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Alter Unterstand

Wie die Dorfgemeinschaft Oeleroth ihre Bushaltestelle rettet

Von Nicolas Ottersbach | | Magazin

Die tragenden Holzteile waren verkratzt und vom Wetter ausgebleicht, das Fachwerk wirkte düster und wenig einladend. Über Jahre hinweg war die Schulbushaltestelle in Oeleroth in die Jahre gekommen. Doch statt den Verfall einfach hinzunehmen, packten die Anwohner selbst an. Mit viel Farbe, bürgerschaftlichem Engagement und der Hilfe kleiner Künstler ist das Wartehäuschen nun kaum wiederzuerkennen. 

Es ist ein Projekt, das zeigt, was eine engagierte Dorfgemeinschaft erreichen kann. „Insgesamt sollte alles etwas freundlicher aussehen“, heißt es von den Verantwortlichen. Die Schulkinder hatten sich schon lange eine eigene Gestaltung gewünscht, um ihren täglichen Weg zur Schule ein Stück bunter zu machen. 

Pastellfarben und Tieraugen 

Die Verwandlung begann mit dem Entfernen der alten, dunklen Bildplatten. An ihre Stelle traten neue Holzplatten, die von den Kindern zunächst in zarten Pastellfarben grundiert wurden. Bei der Motivwahl bewiesen die Nachwuchskünstler Kreativität: Sie entschieden sich für eine Welt voller bunter Tiere, die nun mit großen Augen auf die wartenden Fahrgäste blicken. Insgesamt vierzehn Kinder bemalten die Platten mit ihren Lieblingstieren und verewigten sich zusätzlich mit ihren Handabdrücken auf den Kunstwerken. „Alle waren mit großem Eifer dabei“, berichtet Bettina Krei von der Dorfgemeinschaft. Während die Kleinen für die Optik zuständig waren, kümmerten sich Eltern und Großeltern um die Handwerksarbeit: Das Fachwerkgestell wurde neu verkleidet und die Balken erhielten einen frischen Anstrich. 

Ein Baum für die Zukunft 

Möglich wurde die Verschönerungsaktion durch finanzielle Unterstützung des Landes NRW. Über die Förderung „2000 x 1000 Euro für das Ehrenamt“ konnten die Materialkosten gedeckt werden. Inzwischen wurde die Haltestelle im Rahmen einer kleinen Feier offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Ein besonderes Highlight wartet jedoch noch auf seine Vollendung: Direkt neben dem Häuschen haben die Kinder einen Birnenbaum gepflanzt. Er soll in den kommenden Jahren nicht nur Schatten spenden, sondern auch Früchte tragen. 

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