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Immer mehr Jakobskreuzkraut

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Das giftige Jakobskreuzkraut (Senecio jacobaea) komm im Rhein-Sieg-Kreis immer öfter vor, besonders auf übernutzten Pferdeweiden und an Straßen- und Wegrändern verstärkt. Auf landwirtschaftlich genutzten Flächen sollte die Pflanze so schnell wie möglich entfernt werden, rät das die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Fotos: Günter Klingenhagen, Dr. Clara Berendonk, Landwirtschaftskammer NRW

Wie ist Jakobskreuzkraut zu erkennen?

Das Jakobskreuzkraut ist in der Regel eine zweijährige Pflanze. Im ersten Jahr bildet sie eine Rosette mit tief geschlitzten Blättern aus. Im zweiten Jahr wächst ein aufrechter, meist rot gefärbter Stängel in die Höhe, der sich oberhalb der Mitte verzweigt. Das Jakobskreuzkraut erreicht leicht eine Höhe von einem Meter und mehr. Die Hauptblütezeit ist im Juli, ab Mitte Juni lassen sich jedoch bereits erste blühende Pflanzen finden. Die Blüte ist durch 13 um das Blühkörbchen angeordnete Zungenblätter zu erkennen. Eine ausgewachsene Pflanze produziert bis zu 150.000 Samen, die ähnlich wie beim Löwenzahn mit dem Wind auch über große Distanzen verbreitet werden.

Welche ökologische Bedeutung hat das Jakobskreuzkraut?

Für eine Vielzahl von Insektenarten ist das Jakobskreuzkraut eine bedeutsame Lebensraum- oder Futterpflanze. So gibt es mindestens zehn Schmetterlingsarten, die die Pflanze als Raupe fressen oder an der sie als Schmetterling (Imago) saugen. Zu ihnen zählt beispielsweise der Karminbär (Tyria jacobaeae), der auch Jakobskrautbär genannt wird. Er ist auf die Pflanze obligat angewiesen und in seinem Bestand merklich zurückgegangen.

Welche Gefahren gehen vom Jakobskreuzkraut aus?

Die Giftigkeit des Jakobskreuzkrautes beruht auf der Wirkung verschiedener Pyrrolizidin-Alkaloide, die im Organismus vor allem durch die Leber zu den eigentlich toxischen Verbindungen metabolisiert werden. Die Giftstoffe sind nicht nur in der frischen Pflanze enthalten, sondern verlieren auch im Heu nicht an Wirkung. Die Auswirkungen der Vergiftung sind kumulativ. Dies bedeutet, dass die Toxine sich in der Leber anreichern und zu chronischen Krankheiten, Krebs oder bei entsprechenden Mengen zum Tod führen können.

Wie kann das Jakobskreuzkraut bekämpft werden?

Eine wirkungsvolle Bekämpfung des Jakobskreuzkrautes kann nur über einen längeren Zeitraum zum Erfolg führen. Als vorbeugende Maßnahme ist eine gewissenhafte Weidepflege durch Beseitigung von Weideresten und Problempflanzen sowie einer Verdichtung der Grasnarbe unerlässlich. Um der Ausbreitung der Pflanze zu begegnen, ist die wichtigste Maßnahme die Verhinderung der Samenbildung. Dies sollte primär durch das Ausreißen oder Ausstechen der Pflanze (mit Handschuhen) oder durch eine Mahd zu Blühbeginn erreicht werden. Auf Weiden wird das Jakobskreuzkraut von den Tieren aufgrund der in ihm enthaltenen Bitterstoffe gemieden, sofern genügend anderes Futter vorhanden ist. Im Heu sind diese Bitterstoffe jedoch nicht mehr vorhanden, sodass die Pflanze von den Tieren nicht mehr erkannt wird. 

Surftipp: www.lwk.nrw.de

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