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www.broeltal.de

Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Nachrichtenarchiv

Kleinkunstbühne im Bröltal

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

"Irgendwann hatte ich die Schnauze voll von Mario Barth & Co!"

Durch das sonst so verschlafene Schönenberg geht ein kunstvoller Ruck: Am 18. April lüftet sich der Vorhang der "Meisterschmiede", einer modernen Kleinkunstbühne, im ehemaligen "Berghof".

Markus Kaube ist der Initiator dieses Schauspiels, ein aus Seelscheid zugezogener kölscher Jung.

"Alles fing vor 16 Jahren mit einer mobilen Disco an", erzählt er bei einem Glas Bier auf dem Tisch und mit einem von Farbflecken überzogenen Pullover bekleidet, "mein Traum war es schon immer, so einen Laden zu betreiben." Viel Herzblut und Geld haben er und seine Frau Silke in die aufwändige Renovierung gesteckt, wochenlang wurde gestrichen, gehämmert und geputzt.

Vor 2 Jahren betrat er das erste Mal den "Berghof", während einer 80er-Party des Inhabers Heiner Thölen. Sofort verliebte er sich in das alte Gemäuer, dessen Geschichte schon im frühen 19. Jahrhundert begann und über die Jahre immer wieder erweitert wurde.

"Als ich meinen Abschluss als Groß- und Außenhandelskaufmann in der Tasche hatte, ging ich erstmal zum Bund", sagt er, "nach 12 jahren war ich fertig, schaltete den Fernseher ein, und sah nur noch Mario Barth. Zunächst war der witzig, aber irgendwann hatte ich die Schnauze voll von Mario Barth & Co". Das gab ihm den Anstoß eine Kleinkunstbühne zu gründen, vor allem, um den deutschen Comedy-Nachwuchs zu fördern.

"Die Meisterschmiede wird aber nicht nur Bühne, sondern vielmehr Kulturtreffpunkt sein", lässt er verlauten. Das Veranstaltungsrepertoire kennt nahezu keine Grenzen. Es umfasst vom Puppentheater für die Kleinen bis hin zur Tanzveranstaltungen für Senioren alles, was das Herz begehrt. Natürlich wird es auch weiterhin die gute alte Kneipe geben, ob in gemütlichem Ambiente an der Theke, auf der Kegelbahn im Keller oder im Biergarten mit Blick auf das Bröltal.

Den Auftakt macht am 18.04. der preisgekrönte Kabarettist "kw. Timm" aus Berlin mit seinem Programm "Kleine Macken".

Bleibt nur noch zu sagen: Vorhang auf und Bühne frei!

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JU 80er Disco

Von Junge Union Ruppichteroth | |   Magazin

Es ist wieder soweit!

Schon vor 20 Jahren war die JU Disco der Knaller, nun kehrt sie zurück!

Wie zu Zeiten des Originals werden wir zusammen mit dem Tanzcafé Berghof in Schönenberg und den ehemaligen DJs das Beste an Musik auflegen, was die 80er zu bieten hatten. Für einen Abend ist wieder alles so, wie es damals war!

Falls Ihr also noch mal in den Sound der 80er eintauchen wollt:
Nix wie hin, am 26.04.08 ab 20:00 Uhr, beim ?Thölen"!

Eintritt: 3?

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Sperrung der B478

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Sanierung der Bröltalstraße

Ab dem 27. März 2008 wird die B478 von Bröl bis Bröleck wegen Baumaßnahmen an der Fahrbahnoberfläche gesperrt sein. Wie der Landesbetrieb Straßenbau NRW heute in einer Pressemitteilung veröffentlichte, werden die Bauarbeiten in 3 Teilstücke gegliedert (s. Grafik). Zunächst wird der Fahrbahnbelag der Strecke Bröl - Ingersau/Abzweigung Winterscheid abgefräst und erneuert, wobei die Fahrt in Richtung Hennef weiterhin möglich sein wird. Diese Bauarbeiten werden voraussichtlich Mitte April abgeschlossen sein. Danach werden die zwei weiteren Abschnitte, Ingersau - Büchel und Büchel - Bröleck zeitgleich saniert. Teilstück 2, das von der B507 in Ingersau bis an die K50 in Büchel reicht, wird ebenfalls in Richtung Hennef befahrbar sein. Teilstück 3 wird hingegen von einer Ampelanlage geregelt, sodass die Durchfahrt in beide Richtungen gesichert ist.

Die Umleitung erfolgen während der Sanierung des Teilstückes 1 durch das Dehrenbachtal und das Schmelztal über die K17 und die L86 (s. Grafik), die B507 nach Neunkirchen wird also nur in Fahrtrichtung Hennef erreichbar sein.

Bei der Erneuerung der Teilstücke 2 und 3 wird die B507 wieder aus beiden Richtungen ansteuerbar sein, durch die Einbahnregelung kann man jedoch nicht über die B507 von Neunkirchen nach Ruppichteroth gelangen. Alternativ ist hier die Fahrt über die K50 durch Büchel und Hermerath möglich.

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis zur zweiten Maihälfte andauern, sodass vor allem in den Stoßzeiten mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen ist.

 

Straßennetz während der Baumaßnahmen:

 

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Bröltaler Geocacher aufgepasst!

Von Daniel Prior | |   Magazin

Interessante Serie entlang der alten Bröltalbahn

Geocaching, in Deutschland zumeist auch GPS-Schnitzeljagd genannt, ist eine Art elektronische Schatzsuche oder Schnitzeljagd. Die Verstecke (kurz "Caches") werden anhand geographischer Koordinaten im Internet veröffentlicht und können anschließend mit Hilfe eines GPS-Empfängers gesucht werden.

Reizvoll am Geocaching ist, dass die Caches meist an irgendwelchen interessanten Punkten versteckt sind. Oftmals handelt es sich um Lokalitäten von historischer Bedeutung und um landschaftlich besonders reizvolle Orte, die man auf diese Weise kennenlernt, oftmals führt auch eine schöne Wanderung zum Versteck.

Hat man einen Cache gefunden, so kann dieser mit einer Vielzahl an Überraschungen und Belohnungen aufwarten. Bei dem Schatz handelt es sich um nichts wertvolles. Meist besteht er aus einer Tupperdose mit Krimskrams. Der Finder darf sich etwas aussuchen, sollte aber auch irgendetwas zurücklassen. Als Finder ist es üblich, dass man seinen Fund in einem beiliegendem Logbuch, sowie auch auf der Geocaching-Seite im Internet einträgt.

Die Geocacher der Region dürfte es freuen, denn ein junges Team erstellt zur Zeit eine Serie entlang der Bröltalstrasse B478, respektive der ehemaligen Bröltalbahn.

Die Serie nennt sich "Perlen des Brölbähnchens", bei der die wichtigsten und schönsten Stationen des alten Brölbähnchens als Cache Verstecke dienen.

Die Bröltalbahn (BTE) war die erste Schmalspurbahn des öffentlichen Verkehrs in Deutschland und der Kern eines Eisenbahnunternehmens, das ab 1925 auch Omnibuslinien betrieb und ab 1963 nur noch Personen auf der Straße beförderte.

Die am 3. Februar 1869 gegründete Brölthaler Eisenbahn-Actien-Gesellschaft firmierte ab 10. Juni 1921 als Rhein-Sieg-Eisenbahn-AG (RSE). Der Sitz wurde 1917 von Hennef nach Beuel bei Bonn verlegt. 1983 ging sie in der Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft auf.

Links zu den entsprechenden Internetseiten entnehmen Sie bitte der separaten Beitragsansicht.

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Karnevalszug Winterscheid 2008

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Wenn die Sonne nicht lacht, machen's halt die Winterscheider!

04.02.08 - Bei trübem, aber größtenteils regenfreiem Wetter lud der 1. Wöngteschter Fastelovendsverein zum traditionellen Rosenmontagsumzug an der Winterscheider Hauptstraße ein. Auf dem kleinsten Karnevalszug auf Ruppichterother Gemeindegebiet warfen acht Fuß- und Wagengruppen den rund 1000 Zuschauern bei ausgelassener Stimmung Kamellen zu.

Dabei gab es zwei Jubilar-Wagen, zum einen der Holenfelder Karnevalsverein, der nun schon seit 20 Jahren an den Umzügen der Region teilnimmt, zum anderen die AH-Abteilung des TuS Winterscheid, dessen Turnier der Ortsvereine dieses Jahr zum 25. Mal stattfindet. Das brisante Problem des demograhpischen Wandels sprachen die älteren Winterscheider mit ihrer Fußgruppe an, mit dem Motto "De Senioren sorgen für Nachwuchs" wollen sie die Alterung der Gesellschaft aus eigener Kraft bezwingen. Den Schlusspunkt setzte ganz klassisch das Kinderprinzenpaar Arne I. und Antonia I. auf ihrem Prinzenwagen.

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Karnevalszug Hänscheid 2008

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Wetter und Kamellen zeigten ihre Schokoladenseite

03.02.08 - Bei strahlendem Sonnenschein setzte sich der Hänscheider Karnevalszug unter dem Motto "Alles unger ener Mötz, in Hänscheid weed och froh jebützt" traditionsgemäß am Tulpensonntag um 14:00 Uhr von der Grundschule Schönenberg aus nach Hänscheid in Bewegung. Die eisigen Temperaturen um den Gefrierpunkt konnten die Jecken nicht abschrecken, mehr als 2500 Besucher feierten auf der zwei Kilometer langen Strecke den 21 Fuß- und Wagengruppen entgegen.

Darunter waren drei große Mottowagen. Der Holenfelder Karnevals Verein zog zum 20-jährigen Bestehen mit römischer Imperatorenmanier unter der Ägide "Vor 2000 Jahren zogen Römer hier, seit 20 Jahren ziehen wir" in Hänscheid ein. In eine ganz andere Richtung gingen die Obersaurenbacher mit ihrem "Surmicher Street Day". Heiße Technorhythmen und -Tänzer sorgten im "Wir sind so geil, holt uns hier raus!"-Käfig für prickelnde Homo-Erotik. Wie die vorhergehenden Jahre waren auch die Alten Herren vom Bröltaler SC dabei, die diesmal das Motto "die BSC-AH macht sich die Fußballwelt, wie sie ihr gefällt" wählten.

Eine große Vielfalt boten die 17 Fußgruppen. Nahezu alle lokalen Vereine, von der Damenmannschaft des BSC als Gartenzwerge, über die Tanzgruppe Blue Girls, den DLRG Ruppichteroth als fröhliche Schwimmer und der verhexten Hausfrauenriege des VfL Schönenberg, waren vertreten. Einen ganz aktuellen Bezug hatte dabei der Bürgerverein Schönenberg, dessen als Köbesse verkleideten Läufer das jüngst verhängte Rauchverbot in Kneipen auf die Schippe nahmen.

Den Abschluss machte traditionell der Prinzenwagen der Tanzgruppe Rot-Weiß Hänscheid, auf dem diese Session sichtlich erfreut das Kinderprinzenpaar Lukas I. & Denise I. thronten.

Am Rande der Festivität gab es glücklicherweise keine Zwischenfälle zu vermelden, alles verlief planmäßig und ohne Verletzte. Lediglich die rund fünf Tonnen geschmissenen Kamellen und der konsumierte Alkohol könnten noch Kopf- und Bauchschmerzen bereiten.

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Kardinal Zen besucht das Antoniuskolleg

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

?We are one family!?

24.01.08 - Es scheint wie aus einem religiösen Krimi: Zwei katholische Kirchen, eine von der chinesischen Regierung geleitet und kontrolliert, die andere, als ?Untergrundkirche? von Beijing geächtet und vom heiligen Stuhl in Rom anerkannt. So absurd es klingt, es ist Realität. Davon berichtet Joseph Kardinal Zen Ze-kiun (76), Bischof von Hong Kong, auf seiner derzeitigen Europareise. Als Salesianer Don-Boscos veranlasst ihn der 100. Todestag des Jospeh Freinandemetz, im salesianischen Gymnasium Antoniuskolleg Neunkirchen halt zu machen.

So gestaltete er am frühen Donnerstag Morgen die wöchentliche Schulmesse, bei der er besonders auf einen Brief des Papstes Benedikt XVI. an die Volksrepublik China einging, in dem Zen weiterhin Bischof von Hong Kong bleiben und die dortige Diözese leiten solle. Die chinesische Regierung versuchte zunächst die Veröffentlichung des Briefes zu stoppen, scheiterte jedoch am Druck des Pontifex.

In den weiteren Schulstunden bot er in der Hauskapelle eine offene Fragerunde, bei der jeder Schüler das loswerden konnte, was ihm zu diesem Thema auf der Seele brannte. Kardinal Zen machte sehr genaue Angaben über die aktuelle Situation der katholischen Kirche in China.


Die spezielle Rolle Hong Kongs

Hong Kong ist wie ein Staat im Staate. Damals, als britische Kolonie, genoss dei Stadt Sonderrechte, war größtenteils von der Volksrepublik unabhängig. Doch mehr und mehr bröckelt diese Fassade. War es früher den Mitgliedern der Untergrundkirche ohne Probleme möglich, sich in der Stadt frei zu bewegen, werden sie mittlerweile auch dort verfolgt. Möchte man aus Hong Kong aus- und nach China einreisen, benötigt man eine Erlaubnis der Regierung. Kardinal Zen war schon seit langem nicht mehr in China, da ihm klar ist, dass er, sobald er Hong Kong verlässt, festgenommen würde. Ganz davon abgesehen erteilte ihm der Staat ein Einreiseverbot, zwar nicht als Verbot im wörtlichen Sinne, doch benötige er von nun an ?an invitation to come to China?.


?The communists want to control everything!?

Da die katholische Kirche schon in den 50er Jahren, zu Beginn des kommunistischen Regimes, zu oft Kritik an der Regierung ausübte, wurde die Religionsfreiheit, obwohl sie in der Verfassung festgehalten ist, nahezu unmöglich. Als Opium fürs Volk setzte man anstelle einer romtreuen Kirche, die den Worten des Heiligen Stuhls folgt, eine kontrollierte Staatskirche, die "Chinesisch Katholisch-Patriotische Vereinigung", welche ohne Verbindung zum Vatikan und unabhängig von Weisungen des Papstes agiert. So werden beispielsweise die Bischöfe vom chinesischen Staat ernannt.

Als die Volksrepublik noch jung war, und man kein Geld für Schulen hatte, baute die katholische Kirche mehr als 300 Schulen in Hong Kong und unterhielt diese auch. Doch im Laufe der Jahre wurden es immer weniger, bis 2005 die letzte Schule geschlossen wurde. Dabei verschwanden 40 Lehrer spurlos, entweder befinden sie sich Gefangenschaft oder wurden ermordet, wie es durchaus üblich ist. Das System fürchtet die Kirche aufgrund ihrer Macht und Kritik, deshalb werden die, die nicht loyal der Regierung gegenüber sind, verfolgt, verhaftet und ermordet.

Kardinal Zen hält die Christen in der ganzen Welt an, dies nicht zu billigen. So fordert er vom Papst eine härtere Linie im Umgang in China, man müsse eine klarere Richtung vorgeben. ?We are one family?, sagt er zum Abschluss, und möchte damit jedem klarmachen, dass der Kampf für die Religionsfreiheit, nicht nur in China, ausschließlich in einer großen geschlossenen Gemeinschaft gewonnen werden kann.

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