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Brauchtum in Ruppichteroth

Wie mobile Sperren Kirmes, Karneval und Weihnachtsmarkt retten sollen

Von Nicolas Ottersbach | | Wirtschaft/Politik

Ob die Döörper Weihnacht, die Kirmesveranstaltungen oder die bunten Karnevalszüge in Winterscheid und Hänscheid – das gesellschaftliche Leben in Ruppichteroth wird maßgeblich durch das Ehrenamt getragen. Doch die Organisation dieser Feste wird zunehmend schwieriger. Wachsende behördliche Anforderungen an die Sicherheit verlangen nach neuen Lösungen. Sechs Vereine der Gemeinde wollen deshalb gemeinsam mobile Durchfahrtssperren anschaffen und suchen dafür per Crowdfunding Spender. Foto: Der Bröltaler Familiensonntag 2025 [Nicolas Ottersbach]

Hier geht es zum Crowdfunding

Bislang griffen die Vereine auf die bekannten Betonklötze zurück. Das Problem: Sie können nicht so leicht bewegt werden, wenn beispielsweise ein Rettungswagen passieren muss. Zuletzt sicherten die Ehrenamtlichen auch mit ihren Privatwagen die Zufahrten von Veranstaltungen ab. Personal, das an anderen Stellen eigentlich dringender gebraucht wird.

„Wir wollen durch unser Projekt insbesondere sicherstellen, dass unsere neun jährlichen Großveranstaltungen in unserer Heimat weiter stattfinden können und das Brauchtum auch zukünftig weiterlebt“, heißt es in der Projektbeschreibung der beteiligten Vereine. Ziel sei es, die erforderliche Sicherheit bei den komplett ehrenamtlich organisierten Festen erheblich zu verbessern und die Auflagen – insbesondere für die Ehrenamtlichen – effizienter zu erfüllen. 

Ein Projekt für die gesamte Gemeinde

 Die Anschaffung hat ein stolzes Volumen: Rund 80.000 Euro kosten die mobilen Sperren insgesamt. Realisiert werden soll das Vorhaben in der zweiten Jahreshälfte 2026. Die Zielgruppe der Veranstaltungen sind dabei nicht nur die Bürgerinnen und Bürger von Ruppichteroth, sondern Besucher aus der gesamten Region des Bergischen Rheinlandes. Hinter dem Projekt stehen alle großen Verein: Der Bürgerverein Ruppichteroth e.V., Schaufenster Ruppichteroth e.V., Bröltaler SC 03 e.V., der Bürgerverein Schönenberg e.V. sowie die Heimatvereine Hänscheid und Winterscheid haben sich zusammengeschlossen. Gemeinsam vertreten sie mehr als 2.500 Vereinsmitglieder. 

8.100 Euro durch Crowdfunding gesucht 

Die Finanzierung steht auf mehreren Säulen. Während ein Großteil über ein öffentliches Förderprojekt abgedeckt wird, müssen die sechs Vereine einen Eigenanteil von insgesamt rund 24.000 Euro selbst aufbringen. Um diesen Betrag stemmen zu können, wurde ein Crowdfunding gestartet. Das aktuelle Ziel: 8.100 Euro. „Dementsprechend führen zusätzliche Crowdfunding-Einnahmen zu einem geringeren Eigenanteil der beteiligten sechs Vereine“, so die Initiatoren.

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