Nachrichtenarchiv
Bürgerbefragung zur Lebensqualität in der Region
Update: Umfrage zur Lebensqualität in der Region verlängert
Bis zum 31. Juli besteht noch die Möglichkeit, an der Befragung zur Lebensqualität in der Region des Bergischen Rhein-Sieg-Kreises teilzunehmen. Je mehr (anonymisierte) Fragebogen abgegeben werden, desto aussagekräftiger ist die Erhebung für die zukünftige Planungsarbeit.
Im Rahmen des Integrierten Ländlichen Entwicklungs-Konzeptes (ILEK), das die vier "Bergkommunen" des Rhein-Sieg-Kreises derzeit erarbeiten, beschäftigt sich eine Projektgruppe mit dem Erhalt und der Steigerung der Lebensqualität in den Orten. Was aber bedeutet Lebensqualität in den Augen der Betroffenen, der Bürger in Lohmar, Much, Neunkirchen-Seelscheid und Ruppichteroth? Wo liegen die Stärken und Schwächen der einzelnen Orte und der Region? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, wurde ein einseitiger Fragebogen entwickelt. Dieser beschäftigt sich mit der Landschaft, der Mobilität, der Versorgungs-Situation, dem Wohnumfeld, dem Arbeitsmarkt, dem Bildungs-, Freizeit- und Kultur-Angebot, sozialen Fragen sowie dem Grad der Bürgerbeteiligung. Der Fragebogen liegt im Rathaus sowie im Bürgerbüro Seelscheid aus und kann auch im Internet abgerufen werden. Je mehr ausgefüllte Bögen bis zum 30. Juni in den Rathäusern oder per Telefax (0261 / 3043922) eingehen, desto aussagekräftiger ist das Ergebnis für die Ermittlung des Handlungsbedarfs.
Fragebogen im PDF-Format
RegionMittwoch, den 25. Juni 2008
Freizeitmagazin jetzt auch für Ruppichteroth
Mit Ankündigungen und redaktionellen Berichten vor Ort erfahren Sie im 'Freizeitmagazin' Buntgemischtes aus den Gemeinden Neunkirchen-Seelscheid, Much und seit Juli 2008 nun auch aus Ruppichteroth.
Der monatliche Veranstaltungskalender bietet eine vielseitige Übersicht an weiteren Freizeitmöglichkeiten im Juli mit Hinweisen auf Anmeldetermine zu den Ferienangeboten für Kinder und Jugendliche.
Die Juli-Ausgabe erschien am 20. Juni und liegt bereits in Ruppichteroth, Schönenberg und Winterscheid an mehr als 25 Auslagestellen aus, damit man rechtzeitig interessante Angebote für die Urlaubsplanung auch Zuhause findet.
RegionDienstag, den 24. Juni 2008
Scheckübergabe an die ?Tafel Oberberg Süd?
Hans-Jürgen Schnell überreichte 3000 Euro
Rundum glücklich zeigte sich der Ruppichterother Augenarzt Dr. Hans-Jürgen Schnell, der zusammen mit Dr. Martin Radermacher in Waldbröl eine augenärztliche Gemeinschaftspraxis und ein AugenLaserZentrum unterhält. Konnte er doch einen Scheck in Höhe von 3000 ? an die Tafel Oberberg Süd übergeben. Anlässlich seines 60. Geburtstag hatte Dr. Schnell die Gratulanten gebeten, anstatt Geschenken zugunsten der ?Tafel? zu spenden.

v.l.n.r.: Dr. Martin Radermacher, Dr. Hans-Jürgen Schnell, Magdalene Becher, Alfred Freitag
Alfred Freitag und Magdalene Becher, zwei ehrenamtliche Helfer der ?Tafel Oberberg Süd? waren ins Medic-Center am Kreiskrankenhaus gekommen, um den Scheck entgegen zu nehmen. ?Wir können das Geld sehr gut brauchen, da ein Kühlwagen angeschafft werden muss, damit die Lebensmittel ordnungsgemäß transportiert und aufbewahrt werden können. Gerade im Sommer ist dies für uns ein großes Problem?, erklärte Teamleiter Freitag.
Zur Zeit werden rund 900 Personen (darunter 600 Kinder und Jugendliche) von der Waldbröler Tafel unterstützt. Die Hilfesuchenden kommen u.a. aus Windeck, Ruppichteroth, Nümbrecht, Morsbach, Reichshof und Waldbröl. Die Tafel organisiert aus diesen Gemeinden auch die Nahrungsmittel aus Supermärkten oder z.B. Bäckereien. Der Handel gibt die Nahrungsmittel ab, weil sie nur noch ein Mindesthaltbarkeitsdatum von ein paar Tagen haben, oder auch die Verpackungen beschädigt sind, oder Produktumstellungen erfolgen müssen. Manchmal müssen auch Saisonartikel einfach nur dem neuen Angebot weichen. Zusätzlich erhält die Tafel auch Sachspenden von Schulen oder Vereinen.
Jeder Artikel wird von den ehrenamtlichen Helfern genau unter die Lupe genommen. Lebensmittel, die nicht mehr für den Menschen zum Verzehr geeignet sind, erhält ein Landwirt für seine Tiere oder für den Kompost. Zweimal wöchentlich (dienstags und freitags) erfolgt die Lebensmittelausgabe in der Brölbahnstraße 1 in Waldbröl. Mittlerweile werden ca. 3 Tonnen Lebensmittel pro Woche verteilt. Einen symbolischen Beitrag von knapp 2 ? pro Tasche, deren realer Wert zwischen 30 und 40 ? liegt.
Dr. Schnell: ?Ich bin froh, dass so viele meiner Geburtstagsgratulanten meinem Wunsch entsprochen und für diesen guten Zweck gespendet haben. Gerade auch in unserer Konsumgesellschaft darf es nicht sein, dass Lebensmittel verderben oder weggeworfen werden, wenn auf der anderen Seite Menschen nicht das Notwendige zum Leben haben.?
Der Begriff ?Tafel? ist durch eine Dachorganisation geschützt. Bundesweit gehören ihr mehr als 700 Tafeln an. Sie arbeiten alle nach den gleichen Prinzipien. Sie hilft mit Lebensmitteln bedürftigen Menschen (von der Tafel ?Kunden? genannt) unter uns. Die Bedürftigkeit wird durch amtliche Nachweise überprüft.
RegionMontag, den 23. Juni 2008
Waldbröl außer Rand und Band
23.06.08 - Als am vergangenen Samstag Abend der Abpfiff durch die Lautsprecher der Waldbröler Fernseher erklang, gab es kein Halten mehr. Mit einem 3:1 Fußball-Krimi nach Verlängerung siegte die russische Mannschaft unerwartet über die Niederländer.
Kurz darauf war die komplette Kaiserstraße mit russischen Fans - und deren Autos - gefüllt, ein weiß-blau-rotes Fahnenmeer erstreckte sich im Waldbröler Zentrum. Selbst dem Gesetz waren die Hände gebunden. Den zwei anwesenden Streifenwagen des Oberbergischen Kreises blieb nichts anderes übrig, als die Straße zu sperren. Bis tief in die Nacht hielten die friedlichen Feiern an.
0 KommentareRegionFreitag, den 6. Juni 2008
Neue Internet-Zeitung für Lohmar geht online
Nach langjährigem Bestehen der Internet-Zeitungen für Neunkirchen-Seelscheid und Much hat heute die Firma STUDIO 242 ihr drittes Portal offiziell vorgestellt. Zukünftig finden Sie unter http://www.lohmar.info/ zumeist tagesaktuelle Meldungen über Geschehnisse aus den Bereichen Kultur, Stadtentwicklung, Verkehr, Politik und Sport aus dem gesamten Lohmarer Stadtgebiet.
0 KommentareRegionMontag, den 2. Juni 2008
EM 2008 im Saal Thölen
Public Viewing war schon 2006 der Knaller, zur EM setzt das Team des Tanzcafé Berghof die Erfolgsstory fort!
Auf der Riesenleinwand werden alle Spiele der deutschen Mannschaft live übertragen, im geräumigen Saal finden über 300 Fans platz - so kommt Stadionatmosphäre auf! Als besonderes Highlight gibt es Sangria und Kölsch vom Fass, für das leibliche Wohl ist ebenfalls bestens gesorgt.
Die Vorrundenspiele mit deutscher Beteiligung:
Sonntag, 8. Juni | Polen | 20:45 | Klagenfurth |
Donnerstag, 12. Juni | Kroatien | 18:00 | Klagenfurth |
Montag, 16. Juni | Österreich | 20:45 | Wien |
Einlass ist immer eine Stunde vor Anpfiff!
0 KommentareRegionFreitag, den 30. Mai 2008
Milchstreik mal anders
Momentan ist er in aller Munde: Der Milchstreik. 45 Prozent der deutschen Gesamtproduktion an Milch, das sind rund 35 Tonnen, werden von Mitgliedern des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM) erzeugt. Die aktuellste Senkung von 35 auf 27 Cent pro Liter treibt die Bauern in den Ruin, die Wirtschaftlichkeit vieler Betriebe ist gefährdet - und somit ihre Existenz. Erst ab einem Preis von 43 Cent sei diese wieder gesichert, so lautet auch die Forderung der Bauern an die Molkereien. Bisher sehen die großen Molkereien noch keinen Handlungsbedarf, trotz des Lieferstopps seien keine Engpässe in den Kühlregalen zu erwarten.
Vielerorts verlässt die Milch deshalb nicht mehr die Bauernhöfe, sie wird zu Futter verarbeitet, als Dünger für die Äcker genutzt, manchmal auch einfach weggeschüttet. Ein Traditionsunternehmen aus Much schlägt einen ganz anderen Weg ein: Als symbolische Unterstützung und Solidarisierung mit den Milchbauern der Region kauft "Landbautechnik Josef Bonrath" Milch in lokalen Discountern und lässt sie karitativen Zwecken, wie der Ruppichterother Tafel, dem Kindergarten Purzelbaum in Much-Niederwahn oder dem katholischen Kindergarten Much-Marienfeld, zukommen.
LBT Bonrath ist auf Bundesebene mit ihrer Aktion nur ein kleiner Fisch, doch umso bedeutender für die hiesige ländlich geprägte Region, für die die Landwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist.
RegionMittwoch, den 28. Mai 2008
Bauarbeiten der Bröltalstrasse (B478) abgeschlossen
Bei der Ausführung der Bauarbeiten verlief alles wie geplant, so dass heute im Laufe des Tages die einseitige Sperrung der Bröltalstrasse aufgehoben und die Fahrbahn für den Verkehr in beide Richtungen freigegeben werden konnte. Zunächst wurden die Schilder im Verlauf der Strecke zur Seite gedreht und werden in den nächsten Tagen eingesammelt. Anwohner der Umgehungsstrassen sind über den Wegfall der umgeleiteten Fahrzeuge erfreut, auch Schul- und Linienbusse fahren nun wieder wie gewohnt nach Fahrplan.
RegionMontag, den 12. Mai 2008
Von Pfeilen, Speeren und Akkuschraubern
36 kleine und große Kinder im Alter von 11 - 35 Jahren machten sich an diesem Pfingstwochenende auf den Weg in den Wald.
Die DPSG (Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg) Winterscheid schlug am Freitag ihr traditionelles Pfingstlager inmitten des Bröltals auf, dem ein rund 6km langer Fußmarsch zuvor ging. Nachdem die Zelte standen, eine Feuerstelle ausghoben war und das "Plumpsklo" einsatzbereit war, ließ man den Abend am Lagerfeuer mit Gitarre und Gesang ausklingen.
Am nächsten Tag wurde es dann schon anspruchsvoller: Es mussten Waffen zur Verteidigung gebaut werden, denn das Motto war dieses Jahr "Asterix und Obelix" - ein Überfall der Römer war also jederzeit zu erwarten. Bei solch einem Thema darf natürlich das Spanferkel nicht fehlen, doch wie bringt man es zum gleichmäßigen drehen? Die Leiter des Stammes hatten sich zuvor überlegt, den angrenzenden Bachlauf zu nutzen. So staute man kurzerhand das Wasser und baute eine Rinne, sodass ein selbst gebautes Wasserrad aus Fahrrädern und Holzresten betrieben werden konnte. Ganz ohne elektrische Hilfe geschah dies jedoch nicht, zwei Akkuschrauber griffen den Tüftlern unter die Arme. Doch das Konstrukt funktionierte noch nicht richtig, so lies man es vorerst über Nacht ruhen und stellte stattdessen den rund 10m hohen Banner auf. Anschließend fand der "Horrortrip" statt, eine Art Nachtwanderung, bei der den Pfadfindern gehörig Angst und Bange gemacht werden sollte.
Mit frischem Elan machte man sich am Sonntag wieder an das Wasserrad und siehe da: Mit ein wenig Feinabstimmung der einzelnen Elemente drehte sich das Spanferkel! Nachdem der ebenfalls selbst gebaute Brotofen in Betrieb genommen wurde, konnte das große Abschlussfest beginnen. Man aß, trank und sang gemeinsam bis tief in die Nacht. Nur der Angriff der Römer auf den kleinen Winterscheider Außenposten blieb aus.
0 KommentareRegionDienstag, den 6. Mai 2008
'Die Schülerhilfe Ruppichteroth' feiert einjähriges Bestehen
Seit einem Jahr erscheint die 'Villa Daheim', erbaut von den Gründern der 'Gebrüder Willach GmbH', in neuem Glanz.
Der Enkel der einstigen Erbauer, Christian Willach, startete im Frühjahr 2007 das Projekt 'Die Schülerhilfe Ruppichteroth'. Seitdem betreute er mit seinem Team rund 65 Schülerrinnen und Schüler, die ihre schulischen Defizite nicht mehr alleine in den Griff bekamen. ?Am häufigsten wird Nachhilfe in Mathematik, Englisch und Deutsch nachgefragt", erzählt Willach. Darüber hinaus bietet die Ruppichterother Schülerhilfe Unterricht in den Fremdsprachen Französisch und Latein, sowie vielen Nebenfächern und sogenannten 'Intensivkursen' an. Diese finden meist in den Ferien statt und bereiten die Schüler auf wichtige Prüfungen und Klausuren vor.
?Wir erfahren immer wieder, dass bessere Leistungen in der Schule einen wahren Motivationsschub bei unseren Schülern auslösen", erklärt Willach, "Nach frustrierenden Erfahrungen können sie wieder stolz auf ihre Leistungen und Erfolge sein." Eben dieses Erfolgserlebnis will 'Die Schülerhilfe' ankurbeln, die in Deutschland und Österreich schon über 30 Jahre Nachhilfe- und Betreuungsangebote für Schüler bereitstellt. Dabei wird den Kindern und Jugendlichen das geboten, was in derzeit häufig überfüllten Klassen zu kurz kommt: Die individuelle Förderung.
0 KommentareRegionSamstag, den 26. April 2008
Die erste stationär-mobile Eisdiele Ruppichteroths
Passanten und Autofahrer bringt zur Zeit "Eis Tormen" in Ruppichteroth zum staunen: "Da steht doch tatsächlich ein Eiswagen vor der Eisdiele!", rumort es in der Gemeinde. Der Grund: Ein Totalausfall der Kühlanlage. Inhaber Max Tormen lieh sich kurzerhand den Eiswagen eines Freundes, den er nun vor seiner Eisdiele geparkt hat - selbstverständlich weiterhin mit dem Eis aus eigener Produktion bestückt. Um die Reparatur durchzuführen, ist, kaum zu glauben, ein spezieller Monteur aus Italien angereist - bei "Eis Tormen" ist eben alles "nach italienischem Originalrezept". Bleibt nur abzuwarten, wann das reguläre Ladenlokal wieder seinen Betrieb aufnimmt. Doch bis dahin ist die erste stationär-mobile Eisdiele Ruppichteroths ein echter Hingucker.
RegionMontag, den 21. April 2008
Sanierung B478 Teil 2: Sperrung zwischen Ingersau & Bröleck
Ab Anfang dieser Woche startet Teil zwei der Sanierung der B478. Der erste Abschnitt, zwischen Ingersau und Hennef-Bröl, wurde in den letzten Tagen fertig gestellt und wird nun für den beidseitigen Verkehr freigegeben. Dafür wird die Bundesstraße ab Ortsausfahrt Ingersau bis Büchel dauerhaft halbseitig gesperrt. Autofahrer aus Hennef können weiterhin über Winterscheid (K17, L86) nach Ruppichteroth/Waldbröl gelangen. Der aus Neunkirchen kommende Verkehr wird über die L352 Richtung Much und anschließend über die K50 durch die Orte Hasenbach und Hermerath nach Büchel geleitet. Aufgrund der engen Strasse zwischen Hermerath und Büchel ist dieses Stück für die Dauer der Deckensanierung nur noch in eine Richtung befahrbar.
Für die Strecke zwischen Büchel und Bröleck steht ebenfalls nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Dieser wird Wochentags zwischen 9 und 15 Uhr, mit Hilfe einer Verkehrsampel, für beide Fahrtrichtungen befahrbar sein. An den übrigen Zeiten, sowie an den kompletten Wochenenden, wird die Ampel abgestellt und es wird die Strecke zwischen Bröleck bis Büchel zweispurig geführt. Mitte Mai sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
Zur Buslinie 530: Da die Bröltalstraße für Fahrzeuge aus Richtung Hennef kommend gesperrt ist, wird die Buslinie 530 ebenfalls umgeleitet. Sie fährt wie gehabt bis Ingersau, mach dann jedoch den Umweg über Eischeid, Hermerath und Büchel, ehe sie wieder in die B478 mündet.

RegionSamstag, den 12. April 2008
Kleinkunstbühne im Bröltal
"Irgendwann hatte ich die Schnauze voll von Mario Barth & Co!"
Durch das sonst so verschlafene Schönenberg geht ein kunstvoller Ruck: Am 18. April lüftet sich der Vorhang der "Meisterschmiede", einer modernen Kleinkunstbühne, im ehemaligen "Berghof".
Markus Kaube ist der Initiator dieses Schauspiels, ein aus Seelscheid zugezogener kölscher Jung.
"Alles fing vor 16 Jahren mit einer mobilen Disco an", erzählt er bei einem Glas Bier auf dem Tisch und mit einem von Farbflecken überzogenen Pullover bekleidet, "mein Traum war es schon immer, so einen Laden zu betreiben." Viel Herzblut und Geld haben er und seine Frau Silke in die aufwändige Renovierung gesteckt, wochenlang wurde gestrichen, gehämmert und geputzt.
Vor 2 Jahren betrat er das erste Mal den "Berghof", während einer 80er-Party des Inhabers Heiner Thölen. Sofort verliebte er sich in das alte Gemäuer, dessen Geschichte schon im frühen 19. Jahrhundert begann und über die Jahre immer wieder erweitert wurde.
"Als ich meinen Abschluss als Groß- und Außenhandelskaufmann in der Tasche hatte, ging ich erstmal zum Bund", sagt er, "nach 12 jahren war ich fertig, schaltete den Fernseher ein, und sah nur noch Mario Barth. Zunächst war der witzig, aber irgendwann hatte ich die Schnauze voll von Mario Barth & Co". Das gab ihm den Anstoß eine Kleinkunstbühne zu gründen, vor allem, um den deutschen Comedy-Nachwuchs zu fördern.
"Die Meisterschmiede wird aber nicht nur Bühne, sondern vielmehr Kulturtreffpunkt sein", lässt er verlauten. Das Veranstaltungsrepertoire kennt nahezu keine Grenzen. Es umfasst vom Puppentheater für die Kleinen bis hin zur Tanzveranstaltungen für Senioren alles, was das Herz begehrt. Natürlich wird es auch weiterhin die gute alte Kneipe geben, ob in gemütlichem Ambiente an der Theke, auf der Kegelbahn im Keller oder im Biergarten mit Blick auf das Bröltal.
Den Auftakt macht am 18.04. der preisgekrönte Kabarettist "kw. Timm" aus Berlin mit seinem Programm "Kleine Macken".
Bleibt nur noch zu sagen: Vorhang auf und Bühne frei!
0 KommentareRegionMittwoch, den 26. März 2008
Sperrung der B478
Sanierung der Bröltalstraße
Ab dem 27. März 2008 wird die B478 von Bröl bis Bröleck wegen Baumaßnahmen an der Fahrbahnoberfläche gesperrt sein. Wie der Landesbetrieb Straßenbau NRW heute in einer Pressemitteilung veröffentlichte, werden die Bauarbeiten in 3 Teilstücke gegliedert (s. Grafik). Zunächst wird der Fahrbahnbelag der Strecke Bröl - Ingersau/Abzweigung Winterscheid abgefräst und erneuert, wobei die Fahrt in Richtung Hennef weiterhin möglich sein wird. Diese Bauarbeiten werden voraussichtlich Mitte April abgeschlossen sein. Danach werden die zwei weiteren Abschnitte, Ingersau - Büchel und Büchel - Bröleck zeitgleich saniert. Teilstück 2, das von der B507 in Ingersau bis an die K50 in Büchel reicht, wird ebenfalls in Richtung Hennef befahrbar sein. Teilstück 3 wird hingegen von einer Ampelanlage geregelt, sodass die Durchfahrt in beide Richtungen gesichert ist.
Die Umleitung erfolgen während der Sanierung des Teilstückes 1 durch das Dehrenbachtal und das Schmelztal über die K17 und die L86 (s. Grafik), die B507 nach Neunkirchen wird also nur in Fahrtrichtung Hennef erreichbar sein.
Bei der Erneuerung der Teilstücke 2 und 3 wird die B507 wieder aus beiden Richtungen ansteuerbar sein, durch die Einbahnregelung kann man jedoch nicht über die B507 von Neunkirchen nach Ruppichteroth gelangen. Alternativ ist hier die Fahrt über die K50 durch Büchel und Hermerath möglich.
Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis zur zweiten Maihälfte andauern, sodass vor allem in den Stoßzeiten mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen ist.
Straßennetz während der Baumaßnahmen:
0 Kommentare
RegionMontag, den 24. März 2008
Bröltaler Geocacher aufgepasst!
Interessante Serie entlang der alten Bröltalbahn
Geocaching, in Deutschland zumeist auch GPS-Schnitzeljagd genannt, ist eine Art elektronische Schatzsuche oder Schnitzeljagd. Die Verstecke (kurz "Caches") werden anhand geographischer Koordinaten im Internet veröffentlicht und können anschließend mit Hilfe eines GPS-Empfängers gesucht werden.
Reizvoll am Geocaching ist, dass die Caches meist an irgendwelchen interessanten Punkten versteckt sind. Oftmals handelt es sich um Lokalitäten von historischer Bedeutung und um landschaftlich besonders reizvolle Orte, die man auf diese Weise kennenlernt, oftmals führt auch eine schöne Wanderung zum Versteck.
Hat man einen Cache gefunden, so kann dieser mit einer Vielzahl an Überraschungen und Belohnungen aufwarten. Bei dem Schatz handelt es sich um nichts wertvolles. Meist besteht er aus einer Tupperdose mit Krimskrams. Der Finder darf sich etwas aussuchen, sollte aber auch irgendetwas zurücklassen. Als Finder ist es üblich, dass man seinen Fund in einem beiliegendem Logbuch, sowie auch auf der Geocaching-Seite im Internet einträgt.
Die Geocacher der Region dürfte es freuen, denn ein junges Team erstellt zur Zeit eine Serie entlang der Bröltalstrasse B478, respektive der ehemaligen Bröltalbahn.
Die Serie nennt sich "Perlen des Brölbähnchens", bei der die wichtigsten und schönsten Stationen des alten Brölbähnchens als Cache Verstecke dienen.
Die Bröltalbahn (BTE) war die erste Schmalspurbahn des öffentlichen Verkehrs in Deutschland und der Kern eines Eisenbahnunternehmens, das ab 1925 auch Omnibuslinien betrieb und ab 1963 nur noch Personen auf der Straße beförderte.
Die am 3. Februar 1869 gegründete Brölthaler Eisenbahn-Actien-Gesellschaft firmierte ab 10. Juni 1921 als Rhein-Sieg-Eisenbahn-AG (RSE). Der Sitz wurde 1917 von Hennef nach Beuel bei Bonn verlegt. 1983 ging sie in der Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft auf.
Links zu den entsprechenden Internetseiten entnehmen Sie bitte der separaten Beitragsansicht.
0 KommentareRegionDonnerstag, den 24. Januar 2008
Kardinal Zen besucht das Antoniuskolleg
?We are one family!?
24.01.08 - Es scheint wie aus einem religiösen Krimi: Zwei katholische Kirchen, eine von der chinesischen Regierung geleitet und kontrolliert, die andere, als ?Untergrundkirche? von Beijing geächtet und vom heiligen Stuhl in Rom anerkannt. So absurd es klingt, es ist Realität. Davon berichtet Joseph Kardinal Zen Ze-kiun (76), Bischof von Hong Kong, auf seiner derzeitigen Europareise. Als Salesianer Don-Boscos veranlasst ihn der 100. Todestag des Jospeh Freinandemetz, im salesianischen Gymnasium Antoniuskolleg Neunkirchen halt zu machen.
So gestaltete er am frühen Donnerstag Morgen die wöchentliche Schulmesse, bei der er besonders auf einen Brief des Papstes Benedikt XVI. an die Volksrepublik China einging, in dem Zen weiterhin Bischof von Hong Kong bleiben und die dortige Diözese leiten solle. Die chinesische Regierung versuchte zunächst die Veröffentlichung des Briefes zu stoppen, scheiterte jedoch am Druck des Pontifex.
In den weiteren Schulstunden bot er in der Hauskapelle eine offene Fragerunde, bei der jeder Schüler das loswerden konnte, was ihm zu diesem Thema auf der Seele brannte. Kardinal Zen machte sehr genaue Angaben über die aktuelle Situation der katholischen Kirche in China.
Die spezielle Rolle Hong Kongs
Hong Kong ist wie ein Staat im Staate. Damals, als britische Kolonie, genoss dei Stadt Sonderrechte, war größtenteils von der Volksrepublik unabhängig. Doch mehr und mehr bröckelt diese Fassade. War es früher den Mitgliedern der Untergrundkirche ohne Probleme möglich, sich in der Stadt frei zu bewegen, werden sie mittlerweile auch dort verfolgt. Möchte man aus Hong Kong aus- und nach China einreisen, benötigt man eine Erlaubnis der Regierung. Kardinal Zen war schon seit langem nicht mehr in China, da ihm klar ist, dass er, sobald er Hong Kong verlässt, festgenommen würde. Ganz davon abgesehen erteilte ihm der Staat ein Einreiseverbot, zwar nicht als Verbot im wörtlichen Sinne, doch benötige er von nun an ?an invitation to come to China?.
?The communists want to control everything!?
Da die katholische Kirche schon in den 50er Jahren, zu Beginn des kommunistischen Regimes, zu oft Kritik an der Regierung ausübte, wurde die Religionsfreiheit, obwohl sie in der Verfassung festgehalten ist, nahezu unmöglich. Als Opium fürs Volk setzte man anstelle einer romtreuen Kirche, die den Worten des Heiligen Stuhls folgt, eine kontrollierte Staatskirche, die "Chinesisch Katholisch-Patriotische Vereinigung", welche ohne Verbindung zum Vatikan und unabhängig von Weisungen des Papstes agiert. So werden beispielsweise die Bischöfe vom chinesischen Staat ernannt.
Als die Volksrepublik noch jung war, und man kein Geld für Schulen hatte, baute die katholische Kirche mehr als 300 Schulen in Hong Kong und unterhielt diese auch. Doch im Laufe der Jahre wurden es immer weniger, bis 2005 die letzte Schule geschlossen wurde. Dabei verschwanden 40 Lehrer spurlos, entweder befinden sie sich Gefangenschaft oder wurden ermordet, wie es durchaus üblich ist. Das System fürchtet die Kirche aufgrund ihrer Macht und Kritik, deshalb werden die, die nicht loyal der Regierung gegenüber sind, verfolgt, verhaftet und ermordet.
Kardinal Zen hält die Christen in der ganzen Welt an, dies nicht zu billigen. So fordert er vom Papst eine härtere Linie im Umgang in China, man müsse eine klarere Richtung vorgeben. ?We are one family?, sagt er zum Abschluss, und möchte damit jedem klarmachen, dass der Kampf für die Religionsfreiheit, nicht nur in China, ausschließlich in einer großen geschlossenen Gemeinschaft gewonnen werden kann.






