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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Wer war Bertram Happ?

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Ohne Anhang und aus heiterem Himmel wanderte Bertram Happ 1853 nach Amerika aus, seine Heimat in Tüschenhohn ließ er mit nur 21 Jahren zurück. "Bis heute wissen wir nicht, was ihn dazu trieb", sagt Ur-Ur-Enkelin Bonnie Fuller (69). Mit ihrer Tochter Terry Mattison (51) kam sie aus Idaho ins Bröltal, um auf den Spuren ihrer Vorfahren zu wandeln.

Unterstützung bekamen die beiden Amerikaner von der pensionierten Lehrerin Gabriele Iffland-Richter. In einem amerikanischen Forum für Ahnenforschung hatten Fuller und Iffland-Richter sich kennengelernt. In ihrer Freizeit hat sie über die Jahre eine riesige Ahnendatei aufgebaut. "Eigentlich liegt meine Hauptgegend am Niederrhein", erzählt sie. Bei ihren Forschungen stieß sie durch Zufall auf Josef Schneider aus Much, der sich als echter Fachmann für bergische Familiengeschichte herausstellte. Er überließ ihr viele Informationen zu den Familien Happ und Derenbach, aus denen Iffland-Richter rund 1000 Vorfahren inklusive Seitenlinien recherchierte. Über acht Monate wälzte sie alte Akten und tauschte sich mit Gemeinde-Archivar Hartmut Benz aus.

Am Ende vervollständigte sich das Puzzle: Bertram Happ wurde am 3. April 1831 als Sohn von Adam Happ und Anna Derenbach geboren. Mit dem Schiff kam er 1853 in Illinois an und heiratete dort 1860 Lydia West. Später zogen sie nach Kansas und Nebraska, wo sie auch ihre letzten Jahre verbrachten. Gemeinsam hatten sie insgesamt zehn Kinder. Darunter Melissa, die mit ihrem Mann Andrew Bobitt und Tochter Merle um 1900 in den Westen der Vereinigten Staaten zog. Bertram Happ sahen sie nie wieder, er starb am 1. Januar 1922. Foto: Bertram Happ und seine Frau Lydia (Privat)

Merle Bobitt war Bonnie Fullers Großmutter, an die sich nicht erinnern kann. "Andrew kannte ich aber gut", erzählt sie. Er wurde 96 Jahre alt, ebenso wie ihre Großmutter Merle. Von Bertram Happs Geburtshaus in Tüschenhohn steht heute nur noch eine Mauer des Fundaments. "Das fühlt sich nicht real an", sagte Bonnie Fuller, als sie mit ihrer Tochter über die verwilderte Wiese streifte.

Auch von der restlichen Bröltal-Gemeinde bekamen sie eine Menge mit, Ludwig Neuber hatte sie auf eine Tour eingeladen. Vorher stand schon der Kölner Dom auf dem Plan. Zum Abschluss besuchten Mutter und Tochter noch das Schönenberger Rathaus, wo sie auch ein kleines Andenken an ihren Trip nach Deutschland bekamen. Den kleinen Teller mit Rathaus-Motiv wollen sie in Ehren halten, für die Ruppichterother gab es als Dankeschön kleine Anstecker in Kartoffel-Form, ihre Heimat Idaho im Nordwesten der USA ist für Erdäpfel bekannt.

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