
KiJuPa - Treffen mit Michael Stein
Rede und Antwort stand jetzt Bürgermeisterkandidat Michael Stein (CDU) den Mitgliedern des Kinder- und Jugend-Parlamentes (KiJuPa) Ruppichteroth. In ungezwungener Atmosphäre trafen sich die ?Jung-Parlamentarier? mit Stein im Gasthaus An St. Severin. Dort fühlten sie dem potentiellen, zukünftigen Bürgermeister ?auf den Zahn? um zu erfahren, welche Gedanken er sich über die Position der Kinder und Jugendlichen in der Gemeinde Ruppichteroth gemacht habe. ?Es gibt nichts wichtigeres für die Zukunft einer Gemeinde als die junge Generation?, sagte Stein in seinen Ausführungen. ?Für diese muss man arbeiten und die habe ich in meinen Konzepten nicht vergessen.?
Lang war die Wunschliste, die die Youngsters dem Bürgermeisterkandidaten präsentierten. Sie wünschten sich vor allem mehr Gehör und eine Lobby, sich zu den Themen äußern zu dürfen, die die Kinder und Jugendlichen in der Gemeinde beträfen. ?Denn dafür sind wir gewählt worden, wir vertreten die junge Generation?, erklärten sie einmütig. Erwachsene sähen die Probleme der Kinder und Jugendlichen manchmal aus einer anderen Perspektive, manchmal auch nicht immer richtig. Hier aktiver in die politische Arbeit einbezogen zu werden und nicht nur als Gremium auf dem Papier stehen zu dürfen, dass ist das große Anliegen des KiJuPa´s. ?Gerne hätten wir auch eine Räumlichkeit zur Verfügung gestellt, in der wir unsere regelmäßigen Sitzungen abhalten könnten, die nicht eine Kneipe oder Gaststätte sind. Denn da gehören wir eigentlich gar nicht hin!? erläuterten die Jugendlichen. ?Der Rat und die Ausschüsse der Gemeinde sind das Erwachsenen-Parlament und werden im Rathaus zu den Sitzungen beherbergt. Das möchten wir auch.? Die Periode zwischen den Sitzungen, zweimal im halben Jahr, halten sie ebenfalls für viel zu lang. ?Da können wir keine effektive Arbeit leisten.?
Kritisiert haben sie auch die letzte Umfrage, in der nicht die repräsentative Altersgruppe gefragt wurde. Sie, die Jugendlichen, seien bei der Befragung vollkommen außer Acht gelassen worden. Aber gerade hier gäbe es die Probleme, die Grundschüler zum Beispiel nicht hätten. Das Leben in ihrer Freizeit spiele sich meist in Vereinen ab, die eine sehr gute Jugendarbeit leisten würden. ?Wenn wir mal tanzen gehen möchten, so können wir das allerdings lediglich in Hennef oder Waldbröl.? Auch bei der Jugendschutzparty am 8. Mai fallen sie aus dem Rahmen. 10 bis 15-jährige sind dort angesprochen, sie selbst sind ja schon älter.
?Angst? ist bei den Jugendlichen ebenfalls zu einem Thema geworden. Alleine durch Ruppichteroth zu gehen, oder nach dem Sport in der Bröltalhalle nach Hause zu gelangen, spielt eine wichtige Rolle für sie. ?Meist holt mich meine Mutter ab, das ist sicherer.? Eine kleine Verfolgungsjagd von unbekannten Jugendlichen hatte es bei einer Parlamentarierin gegeben, als sie mit dem Roller nach Hause fahren wollte. Sie fühlte sich in die Enge gedrängt. ?Mein Glück war, dass ein Bekannter mit dem Auto kam und mir half.?
Als aufmerksamer Zuhörer zeigte sich Michael Stein, dem manche Belange nicht unbekannt waren. ?Was erwartet ihr denn von dem neuen Bürgermeister?? Einmütig erklärten die jungen Leute ?Frischen Wind?. ?Generationen sind mit Hartmut Drawz groß geworden, der eine sehr gute Arbeit für Ruppichteroth und uns geleistet hat.? Ein neuer, jüngerer Bürgermeister könne allerdings eine andere Dynamik mit sich bringen und darauf sind die Jugendlichen sehr gespannt.
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