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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Lieber kein SU-FF für Autofahrer

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

So einfach wie noch vor einigen Jahren war es für Frederick Funke diesmal nicht, das Kennzeichen für sein Auto online zu reservieren. Darauf gehören nämlich seine Initialen, wie er findet. Im Rhein-Sieg-Kreis führt das zur - zumindest bei Beamten - ungeliebten Kombination SU-FF. Ungeliebt deshalb, weil man "Missbrauch verhindern will", heißt es von Kreissprecherin Rita Lorenz. Deshalb kann man solche Kennzeichen seit einiger Zeit nicht mehr anklicken, sondern muss im Straßenverkehrsamt vorsprechen. Foto: Frederick Funke mit seinen Kennzeichen (Christina Henkel)

Funke wollte das zunächst nicht glauben, dass sein Wunschkennzeichen nicht mehr verfügbar ist. "Für Ihr Kennzeichen können Sie grundsätzlich die Buchstaben und Ziffern in jeder beliebigen Kombination zusammenstellen, ausgenommen sind jedoch die unzulässigen Buchstaben-Kombinationen HJ, KZ, NS, SA, SS, IS sowie FF", heißt es in den Richtlinien im Internet.

Die sind bei vielen Straßenverkehrsämtern ähnlich. Die Kürzel "HJ" für Hitler-Jugend oder "NS" für Nationalsozialismus sind sogar bundesweit verboten. Grundsätzlich kann aber jede Zulassungsbehörde selbst entscheiden, welche Kombinationen sie zulässt und welche nicht. Die gesetzliche Grundlage für das Verbot ist der Paragraf 8 Absatz 1 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung. Dort heißt es: "Die Zeichenkombination der Erkennungsnummer sowie die Kombination aus Unterscheidungszeichen und Erkennungsnummer dürfen nicht gegen die guten Sitten verstoßen."

Das sorgt auch für lokale Unterschiede. In Köln beispielsweise wird der alleinige Buchstabe "Z" nicht ausgegeben, daraus ergibt sich nämlich das verbotene Kürzel "KZ" - Konzentrationslager. Die Behörde in Nürnberg, das die Ortsmarke "N" trägt, lässt auch "PD" (in Kombination dann "NPD", kurz für Nationaldemokratische Partei Deutschlands) und "SU" (in Kombination dann NSU, kurz für Nationalsozialistischer Untergrund) nicht zu.

Frederick Funke war der Aufwand, beim Straßenverkehrsamt vorzusprechen, zu groß. Schließlich wollte er lediglich ein ähnliches Kennzeichen für sein neues Auto haben. Trotzdem fährt er jetzt wieder mit FF durch die Gegend. Allerdings in Köln, seinem neuen Wohnort.

Kommentare

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Niklas  28.02.2018 10:58

Stimmt so nicht. Man muss nicht vorsprechen, aber man muss eine Erklärung unterschreiben, dass man darüber aufgeklärt wurde, dass su ff mit exzessivem Alkoholgenuss in Verbindung gebracht werden kann. That's it. Ansonsten läuft alles wie bei jeder anderen Kombination auch.


 

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