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Jazzpreis für Volker Engelberth

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Der Wormser Jazzpreis geht in diesem Jahr an den Ruppichterother Pianisten Volker Engelberth. Der Musiker erhält den mit 5000 Euro dotierten Preis für seine "transparenten Kompositionen, die sich durch federleichtes Spiel und subtilen Farbenreichtum auszeichnen", begründet die Jury ihre Entscheidung. Engelberth schaffe in seiner Musik eine individuelle Balance zwischen swingender US-amerikanischer Jazztradition und klassischen Einflüssen und in seiner wohldosiert eingesetzten Virtuosität stets die künstlerische Aussage im Blick. Der 35-Jährige habe in den vergangenen zehn Jahren nicht nur als Ensemble-Leader, sondern auch als Sideman für andere Künstler die Jazzszene regional- und bundesweit bereits entscheidend geprägt. Foto: Musiker Volker Engelberth [Sven Götz]

Engelberth wuchs in Ruppichteroth auf und lebt mittlerweile in Mannheim. Im Alter von sieben Jahren begann er mit dem Klavierspiel. Von 2004 bis 2009 studierte er Jazz-Piano bei Professor Joerg Reiter an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit arbeitet Volker Engelberth heute als Lehrbeauftragter für Jazz-Klavier und Ensemble an der Musikhochschule Stuttgart. Auch in Ruppichteroth stand er bei Konzerten immer wieder auf der Bühne.

Im Laufe seiner Karriere mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, so erhielt er 2011 das Jahresstipendiat der Kunststiftung Baden-Württemberg, gewann 2012 den Wettbewerb „Tremplin Jazz d’Avignon“ und bekam im vergangenen Jahr den Jazzpreis des Landes Baden-Württemberg verliehen.

Nach den von der Fachpresse hochgelobten Trio-Alben Perpetuum (2012) und Kaleidoskop (2015), veröffentlicht Engelberth mit „Jigsaw Puzzles“ in Quintett-Besetzung seine dritte CD als Bandleader. Des Weiteren ist er als Sideman regelmäßig live und auf Tonträgern zahlreicher Jazzprojekte zu hören. So spielt er momentan unter anderem in Bands des Gitarristen Sebastian Böhlen, des Saxophonisten Alexander Kuhn und der Sängerin Stephanie Neigel, sowie in Duo-Projekten mit dem Bassisten Thomas Stabenow oder der Sängerin Julia Pellegrini. Volker Engelberth war zudem bereits in mehrere Produktionen am Nationaltheater Mannheim involviert. Foto: Volker Engelberth in der Mitte mit Martin Simon und Kristof Körner, als sie 2009 im Eichhof ein Konzert gaben [Privat]

Schon früh begann Volker Engelberth sein Können und seinen Erfahrungsschatz an jüngere Musikergenerationen weiterzugeben. Während des Studiums unterrichtete er Jazz-Piano an der Musikhochschule Mannheim, seit 2011 lehrt er dieses Fach und Ensemblespiel an der Musikhochschule Stuttgart. Darüber hinaus ist er regelmäßig Gastdozent beim Jugendjazzorchester des Saarlandes und coacht junge Musiker bei Veranstaltungen wie dem Jazzworkshop Ladenburg und dem IG-Jazz Workshop in Mannheim. Auch die Förderung der Mannheimer Jazzszene liegt ihm am Herzen: Seit 2013 ist Volker Engelberth Mitglied im Vorstand der IG-Jazz Mannheim sowie Organisator der wöchentlichen Konzertreihe „Tuezzday“ in der „Klapsmühl“ am Rathaus.

Mit dem Wormser Jazzpreis sollen junge Jazzmusiker mit professionellen Ambitionen – bevorzugt aus Rheinland-Pfalz und den angrenzenden Regionen – für eine besondere Leistung als Solist, Komponist, als Gruppe oder für ein Projekt ausgezeichnet sowie in ihrer weiteren musikalischen Entwicklung gefördert werden. Der Wormser Jazzpreis wird alle zwei Jahre vergeben. Die Jury setzt sich aus den bisherigen Jazzpreisträgern der Stadt Worms sowie dem Vorsitzenden der Jazzinitiative BlueNite e.V., Volker Wengert, zusammen.

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