• RSS
  • Telegram
  • Twitter
  • Facebook

www.broeltal.de

Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Spezialfirma im Einsatz

Giftige Herkulesstaude wird jetzt auch an der Bröl bekämpft

Von Nicolas Ottersbach | | Magazin

Der Rhein-Sieg-Kreis geht jetzt auch entlang der Bröl gegen die Herkulesstaude vor. An den Ufern der Sieg bekämpfen Freiwillige und eine Fachfirma den Riesenbärenklau bereits seit Jahren. Bürger werden aufgerufen, Herkulesstauden zu melden. Foto: Die Herkulesstaude kommt auch vermehrt im Bröltal vor. [Rhein-Sieg-Kreis]

Bei den Arbeiten muss das Spezialteam, neben den im öffentlichen Eigentum gelegenen Bereichen, auch private Eigentumsflächen sowie land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen betreten. "Für den Abtransport der Pflanzenteile kann es im Einzelfall auch notwendig werden, mit leichten Fahrzeugen über landwirtschaftliche Flächen (Grünland) zu fahren", teilt der Rhein-Sieg-Kreis mit. Das beauftragte Unternehmen sei angehalten, vermeidbare Beeinträchtigungen zu unterlassen und etwaige Schädigungen landwirtschaftlicher Flächen zu beheben. In Anbetracht des Umfangs der betroffenen Eigentumsflächen sei es nicht möglich gewesen, die betroffenen Eigentümer beziehungsweise Bewirtschafter unmittelbar über die anstehenden Arbeiten zu informieren. Der Rhein-Sieg-Kreis bittet hierfür um Verständnis und auch darum, die Firma soweit als möglich bei ihrer wichtigen Tätigkeit zu unterstützen.

Auch in den kommenden Jahren soll der Riesenbärenklau entlang der Bröl bekämpft werden. Da in diesem Bereich noch nicht alle Vorkommen der Herkulesstaude bekannt sind, können sie telefonisch unter 02241/13-2672 oder per E-Mail an elke.saeglitz(at)rhein-sieg-kreis gemeldet werden. Konkrete Ortsangaben sind dabei sehr wichtig. Die Kreisverwaltung bittet alle, die Pflanzen melden möchten, allerdings darum, nur Herkulesstauden-Vorkommen aus dem Bröltal zu nennen.

Riesenbärenklau oder Herkulesstaude ist giftig

Der Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum) stammt aus dem Westkaukasus und kommt seit Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland vor. Die Pflanze wurde wegen ihrer imposanten Erscheinung in Gärten kultiviert und wegen des Blütenreichtums als Trachtpflanze für die Bienenweide von Imkern empfohlen. Der Riesenbärenklau ist eine zwei- bis fünfjährige Staude; das heißt, nach der Keimung im Frühjahr bildet sie eine Blattrosette, im zweiten, spätestens im fünften Jahr bildet sie Blüten und stirbt nach der Samenreife ab. Eine Pflanze bildet durchschnittlich 20.000 (bis zu über 100.000) Samen, die mehrere Jahre keimfähig sind. Im Überschwemmungsbereich von Fließgewässern werden die schwimmfähigen Samen durch das Wasser verbreitet.

Der Saft aller Pflanzenteile enthält photosensibilisierende Substanzen, sogenannte Furocumarine, die in Verbindung mit Sonnenlicht zu schweren, verbrennungsähnlichen Schäden der Haut führen können. Bei Arbeiten an der Pflanze ist daher unbedingt auf eine vollständige Bedeckung der Haut zu achten, außerdem sind Handschuhe und Schutzbrille zu tragen. Sollte der Pflanzensaft dennoch auf die Haut gelangen, muss er sofort mit viel Wasser und Seife abgewaschen werden. Die betroffene Hautpartie soll für mindestens 48 Stunden nicht dem Sonnenlicht ausgesetzt und in der Folgezeit mit Sonnencreme geschützt werden.

Noch kein Kommentar vorhanden.

Kommentar hinzufügen

×

Name ist erforderlich!

Geben Sie einen gültigen Namen ein

Gültige E-Mail ist erforderlich!

Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

Kommentar ist erforderlich!

Die abgesendeten Daten werden zum Zweck der Veröffentlichung als Leser-Kommentar verarbeitet und gespeichert. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

* Diese Felder sind erforderlich.

ANZEIGEN
Eymold GmbH
Honscheid Glas Fenstertechnik
Gemeindewerke Ruppichteroth