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Hightech-Automat von Willach sortiert Medikamente im Klinikum Oberberg

Von Nicolas Ottersbach | |   Wirtschaft/Politik

Das Herz der Apotheke des Kreiskrankenhauses Gummersbach kommt aus Ruppichteroth: Dort arbeitet seit Kurzem ein Medikamentenautomat der Firma Willach. Dadurch sollen Pflegekräfte entlastet und die Medikamentengabe für die Patienten sicherer werden. Foto: Lars Lemmer (links) und Jens Willach mit dem neuen Automaten. [Klinikum Oberberg]

Medikamente packt im Kreiskrankenhaus Gummersbach schon seit vielen Jahren ein Automat ab. Damit war die Klinik 1994 Vorreiter in Deutschland und ist es jetzt wieder. Denn erstmals kommt der Automat mit dem Namen Consis in einem Krankenhaus in Deutschland zum Einsatz.

Technik aus Japan angepasst

Seit Anfang 2019 war Chefapotheker Lars Lemmer bundesweit in Krankenhaus-Apotheken unterwegs, die auch mit Verblisterungsautomaten arbeiten, um ein neues System für das Klinikum Oberberg zu finden. Im Sommer vergangenen Jahres kam der Kontakt zur Ruppichterother Firma Willach zustande, die als Ausrüster von Schubladen- und Regalsystemen zu den bekanntesten Herstellern weltweit gehört. Das Modell Consis, das der japanische Konzern Panasonic herstellt und hauptsächlich in Japan und den USA im Einsatz ist, gehört erst seit zwei Jahren zum Programm des Ruppichterother Unternehmens. Willach und das Klinikum Oberberg haben den Automaten für den deutschen Markt angepasst.

Automat kontrolliert doppelt

Der Automat ist mit neuer Software ausgerüstet, verfügt mit 400 Kanistern über deutlich mehr Fassungsvermögen für Medikamente als das bislang genutzte Gerät und bietet mehr Sicherheit durch zusätzliche Kontrollmechanismen. Auf den kleinen Tüten, in denen der Patient seine Medikamente findet, ist neben den Wirkstoffen und dem Namen des Patienten zusätzlich ein QR-Code aufgedruckt, hinter dem sich die Beipackzettel der Medikamente finden lassen.

Schon beim Verteilen der Pillen in die kleinen Tütchen scannt das Gerät die Ausgabe der Kapseln und Tabletten, um zu gewährleisten, dass der Patient mit den korrekten Mitteln in der verordneten Menge versorgt wird. In einem weiteren Schritt werden die abgepackten Tütchen abfotografiert und vom Computer überprüft. Findet das System Fehler, leuchtet eine Warnung auf, die dem Apotheker anzeigt, dass sein Fachwissen gefragt ist.

Hilfe in einer halben Stunde vor Ort

Der Medikamentenautomat war nach 13 Jahren veraltet. Es kam immer häufiger zu technischen Problemen. Die Reparaturgarantie des Herstellers lief im April 2020 aus. "Wenn in der Apotheke keine Medikamente mehr gestellt werden können, dann brauchen wir sehr schnell Hilfe", sagt Lemmer. Ein Service-Techniker musste irgendwo aus Deutschland oder den Niederlanden anreisen. Künftig kommt der Techniker innerhalb einer halben Stunde aus Ruppichteroth.

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