Nachrichtenarchiv
Nach Schmierereien gefasst
Auf frischer Tat ertappt hat die Polizei zwei Graffiti-Sprayer vergangenen Mittwoch. Zuvor wurden Wartehäuschen der Bushaltestellen in Ahe und Herrenbröl beschmiert. Die Farbe war frisch auf den Plexiglasscheiben aufgetragen und ließ sich noch verwischen.
Ein aufmerksamer Bürger meldete der Leitstelle, unabhängig von den Sachbeschädigungen, am Abend zwei verdächtige Jugendliche, die sich an seinem Grundstück an der Rathausstraße aufhielten. Als er die Beamten zu den Tatverdächtigen führte, ließen diese eine Plastiktüte fallen, gefüllt mit Spraydosen und Sprühköpfen. In einem mitgeführten Rucksack befand sich zudem eine schwarze Gesichtsmaske und eine Sturmhaube.
Trotz der erdrückenden Beweislage bestritten die beiden 15 und 16 Jahre alten Ruppichterother die Tat vehement. Die Polizei brachte die Jugendlichen nach Hause und übergab sie den Erziehungsberechtigten. Die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung dauern an.
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1106 Rettungsdiensteinsätze
Im Zeitraum von Weiberfastnacht bis zum Morgen des Aschermittwochs um 08.00 Uhr wurden bei der Rettungsleitstelle des Rhein-Sieg-Kreises 1106 Rettungsdiensteinsätze registriert. Davon war bei 283 Einsätzen auch die Versorgung durch einen Notarzt notwendig.
Damit ging während der Karnevalstage, im Vergleich mit einem alltäglichen Zeitraum, um das Doppelte an Anrufen ein. In der Regel kommen so rund 540 Rettungsdiensteinsätze 240 Notarzteinsätzen zusammen.
Etwa die Hälfte der 1106 Rettungsdiensteinsätze in diesem Jahr dienten der Erstversorgung, beispielsweise bei Herzinfarkt oder Kreislaufkollaps. Der übrige Anteil stand im Zusammenhang mit karnevalistischen Auswüchsen: übermäßiger Alkoholkonsum, kleinere Schürfwunden, Verletzungen, Schlägereien. Im letzten Jahr sah die Statistik in etwa gleich aus.
BlaulichtMontag, den 23. Februar 2009
Überschlag auf nasser Fahrbahn
Kein Karnevalszug hat am Rosenmontag die B478 versperrt. Bei leichtem Regen geriet ein Kleinwagen zwischen Bröl und Allner ins Schleudern. Die Fahrerin konnte den Renault nicht mehr abfangen und fuhr gegen den rechten Bordstein. Darauffolgend rutschte der PKW über die gegnerische Fahrbahnseite, überschlug sich und blieb auf dem Dach im Wassergraben liegen.
Dem Rettungsdienst gab die Fahrerin unter Schock an, sich nicht verletzt zu haben, ein Schleudertrauma ist nicht auszuschließen. Zur Bergung und Absicherung wurde die Hennefer Feuerwehr alarmiert. Das Unfallauto musste mit Totalschaden abgeschleppt werden.
BlaulichtSamstag, den 21. Februar 2009
Einsatzbilanz zu Weiberfastnacht
Am gestrigen Donnerstag luden traditionell kreisweit große Weiberfastnachtsevents auf den Marktplätzen zum mitfeiern ein.
Siegburg hatte den größten Jeckenansturm: über 4000 Narren trafen sich dort. Im Polizeieinsatz waren dort 31 Beamte. Die Stadt Siegburg hatte 47 Ordnungshüter eingesetzt. Erfreulicherweise gab es keine Probleme mit alkoholisierten Kindern. 12 Schlägereien mussten geschlichtet werden. 135 Personen erhielten Platzverweise, 9 Narren mussten in Gewahrsam genommen werden, davon ein Minderjähriger. Seitens der Polizei wurden 15 Strafanzeigen erstattet. Die Ordnungskräfte ahndeten 59 Ordnungswidrigkeiten. Das DRK half 69 Jecken wieder auf die Beine.
Auf dem Sankt Augustiner Marktplateau feierten rund 3000 Besucher, hauptsächlich Jugendliche. Die Veranstaltung verlief problemlos. Die Rettungskräfte behandelten 20 Personen aufgrund von Alkohol und kleinen Schnittverletzungen. 9 Polizeibeamte sowie eine große Zahl von Ordnungskräften waren hier im Einsatz.
In Hennef stimmten sich rund 600 Jecken auf den kommenden Straßenkarneval auf dem Marktplatz ein. Die Veranstaltung verlief friedlich und ohne größere Störungen. 12 Polizeibeamte und 18 städtische Kräfte waren im Einsatz. Der Bahnhof wurde von 3 Beamten der Bundespolizei überwacht. An der ?Unfallhilfestelle? mussten 22 Personen, hauptsächlich wegen Schnittverletzungen, behandelt werden. Alkoholisierte Kinder wurden nicht gesichtet. Vier Erwachsene wurden in Gewahrsam genommen werden. Die Polizei erstattete 6 Strafanzeigen.
BlaulichtMontag, den 16. Februar 2009
Bei Glätte auf der B478 verunglückt
Eine Schwerverletzte forderte am frühen Morgen ein Verkehrsunfall auf der Brölstraße. In Richtung Ruppichteroth war die 53-jährige Henneferin unterwegs, als sie zwischen Ingersau und Herrenstein in einer Linkskurve die Kontrolle über ihren PKW verlor. Das Fahrzeug touchierte zunächst die rechte Leitplanke, rutschte über die gegnerische Fahrbahnseite in den Graben und fuhr in Schräglage einige Meter die Böschung entlang, ehe es auf der Seite liegenblieb. Nach der Erstversorgung transportierten Rettungssanitäter die Fahrerin zur weiteren Behandlung in das Siegburger Krankenhaus. Bilder: Christof Schmoll
Die zwar geräumte, aber teilweise vereiste und mit Schneematsch bedeckte Straße war wohl die Ursache für das Unglück. Der Toyota musste mit hohem Sachschaden abgeschleppt werden. Die B478 blieb im Berufsverkehr für eine halbe Stunde gesperrt.
BlaulichtSamstag, den 14. Februar 2009
11.000 Führerscheine sind genug
In den Schränken der Führerscheinstelle des Kreises türmen sich mittlerweile rund 11.000 Akten mit eingezogenen Führerscheinen. Hauptgrund für die Entziehung der Fahrerlaubnis ist Alkohol im Straßenverkehr. Eine Neuerteilung nach Ablauf der gerichtlich verhängten Sperrfrist ist antragsabhängig und kann erst erfolgen, wenn die Eignung nachgewiesen wurde. Dies geschieht in den meisten Fällen erst nach einer zeitaufwendigen therapeutischen Aufarbeitung und dem positiven Abschluss einer medizinisch-psychologischen Untersuchung.
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BlaulichtMittwoch, den 4. Februar 2009
Gurtmuffel haben keine Chance
Tagtäglich, wenn wir des Deutschen liebstes Spielzeug besteigen, fährt mit uns der Lebensretter Nummer 1 im Straßenverkehr. Oftmals lassen wir ihn unbeachtet, weil wir ja nur 500 Meter fahren, weil wir keine Zeit finden, ihm die nötige Beachtung zu schenken, weil er einfach manchmal lästig zu sein scheint: unser möglicher Lebensretter, der Sicherheitsgurt.
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