Nachrichtenarchiv

BlaulichtMittwoch, den 21. Januar 2009

Projekt für Jugendfeuerwehren: Rettet das Kreisarchiv

?Rettet das Kreisarchiv? heißt der Aufruf an alle Jugendfeuerwehren im Rhein-Sieg-Kreis. Die Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen hat im Rahmen des Landeswettbewerbes ?Blick zurück nach vorn? zu diesem ungewöhnlichen Projekt aufgerufen. Eines Herausforderung für alle Jugendfeuerwehren, einen Notfallplan für das heimische Kreisarchiv zu entwickeln. Mit der Auswahl ist eine Förderung von 8.000 Euro verbunden. Ziel des Wettbewerbs ist, Jugendliche durch innovative Ideen an die Kulturinstitution ?Archiv?, an deren Auftrag und Funktion, heranzuführen. Das vom Archiv des Rhein-Sieg-Kreises eingereichte und geförderte Projekt zeigt einen neuen Weg der Annäherung an die archivarischen Aufgaben. Das Knowhow der jungen Feuerwehrleute soll hierbei unter der Thematik ?Kulturgutschutz? genutzt und erweitert werden. (Bild: Jugendfeuerwehr beim Feuerwehrfest Ruppichteroth)

Gesucht werden Mitglieder der Jugendfeuerwehr ab 14 Jahre und junge Feuerwehrleute bis 20 Jahre.
Die Teilnehmer sollen zunächst die Räumlichkeiten und die im Kreisarchiv lagernden Materialien kennen lernen. Später wird eine klassische inhaltliche Recherche durchgeführt. Weiterhin sollen Notfallszenarien entwickelt, bestehende Notfallpläne für Archive und andere Kultureinrichtungen regional und überregional recherchiert und auf die Situation in Siegburg angepasst werden. Ziel wird sein, den Entwurf eines Notfallplans für das Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, der als Grundlage für einen Notfallverbund auf Kreisebene dient, zu entwickeln. Damit die Praxis nicht zu kurz kommt, werden die jungen Feuerwehrleute mit den Archivmitarbeitern das richtige Verhalten im Katastrophenfall einüben oder auch eine Bergungsübung planen und durchführen.

Die Bewerbungsfrist endet am 18. März 2009. Weitere Informationen und Anmeldungen gibt es bei der Projektleiterin im Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Monika Marner, Telefon  02241 / 13-2883 oder E-Mail: monika.marner(at)rhein-sieg-kreis.de. Aktuelle Infos unter www.rhein-sieg-kreis.de

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BlaulichtMontag, den 19. Januar 2009

Feucht-fröhlich in den Graben

Für die Handballer und Fans der HSG Rheinbach-Wormersdorf war dieser Samstag eine Achterbahn der Gefühle. Die Deutsche Handballnationalmannschaft erzielt bei der Weltmeisterschaft nur ein Unentschieden gegen Russland. Die HSG hingegen siegt über den TuS Derschlag mit 36:24 und sichert sich weiterhin ungeschlagen die Tabellenspitze in der Oberliga. Und auf der Rückfahrt des Spieles passiert es dann: Der vollbesetzte Mannschaftsbus rutscht gegen 22 Uhr bei Retscheroth von der eisglatten Straße in den Graben. Erst die Böschung kann den 13-Tonner bremsen, der sich mehrere Meter ins Erdreich frisst.

Die wetterbedingt erst nach einiger Zeit eintreffende Polizei sicherte den Unfallort ab, wenig später folgte der Löschzug aus Ruppichteroth, um auszuschließen, dass Betriebsstoffe in die Umwelt gelangen könnten. Da sich niemand verletzt hatte, trat der Rettungsdienst schnell wieder den Heimweg an, ebenso wie die Feuerwehr.

Fast drei Stunden vergingen, bis der angeforderte Abschlepper samt Ersatzbus aus Euskirchen ankam. Die rund 50 Insassen machten es sich derweil draußen und drinnen bequem, die Kälte störte dabei niemanden. Vielleicht lag es am Alkoholpegel der Feiernden, genug ?Kölsch an Bord? gab es jedenfalls, wie schon eine Aufschrift an der Front des Busses verriet. Selbst für den vorbeifahrenden Winterdienst, der die L312 leider zu spät streute, machte man noch gut gelaunt eine Laola-Welle.

Der entstandene Sachschaden fiel gering aus, lediglich die Stoßstange war demoliert. Trotz der geringen Geschwindigkeit war der Bus nicht mehr zu kontrollieren, als er ins Rutschen geriet. Wie so oft wurde wohl die überfrierende Nässe unterschätzt, die gerade in der bergischen Region urplötzlich auftreten kann.

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BlaulichtDonnerstag, den 8. Januar 2009

Hoher Schaden durch Kaminbrand

Heute Vormittag sorgte ein verschlossener Schornstein für mächtig Ärger. Erst gestern hatte der Löschzug Ruppichteroth mit einem Kellerbrand in Oberlückerath zu kämpfen, nun ging es für die Einsatzkräfte nach Kammerich.

Die Bewohner des Hauses stochten den offenen Ofen mit etwas Holz an, allerdings verhinderte vermutlich ein Defekt an der Drosselklappe den Abzug der Rauchgase. Diese verteilten sich blitzschnell in den benachbarten Räumen. Man versuchte noch vor eintreffen der Feuerwehr die Flammen mit einem Pulverlöscher zu ersticken, was jedoch die gesamte Einrichtung in Mitleidenschaft zog. So lagerte sich neben Ruß auch der feine Pulverstaub ab.

Die rund zehn Wehrmänner kontrollierten den Kamin und sorgten mit Hilfe des Überdrucklüters für rauchgasfreie Räume. Nach ersten Angaben ist der Sachschaden ist beachtlich. Mindestens ein Raum muss komplett neu renoviert werden.

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BlaulichtDonnerstag, den 8. Januar 2009

Einbruch ins Jugendzentrum Winterscheid

Am 18. Dezember 2008 bemerkten Zeugen, dass in die Räume des Jugendzentrums Winterscheid am Feuerwehrhaus eingebrochen wurde. Die Tatzeit kann auf die drei Vortage begrenzt werden. Die Einbrecher entwendeten verschiedene Elektrogeräte und beschädigten einige Einrichtungsgegenstände. Die Gemeinde Ruppichteroth hat Anzeige gegen unbekannt erstattet. Für Hinweise, die zur Überführung des oder der Täter führen, wird von der Gemeinde eine Belohnung in Höhe von 100 ? ausgesetzt. Sachdienliche Hinweise nehmen Herr Breuer von der Gemeindeverwaltung (02295/4925) oder Herr Schütthof von der Polizei (02295/5425) entgegen.

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BlaulichtMittwoch, den 7. Januar 2009

Eisige Temperaturen erschwerten Löscharbeiten

Große Rauchschwaden stiegen am heutigen Nachmittag aus einem Wohnhaus in Oberlückerath, im Kellergeschoss sengten Einrichtungsgegenstände einer Küche. Zunächst ging die Ruppichterother Feuerwehr von einem kleinen Zimmerbrand aus, aufgrund der zunehmenden Qualmentwicklung musste man jedoch mit einem eventuell größeren Feuer rechnen. Vor Ort wurden weitere Einsatzkräfte aus Winterscheid nachalarmiert.

Sowie sich das zuerst größer eingeschätzte Ausmaß der Flammen eröffnete, konnten die Winterscheider die Anfahrt abbrechen - die Löscharbeiten wurden dennoch nicht erleichtert. Schnelle Reaktionen der 15 Mann starken Truppe waren gefragt, als sich herausstellte, dass durch die anhaltende Kälte ein Hydrant zugefroren war. Mit dem Wasser aus den Tanks des Löschfahrzeuges rückte man dem Brand zu Leibe, der dann schnell unter Kontrolle war. Ein Überdrucklüfter befreite die Räumlichkeiten vom restlichen Rauch.

Ermittlungen ergaben, dass ein Kurzschluss einer Steckdose in der Küche die Ursache für das Feuer war. Da der Rauch das gesamte Wohnhaus durchzog, sind nahezu alle Räume verrußt. Die Höhe des Sachschadens konnte noch nicht geschätzt werden.

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BlaulichtDonnerstag, den 1. Januar 2009

Eine Bilanz zu Silvester

Fast schon traditionell werfen die faszinierenden Lichtspiele zu Silvester ihre Schatten in das neue Jahr. So fallen vielerorts die mit Flaschen, Karton und Böllern verschmutzten Straßen und Plätze auf, für die sich anscheinend niemand verantwortlich fühlt. Am wenigsten diejenigen, die dort den Jahreswechsel feierten.

Nicht direkt sichtbar für die breite Masse waren die Einsätze, die Feuerwehr und Polizei in der Nacht auf den Plan riefen. Den Anfang machte schon am Nachmittag ein brennendes Gewächshaus in Eitorf. Mit 30 Wehrleuten und sechs Fahrzeugen rückten die Eitorfer aus, um das Feuer zu löschen. Zeugen gaben der Polizei zu Protokoll, Jugendliche beobachtet zu haben, die vor den mit Folie bespannten Häuschen Feuerwerkskörper zündeten. Nach 0 Uhr gingen Büsche, Mülleimer und Hecken in Flammen auf. Meist hatte die Feuerwehr die Lage jedoch schnell im Griff. Eine brennende Hecke in Ruppichteroth konnte schon durch Anwohner gelöscht werden, bevor der Löschzug eintraf. In Eitorf fiel ein Hasenstall dem Feuer zum Opfer, Einsatzkräfte schäumten die Hütte komplett ein.

Die Polizei registrierte im gesamten Kreisgebiet in der Zeit von 17 bis 7 Uhr 17 Körperverletzungen und Schlägereien, hinzu kamen noch sechs Sachbeschädigungen und fünf zu stark alkoholisierte Personen. Dennoch fällt, im Verlgeich zu den Vorjahren, die Bilanz an Notfällen äußerst positiv aus.

Letztendlich trüben all diese negativen Eindrücke die Neujahrsstimmung nicht. Es wurde viel gefeiert, manche Zeitung spricht sogar von ?in Rekordzahl? abgeschossenen Raketen. Vielleicht ein gutes Zeichen, um die Herausforderungen in 2009 zu meistern.

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