
Vom Sinn der Beschneidung
Die Gedenkstätte des Rhein-Sieg-Kreises ?Landjuden an der Sieg? lädt am Sonntag, 19.04.2009, ab 14.45 Uhr, zu einem Vortrag über den ?Sinn der Beschneidung? ein. Referent, Dr. Michael Rosenkranz, ist Allgemeinmediziner und Chirurg. Seit 1986 ist er als Mohel (Beschneider) tätig. Dr. Rosenkranz ist in den jüdischen Gemeinden und im interreligiösen Dialog aktiv und publiziert regelmäßig in der jüdischen Presse.
Seit der Aufklärung will der Mensch wissen, welchen Sinn religiöse Gebote haben. Das gilt auch für die jüdische Tradition der Beschneidung männlicher Kinder (Brith Milah), eine der wichtigsten religionsgesetzlichen Vorgaben des Judentums. Im 3. Buch Moses 12, heißt es hierzu: ?Und am achten Tag soll beschnitten werden, das Fleisch seiner Vorhaut?. Dr. Rosenkranz erläutert die religiösen und medizinischen Begründungen für diesen Vorgang, seine Einbettung in die Texte der Tora sowie die heutige Bedeutung für die jüdische Gemeinschaft. Der Eintritt zur Veranstaltung in der Gedenkstätte ?Landjuden an der Sieg?, Bergstr. 9, 51570 Windeck-Rosbach, ist frei.
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