An diesem Wochenende feiert Ruppichteroth wieder seine traditionelle Döörper Kirmes. Doch für Besucher wie Organisatoren ist in diesem Jahr einiges anders. Das traditionsreiche Fest findet nicht nur früher als gewohnt statt, sondern fordert auch logistisch einen echten Kraftakt.
In den vergangenen Jahren hatte sich der Termin des Festes stets nach den Herbstferien gerichtet. Um den Ablauf der benachbarten Schule nicht zu stören, war die Kirmes regelmäßig in die Ferienmitte geschoben worden – mal auf das Wochenende um den 18., mal um den 25. Oktober. Im Jahr 2026 liegen die Schulferien in Nordrhein-Westfalen allerdings besonders spät. Ein Kirmestermin erst gegen Ende des Monats kam für die Schaustellerbetriebe jedoch nicht mehr infrage. Aus ihren Reihen kam der deutliche Wunsch nach einem früheren Zeitpunkt, wie Klaus Steglich vom Bürgerverein Ruppichteroth erklärt.
Die Schausteller erhoffen sich davon vor allem besseres Wetter, nachdem späte Termine in den Vorjahren mitunter herbstlich ungemütlich ausfielen. Zwischenzeitliche Überlegungen, die Festmeile stattdessen an die Brölstraße zu verlegen, hatten sich im Vorfeld zerschlagen. So einigte man sich auf das zweite Oktoberwochenende: Am heutigen Freitag, 9. Oktober, öffnen die Fahrgeschäfte und Stände bereits um 14 Uhr, ehe um 18 Uhr die offizielle Eröffnung mit dem traditionellen Fassanstich und der musikalischen Begleitung durch den Bröltaler Musikverein ansteht.
Einigung mit Schule und Rathaus
Die Vorverlegung vor die Herbstferien brachte allerdings ein zentrales Problem mit sich: Da die Ferien noch nicht begonnen haben, herrscht an der Sekundarschule regulärer Schulbetrieb. Um die Kirmes dennoch auf dem gewohnten Areal stattfinden zu lassen, waren Gespräche zwischen dem Bürgerverein, der Gemeindeverwaltung samt Bürgermeister und der Schulleitung nötig. Damit die Schülerinnen und Schüler am Montagmorgen ungehindert ihren Unterricht aufnehmen können, muss das Festgelände in Rekordzeit geräumt werden, so Steglich. Während die Buden und Fahrgeschäfte früher oft erst im Laufe des Montags abgebaut und der Platz im Nachgang gesäubert wurde, rücken die Helfer diesmal direkt nach Toreschluss an. Bereits am späten Sonntagabend soll mit vereinten Kräften alles abgebaut und der Platz gereinigt werden, damit am Wochenanfang wieder freie Bahn herrscht.
Flohmarkt und bewährte Klassiker
Abseits des veränderten Zeitplans bleibt das Fest seinem vertrauten Charakter treu. Am Sonntag, 11. Oktober, wird das Treiben ab 11 Uhr durch den Straßenflohmarkt vor der Fachwerkkulisse des Oberdorfs ergänzt. Für die Organisation und die Anmeldungen – auch für teilnehmende Kinder und Anwohner – ist die Agentur Geide-Märkte verantwortlich. Parallel dazu öffnet am Sonntag ab 11 Uhr die Cafeteria der Sekundarschule. Die ganze Zeit sind verschiedene Fahrgeschäfte wie der Autoscooter und die Kirmesbuden geöffnet.






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