Bei mehreren Wildgänsen in Swisttal-Dünstekoven ist jetzt das Aviäre Influenza Virus vom Typ H5N1, der Erreger der sogenannten Geflügelpest, nachgewiesen worden. Wie der Rhein-Sieg-Kreis mitteilt, wurden bislang mehr als 30 tote Wildgänse geborgen, von denen acht Kadaver untersucht worden sind. Das Chemische Veterinär- und Untersuchungsamt Rhein-Ruhr-Wupper (CVUA-RRW) hat bei allen acht Gänsen den Erreger der Tierseuche festgestellt. Auch das Friedrich-Löffler-Institut als nationales Referenzlabor hat den Befund bestätigt. Damit liegt ein offizieller Ausbruch der Geflügelpest bei Wildvögeln vor. Symbolfoto: Hühner in einem Ruppichterother Stall [Nicolas Ottersbach]
Geflügelhalter sollen wachsam sein
Aufgrund des bisher nur lokalen Geschehens wird derzeit von dem Erlass einer Aufstallungspflicht für Hausgeflügel abgesehen. Zudem handelt es sich bei den Hausgeflügelbeständen, die in der näheren Umgebung des Fundortes liegen, lediglich um kleinere Hobbyhaltungen. Allerdings werden aufgrund des dynamischen Seuchengeschehens alle Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter dazu aufgerufen, schon jetzt die entsprechenden Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten und wachsam zu sein, so der Kreis.
So sollten beispielsweise Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter ihre Tiere - unter anderem Hühner, Gänse, Enten, Fasane, Wachteln - an für Wildvögel unzugänglichen Stellen tränken sowie Futter und Einstreu geschützt lagern und beim Betreten der Geflügelhaltungen Schutzkleindung tragen. Bei erhöhten Tierverlusten im Bestand ist eine tierärztliche Untersuchung durch den Hoftierarzt vorgeschrieben. Auch das vorsorgliche Aufstallen oder das Abdecken von Ausläufen - zum Beispiel mit Planen - gegen Einträge -zur Verhinderung des Kontaktes zu Wildvögeln sowie deren Kotausscheidungen - sind sinnvolle Maßnahmen.
Typische Symptome
Typische Symptome für eine Infektion mit H5N1 bei Geflügel sind Atemnot, Abgeschlagenheit, Flüssigkeitsansammlungen an der Kopfregion, Durchfall, Abfall der Eiproduktion und Blauverfärbung der Haut. Die Zeit zwischen Ansteckung und Auftreten der Symptome beträgt einige Stunden bis zu 21 Tage, abhängig von der Vogelart. Die Seuche kann danach schnell verlaufen und endet meist tödlich. Treten in kleineren Geflügelhaltungen bis zu 100 Tieren innerhalb von 24 Stunden mindestens drei Todesfälle auf, ist das ein deutlicher Hinweis auf Geflügelpest.
Informationen zur Tierseuche sowie Merkblätter und Tipps für Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter sind hier zu finden: www.rhein-sieg-kreis.de/gefluegelpest. Wer totes Wassergeflügel oder tote Greifvögel findet, kann sich an das örtliche Ordnungsamt oder an das Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises unter 02241/13-2335 wenden.






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