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MagazinMontag, den 18. Juni 2012

Heiligenhäuschen-Tourismus am Wasserberg


Das erste Mal hatte die junge Generation am Ruppichterother Wasserberg die Fronleichnamsprozession in die Hand genommen. In Kleinstarbeit schmückten sie das Heiligenhäuschen mit Blumen, Fahnen und rotem Teppich. Sogar die alte Heiligenfigur holten sie aus dem Kirchentresor auf den kleinen Altar. Doch das Wetter spielte nicht mit, wegen Regens sagte Pfarrer Nies die Prozession ab. Dafür entwickelte sich nach der Messe ein regelrechter Heiligenhäuschen-Tourismus.

Viele Besucher kamen, um die alte Madonna mit Jesus auf dem Arm noch einmal zu sehen. Vor einigen Jahren war die Figur aus Kirschbaumholz weggesperrt worden, um Diebstahl vorzubeugen. Randalierer hatten ihr Unwesen getrieben. Bis dahin stand sie immer hinter dem Gittertörchen des Heiligenhäuschens. Nach der Prozession wanderte sie wieder in den Tresor. Woher sie stammt und wie alt sie ist, ist bis heute nicht genau geklärt. Laut Erzählungen ließ Dr. Ohlemüller sie aufwendig restaurieren und übergab sie dann den Anwohnern.

Von: jno






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