsatz der Feuerwehr beendet.

Ein Sachverständiger muss jetzt den Schaden begutachten und klären, in wie weit die Versicherung haftet. Für längere Zeit bleibt das Haus wohl unbewohnbar.

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BlaulichtMittwoch, den 23. Dezember 2009

Gestankwolke zog über den Rhein-Sieg-Kreis

Nach faulen Eiern roch es am Sonntagabend in vielen Gemeinden im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis. Ab 19:40 Uhr meldeten sich unzählige besorgte Bürger bei der Feuerwehr. Die löste daraufhin Großalarm aus und entsandte sofort alle 14 Messeinheiten des Kreises, um die Luft in den betroffenen Orten zu untersuchen. 

Das Ergebnis: Der starke Geruch war Schwefelwasserstoff, der Wind verteilte ihn bis nach Ruppichteroth. Im Wesselinger Shell-Werk trat die Wolke aus, dort bemerkte man die Fehlfunktionen gegen 20:15. Der Stoff hätte eigentlich in einem Kamin verbrannt werden sollen. Die Anlage wurde vorübergehend abgeschaltet. Für die Bevölkerung habe keine Gefahr bestanden, so Einsatzleiter Dietmar Klein.

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BlaulichtDienstag, den 22. Dezember 2009

In den Gegenverkehr gerutscht

Vier Menschen verletzten sich gestern Abend bei einem Verkehrsunfall auf der Nümbrechter Straße nahe Grunewald leicht. Die Straße war zwar geräumt und gestreut, jedoch wehte der starke Wind den Schnee am Waldausgang auf die Fahrbahn. Nach einer Rechtskurve rutschte eine 35 Jahre alte Gelsenkirchenerin mit ihrem Geländewagen in den Gegenverkehr. Ihr kam eine 54-Jährige aus Eitorf entgegen, frontal stießen die Fahrzeuge zusammen. 

Die Fahrerinnen und ihre jeweiligen Beifahrer wurden anschließend in das Waldbröler Krankenhaus transportiert. Der Volvo der Eitorferin hat Totalschaden. Durch die stabile Bauweise des Geländewagens begrenzten sich dessen Schäden auf das Blech. Den kompletten Sachschaden schätzt die Polizei auf mindestens 10.000 Euro.

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BlaulichtMontag, den 21. Dezember 2009

Unfälle blieben gering

65 Verkehrsunfälle registrierte die Polizei im Rhein-Sieg-Kreis während der starken Schneefälle am Wochenende. Davon krachte es elf Mal wegen glatter Straßen. "Die Unfälle hielten sich offenbar wegen des umsichten Verhaltens der Verkehrsteilnehmer in Grenzen", so Polizeisprecher Markus Grommes.

Mit Sommerreifen war in der Nacht zum Sonntag eine 18-jährige Troisdorferin auf der B56 unterwegs. Sie fuhr so langsam, dass eine 63 Jahre alte Seelscheiderin die Geschwindigkeit falsch einschätzte und ihr hinten auffuhr. Ein Beifahrer erlitt dabei leichte Verletzungen. Der Sachschaden liegt bei etwa 3500 Euro.

"Wir bitten um eine besonders vorsichtige und den Straßenverhätnissen angepasste Fahrweise", sagt Grommes. Die Temperaturen würden sicherlich noch weiter sinken und weiterhin sei mit erheblicher Straßenglätte zu rechnen. Autofahrer sollten auch darauf achten, dass ihre Fahrzeuge mit Winterreifen bestückt sind.

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BlaulichtMontag, den 21. Dezember 2009

Windecker Rathaus stand unter Wasser

Zwischen dem zweiten und dritten Stock des Rathauses in Windeck trat gestern Abend Wasser aus. Durch alle Geschosse bis in den Keller liefen die Wassermassen in einer Gebäudehälfte. Die genaue Ursache ist bisher unklar.

Computer und andere technische Geräte räumten die 60 Einsatzkräfte der Windecker Feuerwehr aus den Räumen, ebenso wie Akten aus der Buchhaltung. Untestützt wurden sie dabei von Mitarbeitern von Bauhof und Verwaltung. Mit Plastikfolien deckten die Helfer provisorisch das Mobiliar ab. Das DRK versorgte sie mit Kaffee und Tee, Bürgermeister Jürgen Funke orderte bei einer nahegelegenen Pizzeria Essen. Da der Strom aus Sicherheitsgründen abgeschaltet werden musste, stellten die Wehrmänner die Beleuchtung mit Stromaggregaten sicher.

Das Wasser wurde mit mehreren Wassersaugern entfernt. Noch am Abend traf eine Firma zur Wasserschadenssanierung ein. Die Schadenshöhe konnte noch nicht beziffert werden. Im Verwaltungsgebäude I wird zunächst nicht gearbeitet werden können. Anlaufstelle ist das Bürgerbüro. Die Gemeinde Windeck hat unter der Telefonnummer 02292-601165 ein Servicetelefon geschaltet.

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BlaulichtMittwoch, den 16. Dezember 2009

Das Haus voller Waffen

Es war der größte Waffenfund seit Jahrzenten im Rhein-Sieg-Kreis. Über 50 funktionstüchtige Gewehre und Pistolen stellte die Siegburger Polizei im Haus eines verstorbenen 61-Jährigen Hennefers sicher, rund 60.000 Schuss Munition unterschiedlicher Kaliber hatte er ebenfalls illegal gelagert.

Ende Oktober meldete die Briefträgerin der Polizei, dass der Briefkasten des Mannes im Ortsteil Söven überquellte. Die Beamten fanden den 61-Jährigen tot in seinem Haus im Sessel sitzend auf, ein Mord ist ausgeschlossen. Bei der genaueren Durchsuchung des Hauses stießen sie auf das Waffenarsenal, der Verstorbene hatte alles gut eingepackt und nicht sichtbar untergebracht. "Der Mann war wahrscheinlich ein Waffennarr", sagt Polizeisprecher Burkhard Rick. Über Jahre müsse er sich die Sammlung aufgebaut haben, vor allem über den Schwarzmarkt. Die Ermittlungen über die Verkäufer und Kontaktpersonen laufen auf Hochtouren.

Alle Pistolen und Gewehre, teilweise verbotene Kriegswaffen, waren technisch in einwandfreiem Zustand, darunter auch einige Sammlerstücke. Wie das damalige Ordonnanzgewehr der deutschen Wehrmacht, ein 'K98' oder ein Nachbau der Pistole '08' des schwedischen Herstellers Husqvarna, die schon 1908 entwickelt wurde. Der Wert der Sammlung liegt bei mindestens 25.000 Euro, gemessen an Schwarzmarktpreisen sogar 50.000 Euro. "Wir vermuten, dass er keinen Überblick mehr hatte", so Rick weiter. Viele Waffen waren verstaubt. Die Munition hatte er teilweise selber hergestellt. Hülsen, Zündplättchen und Geschosse sind frei käuflich, nur das hochexplosive Schießpulver nicht. Auch die Waffen baute der ehemalige Laborant um.

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BlaulichtDienstag, den 15. Dezember 2009

Betrunken in die Straßenlaterne

In eine Laterne auf der Mucher Straße in Ruppichteroth fuhr in der Nacht zum Sonntag ein 19-Jähriger Ruppichterother. Betrunken war in Richtung B478 unterwegs, an der katholischen Kirchen kam er nach rechts von der Fahrbahn ab. Mit einem 22 Jahre alten Freund versuchte er den demolierten Pkw abzuschleppen. Vor Ort stellte die alarmierte Polizei fest, dass auch der Helfer unter Alkoholeinfluss stand. Zur Unfallstelle kam der mit seinem eigenem Auto, deshalb wurde beiden Fahrern eine Blutprobe entnommen und die Führerscheine eingezogen. Der entstandene Sachschaden lag bei etwa 3000 Euro. Die Laterne wurde bereits erneuert.

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BlaulichtSonntag, den 13. Dezember 2009

Stute rutschte in den Straßengraben

"Da liegt ein Pferd im Graben", meldete am Freitag eine besorgte Anwohnerin dem Feuerwehr-Notruf. In Etzenbach rutschte die Lettenstute Depija beim Auslauf in den schlammigen Straßengraben. Selbständig konnte sie sich nicht mehr aufraffen, da sie mit den Beinen nach oben lag. Über 90 Minuten lang dauerte die Rettung.

Die Besitzerin ritt voran und hatte das Pferd an einer Leine, als es plötzlich umknickte. Auf dem nahegelegenen Pferdehof suchte sie Hilfe, mit einem Trecker rückte ein Bauer an. Die angeforderte Tierärztin ließ jedoch auf sich warten. Decken und haufenweise Heu schleppte man an, um eine Unterkühlung zu verhindern. Da der Kreislauf der Stute zusammenzubrechen drohte, legte die Ärztin eine Infusion.

Mit den stabilen Löschschläuchen der Feuerwehr umwickelten die Helfer das Tier, am Trecker wurden sie befestigt. Dann hob man Depija langsam aus dem Graben. Wieder auf allen Vieren stehend ging es ihr schlagartig besser. Verletzungen zog sie sich nicht zu, trotz des hohen Alters von 28 Jahren. Was blieb war nur der Schock, bei Tier und Besitzerin.

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BlaulichtMittwoch, den 2. Dezember 2009

Die Hydrantenschmierer

Winterfest machen die Löschzüge Ruppichteroth und Winterscheid in diesen Tagen die Hydranten in der Gemeinde. Sechs bis acht Wochen dauert die Pflege der weit über 1000 Wasserspender. Jedes Jahr wiederholt sich die Prozedur, bis Mitte Dezember müssen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Die Hydranten werden gesäubert und der Rand mit Fett geschmiert, damit sie im  Winter nicht zufrieren. Denn wenn es brennt müssen sie in Sekundenschnelle zu öffnen sein. Durch die Hydranten ist die permanente Wasserversorgung bei Löscharbeiten gesichert. Auch einer allgemeinen Kontrolle werden sie unterzogen. Sind Deckel und Abdeckungen in Ordnung? Sind die Hinweisschilder vorhanden und richtig angebracht?

Mit Karte, Spachtel und Fett bewaffnet durchforsten die Wehrmänner und -frauen in Gruppen die Orte, auch die Jugendfeuerwehr hilft mit. Jedes Jahr wechseln die Touren. "Dadurch bekommt man auch Ortskenntnis und lernt die Lage der Hydranten kennen", sagt Hauptbrandmeister Siegmar Bröhl.

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