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Sieg mit Ölsperre der Feuerwehr
Baden verboten

Große Mengen Heizöl in die Sieg gelaufen

Von Daniel Prior | | Blaulicht

Ein folgenschwerer Unfall hat am Samstagnachmittag einen großflächigen Umweltschutzeinsatz in Windeck ausgelöst. Nach Angaben der Feuerwehr schlug gegen 14:17 Uhr auf der Dahlhausener Straße im Ortsteil Imhausen ein Heizöltank auf einem Anhänger leck, woraufhin sich rund 2000 Liter Heizöl auf der Fahrbahn ausbreiteten. Über die örtliche Regenwasserkanalisation gelangte das Heizöl kurz darauf in den Irserbach, der unmittelbar in die Sieg mündet und den Schadstoff auf das Gewässer leitete. Wie genau es zu dem Vorfall mit dem Transporttank kommen konnte, ist derzeit noch unklar. Foto: Die Ölsperre auf der Sieg [Feuerwehr Windeck]

Unter der Leitung von Gemeindebrandinspektor Peter Mennicken lief umgehend ein interkommunaler Rettungseinsatz an, um eine unkontrollierte Ausbreitung des Ölfilms auf dem Fluss zu verhindern. Während das auf der Straße ausgetretene Öl mit Bindemitteln aufgenommen wurde, errichteten die Wehrleute auf der Sieg zwei Ölsperren im Bereich Eulenbruch sowie an der Präsidentenbrücke in Mauel. Parallel dazu brachten die Einsatzkräfte schwimmfähiges Bindemittel aus, während herbeigerufene Spezialfirmen mit der Reinigung der kontaminierten Regenwasserkanäle und des Bachbettes begannen. 

Auch der Löschzug Winterscheid unterstützte

Insgesamt kämpften 55 Rettungskräfte der Löschzüge Leuscheid und Herchen sowie überörtliche Unterstützungseinheiten aus Eitorf, Winterscheid und dem rheinland-pfälzischen Hamm gegen die Verunreinigung, ehe die Einsatzstelle gegen 20 Uhr an die Untere Wasserbehörde des Rhein-Sieg-Kreises übergeben werden konnte. Das DRK Windeck übernahm währenddessen die Verpflegung der Einsatzkräfte vor Ort.

Die unmittelbaren Konsequenzen des Unfalls bekamen auch die Bürger und Anwohner der Region zu spüren, da eine Gesundheitsgefahr für Mensch und Tier durch den direkten Kontakt mit dem belasteten Flusswasser nicht ausgeschlossen werden konnte. Über die offizielle Warn-App NINA veranlassten die zuständigen Behörden ein striktes Badeverbot für den gesamten Siegabschnitt zwischen Au (Sieg) und Stromberg. Die Bevölkerung wurde gewarnt, dass Hautkontakt mit dem ölversetzten Wasser zu schweren Reizungen führen kann, während beim versehentlichen Verschlucken gravierende Vergiftungen und Atemwegsschäden drohen. Neben dem Badeverbot wurde zudem untersagt, Tiere in die Sieg zu lassen oder in dem betroffenen Bereich Fische zu angeln; jeglicher Kontakt mit dem Wasser sei zu vermeiden. 

 

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