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www.broeltal.de

Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Nachrichtenarchiv

Kommunalwahl 2009 wirft ihren Schatten voraus

Von Christina Ottersbach | |   Wirtschaft/Politik

FDP-Ruppichteroth berät über die Zusammensetzung der Ratsmannschaft

Die Bürger der Gemeinde Ruppichteroth entscheiden am 7. Juni 2009 mit ihrer Stimme über die Zusammensetzung des Gemeinderates der kommenden Wahlperiode. 30 Mitglieder stark ist Rat. Mit der Stimme des Bürgermeisters, dessen Amt ebenfalls zur Wahl steht, entscheidet dieses Gremium über die Zukunft der Gemeinde Ruppichteroth. Seitdem die Doppelspitze (Bürgermeister und Gemeinde-/Stadtdirektor) 1999 in Nordrhein-Westfalen abgeschafft wurde, ist der dotierte, hauptamtliche Bürgermeister nicht nur Vorsitzender des Gemeinderates, sondern auch Chef der örtlichen Verwaltung in einer Person.

Wie der Fraktionsvorsitzende Klaus-Peter Smielick mitteilte, berät derzeit auch die FDP in Ruppichteroth über die personelle Besetzung ihrer 15 Direktkandidaten und der Reserveliste für den Gemeinderat. Ziel ist es, wieder mit einer sach- und ortskundigen Mannschaft anzutreten. ?Die Liberalen wollen ein Team aus kompetenten und engagierten Persönlichkeiten aufstellen. Dabei ist nicht entscheidend, ob der Direktkandidat Mitglied der FDP ist, sondern Sachkunde und Verbundenheit mit der Gemeinde sind gefragt?, so Smielick. Die Wahl des Gemeinderates steht für die FDP im Vordergrund, aber auch die Wahl des Bürgermeisters ist sehr wichtig. Noch nicht sicher ist allerdings, ob die Freien Demokraten einen eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schicken werden. ?Auf jeden Fall bekommen beide bisherigen Kandidaten ? der von der CDU nominierte Michael Stein sowie auch der unabhängige Kandidat Mario Loskill (broeltal.de berichtete) - die Chance, sich der FDP vorzustellen.? ?Wir Liberalen vertreten die Ansicht, dass der zukünftige Bürgermeister sich allen Bürgern der Gemeinde verpflichtet fühlen muss. Die Interessen und das Wohl der Gemeinde und seiner Bürger sollten im Mittelpunkt seines Engagements stehen?, erklärte Smielick.

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Erneuerung der Wasserleitung zwischen Schönenberg und Rose

Von Daniel Prior | |   Wirtschaft/Politik

Seit Anfang letzter Woche laufen die Arbeiten für die Erneuerung der Wasserleitung zwischen Schönenberg und Rose auf Hochtouren. Hierbei wird in der Gemeinde erstmalig das Spülbohrverfahren angewandt. Mit dem Spülbohrverfahren können Versorgungsleitungen kostensparend ohne aufwändiges Ausschachten von Gräben in die Erde gebracht werden. Lediglich eine Startgrube ist vonnöten, dann ist ein unterirdischer Vorschub der Leitung auf einer Länge von von etwa 100 bis 200 Metern möglich. So muss nicht mehr die komplette Fahrbahn, sondern nur punktuell ein Schacht geöffnet werden.

Ein Hauptmerkmal des Verfahrens liegt darin, dass man beim Spülbohren die horizontale und vertikale Richtung der Bohrung jederzeit ändern kann. Mit einem speziellem Meßgerät wird die Position des Bohrkopfes genau ermittelt und dokumentiert. Hat der Bohrkopf die Zielgrube erreicht, ersetzt man den Bohrkopf am Bohrgestänge durch ein Aufweitwerkzeug, um im Rückwärtsgang den Bohrlochquerschnitt zu vergrößern. Gleichzeitig wird das Rohr an dem Gestänge befestigt und von der Zielgrube ausgehend zur Startgrube hin eingezogen.  

Bevor die neue Transportleitung aus Polyethylen mit 200mm Durchmesser die marode Gußleitung ersetzt, findet eine Wasserspühlung zur Reinigung statt. Verläuft die anschließende Prüfung einer Wasserprobe auf Keime und Bakterien negativ, kann das neue Rohr durch die Mitarbeiter des Gemeindewasserwerks umgeklemmt und in Betrieb genommen werden.

Die Bauarbeiten und Strassensperrungen dauern noch bis Ende dieser Woche an. Entsprechende Umleitungsstrecken sind ausgeschildert.

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CDU Mitgliederversammlung bestätigte Bürgermeisterkandidat der Führungsriege

Von Christina Ottersbach | |   Wirtschaft/Politik

Michael Stein geht für die Christdemokraten ins Rennen
 
Schon im September stellte die Führungsriege der Ruppichterother CDU  der Öffentlichkeit ihren Kandidaten für das Bürgermeisteramt vor  (broeltal.de berichtete). Jetzt wurde der Schönenberger Michael Stein (38) auch von der Mitgliederversammlung im Saal der Gaststätte ?An Sankt Serverin? bestätigt.

Von 149 Mitgliedern des CDU-Gemeindeverbandes waren 53 erschienen, um ihr Votum für Stein, die Crew der Ratskandidaten und deren Vertreter für die 15 Wahlkreise der Gemeinde abzugeben. Auch die 54 Kandidaten der christdemokratischen Reserveliste standen zur Wahl. Nicht überraschend war das Wahlergebnis für Stein: bei einer Nein-Stimme und drei Enthaltungen konnte der Newcomer der CDU eine überwältigende Mehrheit der Anwesenden auf sich vereinigen, die mit stehenden Ovationen bestätigt wurde.

Hohen Besuch in seinen Reihen durfte der Parteivorsitzende Martin Rösler begrüßen. Eigens aus Düsseldorf angereist war der Europa-Landesminister Andreas Krautscheid in seiner Funktion als Vorsitzender der Kreisunion. In seiner Rede hob Krautscheid die hervorragenden Verdienste des scheidenden Bürgermeisters Hartmut Drawz für die Gemeinde Ruppichteroth hervor und beglückwünschte den Gemeindeverband zu dem neuen Kandidaten Michael Stein. Mit mahnenden Worten schwor Krautscheid die Mitglieder auf den kommenden Kommunalwahlkampf ein: ?Die CDU hier in Ruppichteroth muss nach außen hin  wie eine Mauer stehen. Bei keiner anderen Partei reagieren die Wähler so empfindlich wie bei uns Christdemokraten, warum auch immer?, so Krautscheid. So erinnerte er auch an das Ruppichterother Wahldebakel der CDU vor 14 Jahren. ?Mit Michael Stein habt ihr den Mut gehabt neue Wege zu gehen, so muss auch die CDU geschlossen in den Wahlkampf ziehen, dann werden wir erfolgreich sein.? Krautscheid betonte, dass durch die Wahl im kommenden Jahr ein Vertrauensvorschuss der Bürger für die nächsten sechs Jahre für die Zukunft der Gemeinde abgegeben wird. Und diesen Vertrauensvorschuss muss man sich hart erarbeiten.

Etwas wehmütig und doch voller Tatendrang klangen die Worte von Hartmut Drawz, der aus Altersgründen keine weitere Wahlperiode antreten wird. Seine Karriere begann vor über 50 Jahren im Ruppichterother Rathaus, in dem er wohl jeden Stein und jede Ritze kennt, wie kein anderer. So sei er an die CDU Führungsriege herangetreten mit den Worten ?Wir müssen einen Nachfolger suchen für mein Rathaus und meine Mitarbeiter, der auch menschlich gut ist?, erklärte Drawz. Mit Michael Stein habe man ihn gefunden. ?Viele kennen ihn nicht?, so Drawz, ?aber ich werde mit ihm von Dorf zu Dorf ziehen, damit sich dies ändert!? So hat der Ruppichterother Verwaltungsboss sein Erbe zur Chefsache gemacht. ?Zwischen meine CDU Ratsfraktion, meine Partei und mich passt kein Blatt Papier?, betonte Drawz. Er weitete dies schließlich mit den Worten aus: ?Zwischen mich und Michael Stein passt auch kein Blatt Papier?. So wurde dann auch die einzige aus der Mitgliederversammlung gestellte Frage zum Kandidaten, ob denn Stein, der keinerlei Erfahrung mit der öffentlichen Verwaltung habe, ein Erster Beigeordneter zur Seite gestellt würde, direkt und konkret von Drawz beantwortet: ?Wir brauchen keinen Beigeordneten, da Michael Stein die Arbeit mit der Verwaltung qualifiziert leisten kann.?

So oder so werden die Uhren im Ruppichterother Rathaus ab 2009 anders zu ticken beginnen. Neben dem Wechsel an der Führungsspitze werden einige verdiente Verwaltungsfachleute in den Ruhestand gehen und die junge Generation wird das Ruder übernehmen.

Bild: v.l.n.r.: Bürgermeister Hartmut Drawz, CDU-Kreisgeschäftsführer Hans-Joachim Henke, CDU-Bürgermeisterkandidat Michael Stein, Parteivorsitzender Martin Rösler, Fraktionsvorsitzende Rita Winkler, Europaminister Andreas Krautscheid, Kreistagsabgeordneter Ludwig Neuber.

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Mario Schmidt (Loskill) zieht als parteiloser Bürgermeisterkandidat in den Kommunalwahlkampf 2009

Von Christina Ottersbach | |   Wirtschaft/Politik

Das Kandidatenkarussel beginnt sich zu drehen

Mutig genug war Mario Schmidt (Loskill) im Jahre 2004, als er als junger parteiloser Kandidat gegen den Lokalpatrioten und damaligen Verwaltungschef Hartmut Drawz als Gegenkandidat für das Bürgermeisteramt ins Rennen zog. Und die Bürger der Gemeinde Ruppichteroth zollten diesem Mut mit gut 36% - mehr als ein Drittel der abgegebenen Wählerstimmen - ein gewisses Maß an Achtung und Respekt.

Dabei war es auch schon damals nicht allein der Mut, der Schmidt zu diesem Schritt bewogen hatte. Es war auch die Überzeugung, für seine Heimatgemeinde etwas bewegen zu können. Vielleicht auch, um zum Wohle der Bürger etwas frischen Wind durch die manchmal ein wenig verträumten Gassen Ruppichteroths, über Wiesen und Wälder blasen zu lassen. Nicht aber um alles Althergebrachte umzustürzen, sondern um Bewahrenswertes und Bewertes zu erhalten, gepaart mit einem Quantum moderner Dynamik, junger Menpower dieses weiterzuentwickeln und auch neue Wege zu gehen, eine sich stets transformierende Gemeinde ins 21. Jahrhundert zu führen.

?Ich habe die letzten vier Jahre nutzen können, mich selbst weiterzuentwickeln und weitreichende berufliche Erfahrungen machen dürfen, die ich gerne in die Entwicklung meiner Heimatgemeinde einbringen möchte?, so Schmidt, der seit seiner Hochzeit im Sommer 2008 den Namen Loskill trägt. ?Auch aus diesem Grunde trete ich erneut als Kandidat für das Bürgermeisteramt an.? Und dabei nimmt er das Wort ?Bürger?meister sehr ernst. Als parteiloser Kandidat hat er sich vorgenommen, um die Wählerstimmen aller Bürger, jedwelcher Coleur zu werben. Es gehört aus seiner Überzeugung heraus zu einem Muss, für ein Bürgermeisteramt neutral und unabhängig zu sein. Deshalb bewirbt er sich als Einzelbewerber ohne Parteizugehörigkeit und ist somit kein ?Partei?meister. ?Für mich steht nicht eine Partei, sondern das Wohl der Gemeinde und jedes einzelnen Bürgers im Vordergrund?.

Seine beruflichen Wurzeln hat Loskill - wie der amtierende Bürgermeister Drawz - im Rathaus der Gemeinde Ruppichteroth, in dem auch er seine erste Ausbildung absolvierte. 13 Jahre lang war das Ruppichterother Rathaus seine berufliche Wirkungsstätte, bis er sich als junger Dynamiker entschied, Erfahrungen auch über den Tellerrand hinaus zu sammeln. Zunächst arbeitete er in Stadtverwaltung Hennef und war dort im Jugendamt mit leitenden Aufgaben der wirtschaftlichen Erziehungshilfe beauftragt. Berufsbegleitend absolvierte er ein Fachhochschulstudium zum Diplom-Verwaltungswirt und legte später auch sein Diplom zum Verwaltungsbetriebswirt an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie in Köln ab. Seit 2005 ist Loskill bei der Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein-Westfalen (GPA NRW) als Prüfer und Berater tätig. Sein Aufgabenfeld hier umfasst unter anderem die Prüfung der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit der Städte und Kommunen in NRW. Die GPA NRW versteht sich als Partner der Kommunen, um ihnen den Weg zu einer wirtschaftlichen Haushaltsführung und spürbaren Entschuldung zu ebnen. Nicht nur aus seiner Sicht ist dies und seine 20-jährige Berufserfahrung im öffentlichen Dienst eine stabile Grundlage, den anspruchsvollen Aufgaben eines Bürgermeisters gerecht zu werden, denn zahlreiche Bürger der Gemeinde Ruppichteroth haben ihn motiviert erneut zu kandidieren. Wahrscheinlich geht es auch deshalb derzeit in dem beschaulichen, alten Fachwerkhaus in Ennenbach - welches Loskill mit seiner Frau liebevoll restauriert hat - wie in einem Taubenschlag zu. Denn der ?Ruppichterother Jong? ist auch so kein unbeschriebenes Blatt im Gefüge seiner Heimatgemeinde unter anderem auch durch seine langjährige Vorstands- und Jugendarbeit in der Spielvereinigung Ruppichteroth. Ganz profan bringt dies Mario Loskill auf einen Nenner ?Ich bin einer von Euch, ich war es und ich werde es auch bleiben...?

In den kommenden Tagen will Loskill zahlreiche Gespräche führen, auch mit den Oppositionsparteien im Rat.

Die wichtigsten Kernaufgaben, die Mario Loskill als Bürgermeister umsetzen möchte, können Sie auf der separaten Seite lesen.

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Mutwillige Zerstörungen in Schönenberg nehmen kein Ende

Von Daniel Prior | |   Wirtschaft/Politik

Am vergangenem Wochenende haben in Schönenberg wieder mutwillige Zerstörungen stattgefunden. In der Nacht zum Sonntag wurde in Höhe des Friedhofs ein Verkehrsspiegel eingeworfen und ein Hydrantenschild abgerissen. In letzter Zeit hat die blinde Zerstörungswut in Schönenberg unverhältnismäßig zugenommen. Vor etwa zwei Wochen wurden am Umkleidetrakt der Turnhalle sowie am Gebäude der ortsansässigen Grundschule mehrere Fensterscheiben durch Steinwürfe gezielt zerstört (wir berichteten). Die Fensterscheiben der Schönenberger Telefonzelle werden schon fast regelmäßig aus deren Fassung geschlagen.

Die Gemeinde bittet in diesem Zusammenhang die Bürger um sachdienliche Hinweise auf den oder die Täter. Hinweise nimmt die Polizeistelle in Ruppichteroth unter 02295 - 54 25, die Polizeiwache Eitorf unter 02243 - 940 oder die Gemeinde unter 02295 - 49-0 entgegen.

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Arbeit für den Frieden

Von Nicolas Ottersbach | |   Wirtschaft/Politik

Unzählige deutsche Kriegsgräber in nahezu 100 Ländern der Welt betreut der Volkbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Auftrag der Bundesrepublik. Vom 1. bis 13. November sammelt der gemeinnützige Verein Spendengelder in Ruppichteroth. Der Erlös wird in die Pflege und Instandsetzung deutscher Kriegsgräberstätten im belgischen Flandern und für die Unterstützung von Projekten der Friedenserziehung im Ramen der Jugend- und Schularbeit des Volksbundes investiert.

Seine Arbeit sieht der Verein jedoch nicht nur als selbstverständliche völkerrechtliche Verpflichtung, sondern als unverzichtbaren Beitrag gegen das Vergessen und als Mahnung zum Frieden. Dabei werden vielfältige Möglichkeiten geboten, für ein friedvolleres Miteinander aktiv zu sein. Ausgehend von den Gräbern der Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft und Terror betreibt der Volksbund als weltweit einzige mit der Kriegsgräberfürsorge beauftragte Organisation eine eigenständige international ausgerichtete Jugend- und Schularbeit. Über 200.000 Jugendliche aus unzähligen Ländern haben bis heute dabei mitgewirkt.

Vor 90 Jahren - am 11.11.1918 - endete der Erste Weltkrieg, den der amerikanische Historiker und Diplomat George F. Kennan ?als Urkatstrophe des 20. Jahrhunderts? be- zeichnete. 10 Millionen Menschen haben diese Katastrophe mit dem Leben bezahlt. Auf den Schlachtfeldern Flanderns starben allein ca. 215.000 deutsche und über 290.000 britische Soldaten. Die Spuren des Krieges sind vielerorts noch sichtbar. Kriegsgräberstätten prägen das Land; zusammen mit Denkmälern, Museen und kriegs- belassenen Geländeteilen halten sie die Erinnerung wach. Auf vier großen deutschen Kriegsgräberstätten, die in der Obhut des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge stehen, haben mehr als 126.000 Gefallene ihre letzte Ruhestätte bekommen: in Langemark, Menen, Vladslo und Hooglede. Der Volksbund beteiligt viele junge Menschen an seine Aktivitäten, sei es durch Work- camps in den Sommermonaten oder in Seminaren und Projektwochen in seinen Jugend- begegnungsstätten in den Niederlanden, in Belgien, Frankreich und Deutschland, die stets unmittelbar an Kriegsgräberanlagen errichtet worden sind. Dort erfahren vor allem Schülerinnen und Schüler aller Schulformen hautnah, welche Auswirkungen Krieg und Gewalt haben und dass nur Verständigung und Toleranz eine friedvollere Zukunft sichern können.

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Bauarbeiten in Ruppichteroth zwischen der Wilhelmstraße und der Burgstraße fast abgeschlossen

Von Daniel Prior | |   Wirtschaft/Politik

Die Bauarbeiten der B478 in Ruppichteroth zwischen der Wilhelmstraße und der Burgstraße sind fast abgeschlossen. Die Verkehrsbehinderungen haben vorerst ein Ende, nachdem die Straße eine neue Deckenschicht bekommen hat. Dazu wird am 29. Oktober die Straßendecke etwa 12 Zentimeter abgefräßt um am Folgetag eine Asphaltbinderschicht aufbringen zu können. Im Laufe der Arbeiten ist die B478 über die komplette Ausbaulänge halbseitig gesperrt.

Die Zufahrten zu den Privatbereichen sind wegen der 12cm hohen Kante nicht befahrbar. Die Parkplätze vor den Banken, dem Postgebäude und dem Fitnessstudio sind gesperrt. Sämtliche Fahrzeuge müssen am Mittwoch, den 29.10.2008 bis 7 Uhr aus dem Ausbaubereich herausgefahren werden. Provisorisch wird eine Zufahrt zu dem neuen Parkplatz zwischen Huwil und der Praxis Pach hergestellt. Die Ausfahrt der Wilhelmstraße wird ebenfalls über ein Provisorium aufrechterhalten. Nach dem Einbau der Asphaltbinderschicht am Donnerstag sind alle Zufahrten und Parkplätze wieder befahrbar.

Für Montag, den 3. November, ist der Einbau der Deckschicht geplant. An diesem Tag ist die Fahrbahn ebenfalls halbseitig gesperrt. Die jeweiligen Zufahrten werden nach Möglichkeit offen gehalten. Es kann jedoch zu kurzfristigen punktuellen Sperrungen kommen. Ortskundigen ist zu empfehlen, den Ausbaubereich weiträumig zu umfahren.

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'Die Linke' stellt sich zur Wahl

Von Nicolas Ottersbach | |   Wirtschaft/Politik

Auch die Partei 'die Linke' will in das Schönenberger Rathaus einziehen. Nach zahlreichen Beratschlagungen von Parteimitgliedern auf Kreis- und Gemeindeebene hat man sich auf eine Teilnahme an der Kommunalwahl 2009 verständigt.

"Die Linke in Ruppichteroth formiert sich, weil eine größer werdende Anzahl von Menschen gibt, die mit der derzeitigen politischen Situation nicht zufrieden sind", erklärt Mitglied Frank Kemper. Damit sei auch ausdrücklich die Situation in den Kommunen gemeint. Vor Ort stünden Themen wie der Erhalt einer weiterführenden Schule in Ruppichteroth, Essen in der Schule, Kosten von Schulbüchern oder die Begrenzung bei der Ausweitung der Baugebiete auf dem Plan, so Kemper. Genaueres wurde jedoch noch nicht verraten.

Für Interessierte findet am 29. Oktober um 19 Uhr in der Dorfschänke in Ruppichteroth ein offenes Treffen statt, bei dem auch konkrete Vorbereitungen für die Aufstellung von Kandidaten des Gemeinderates getroffen werden sollen.

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CDU Ruppichteroth verkündet Kandidaten für das Bürgermeisteramt

Von Nicolas Ottersbach | |   Wirtschaft/Politik

Das rätseln um den Aspiranten für das Bürgermeisteramt hat ein Ende, zumindest seitens der CDU. Am Nachmittag stellte die Führungsriege den Schönenberger Michael Stein als Kandidaten für die Kommunalwahl im Juni 2009 vor - für viele ist der 38-Jährige jedoch politisch ein unbeschriebenes Blatt.

Gleich vier Kriterien musste der Speditionskaufmann erfüllen. Verwaltungserfahrung hat Stein lange Jahre im kaufmännischen Bereich gesammelt, seit 1995 ist er in einem international agierenden Troisdorfer Speditionsbetrieb tätig. Gleichermaßen war CDU-Vorstand und Ratsfraktion die gelebte Bürgernähe und lokale Verbundenheit wichtig, Stein ist ehrenamtlich als Vorsitzender des Akkordeonorchesters tätig und inmitten des Bröltales groß geworden. So sei man sich sicher, dass er sich beispielhaft für die Bröltalgemeinde einsetzen würde. Zu guter letzt ist er schon rund 14 Jahre Mitglied der CDU, sein Bruder Peter Stein sogar Landtagsabgeordneter für die CDU in Mecklenburg-Vorpommern.

Politisch trat Michael Stein bisher kaum in Erscheinung, deshalb ist es wohl eine recht überraschende Nachricht, dass er die Nachfolge von Hartmut Drawz, der mehr als 50 Jahre im öffentlichen Dienst stand, antreten will. Auf die Frage "Warum?" antwortet er ganz banal: "Weil mein Herz am Bröltal und der Gemeinde Ruppichteroth hängt." Für den verheirateten Vater eines Jungen sei besonders wichtig, das zu bewahren, was die Bröltalgemeinde ausmacht. Nachbarschaft und Dorfgemeinschaft, eine funktionierende generationsübergreifende Gemeinschaft. Aber auch "die Entwicklung der Gemeinde muss vorangetrieben werden", erläutert er. Unabdingbar dafür seien ausreichende Angebote für Kinderbetreuung, Schulen, Arbeitsplätze und Seniorenbetreuung.

Mit der Vorstellung des Bürgermeisterkandidaten der CDU hat somit schon indirekt der Wahlkampf für 2009 begonnen. Spannend wird er auf jedenfall, da dieses Mal Erfahrung im Amt als Sympathiepunkt bei der Bevölkerung ausscheiden dürfte. Dadurch wird das Wahlprogramm wohl mehr an Gewichtung gewinnen, dennoch ist der Persönlichkeitsfaktor nicht zu unterschätzen. Nun bleibt abzuwarten, wen die Ratsparteien SPD, FDP und die Grünen ins Rennen schicken werden.

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Seniorengerechtes Wohnen im Kaufhaus?

Von Nicolas Ottersbach | |   Wirtschaft/Politik

Die Zukunft des über 150 Jahre alten 'Kaufhaus Schuhmacher' steht momentan noch in den Sternen, private Investoren werden händeringend gesucht (wir berichteten). Nun hat das Thema auch Einzug in das Ruppichterother Rathaus gehalten ? als möglicher Wohnraum für Senioren.

In der letzten Sitzung des Gemeinderates forderte die SPD-Fraktion in einem Antrag, Rat und Bürgermeister mögen sich um Investoren bemühen, die auf gemeindeeigenen Grundstücken seniorengerechte Wohnformen anbieten. ?Geeignet wäre ein Grundstück an der Brölstraße, sowie in Winterscheid am Weiher?, erläuterte SPD-Fraktionsvorsitzender Horst Alenfelder. Darufhin brachten die Grünen das ehemalige 'Kaufhaus Schuhmacher' ins Gespräch. ?Wir müssen diesen Schandfleck in der Ortsmitte bereinigen?, so Erika Beyhl. Nach ihrer Ansicht wäre ein Café oder Hotel, wie vom Bürgerverein Ruppichteroth vorgeschlagen, nicht realisierbar. ?Dafür fehlt einfach die wirtschaftliche Grundlage?, fügte sie hinzu. Stattdessen forderten die Grünen eine integrierte Gastronomie, die auch der Öffentlichkeit zugänglich sei. Die CDU begrüßte die Pläne von SPD und Grünen, ebenso wie der FDP.

Dennoch musste Bürgermeister Drawz der ersten Euphorie einen Dämpfer verpassen. Es handele sich um ein privates Objekt und die Gemeinde könne natürlich keine Vorschriften machen, wie dieses Haus in Zukunft genutzt würde. Für eine Übernahme fehlen die finanziellen Mittel. Zudem müssten an dem geschichtsträchtigen Gebäude massive Umbauten vorgenommen werden, was wiederum sehr kostspielig wäre. ?Das zweistöckige Gebäude verfügt über 175 Quadratmeter im oberen Bereich und 336 Quadratmeter im unteren. Zieht man den Platz für altersgerechte Einrichtungen und für ein Café ab, ist zu überlegen, wie viel übrig bleibt?, erläuterte Drawz. Ebenso sah dies der Fraktionschef der Liberalen, Klaus-Peter Smielick: ?Ein Seniorenwohnheim bringt enorme Anforderungen an die Bausubstanz mit sich. Sie erfordert behindertengerechte Zugänge, Aufzüge und vieles mehr.?

Zum Schluss fanden sich jedoch alle Fraktionen in seltener Einigkeit: Alternativen für seniorengerechtes Wohnen müssen her. ?Man darf nicht nur nach geeigneten Grundstücken, sondern muss auch nach geeigneten Gebäuden suchen?, resümierte Rita Winkler von der CDU. Letztendlich ginge es darum, den Bürgern, die im Alter ihr Häuschen nicht mehr selber in Schuss halten können und somit verkaufen müssen, ein geeignetes Wohnangebot anzubieten.

Trotz der Widrigkeiten ist das 'Kaufhaus Schuhmacher' an der Burgstraße nicht vom Tisch. Der Rathauschef erklärte sich sofort bereit, Gespräche mit möglichen Investoren, einer Wohnbau-Gesellschaft und karitativen Trägern aufzunehmen und zu vertiefen. Allerdings könne man nicht verhindern, dass das Haus, an wen auch immer, verkauft würde. 200 000 Euro sind als Preis veranschlagt, ?mit deutlichem Spielraum nach unten?, so Drawz.

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