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Maulfwurfnase ist ein Schmutzschutz

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Artenschutz beginnt vor der Haustür - genauer gesagt im heimischen Garten. Hier leben viele Tiere, die in ihrem Bestand gefährdet sind - unter ihnen auch der Maulwurf. Vor allem im Herbst ist er aktiv und türmt ungeliebte Erdhügel auf. Er ist aber auch ein idealer Schhädlingsvertilger und steht unter Artenschutz. Foto: Michael Dufek

Zu sehen bekommt man den Maulwurf nur selten. Der 14 bis 17 Zentimeter lange Wühler lebt vorwiegend unter der Erde in seinen Gängen und ist an diesen Lebensraum angepasst. Deine sensiblen Ohren und kleinen Augen sind meist im grauschwarzen Fell verborgen. Er kann zwar sehen, aber nur zwischen hell und dunkel unterscheiden. Besser entwickelt als die Augen ist seine Schnauze mit einer empfindlichen Nase und den Tasthaaren. Gleichzeitig dient sie als Schmutzschutz für den Mund. Die schaufelförmigen Vorderpfotegräbt der Maulwurf pro Tag, meist in Tiefen bis ungefähr 40 Zentimetern, Gänge von über zwanzig Metern Länge.

Um diese Tunnellänge zu erreichen, muss der Maulwurf den Erdaushub an die Oberfläche befördern und Platz schaffen. Deswegen drückt er ihn mit seinen Vorderpfoten aus dem Gang. So entstehen die meist unbeliebten Maulwurfshügel.

Obwohl der Maulwurf viel Zeit unter der Erde verbringt, hat er in freier Natur viele Feinde, wie beispielsweise Störche, Wildschweine, Füchse, Bussarde und Eulen, die ihm auflauern, wenn er die Erde aus seinen Gängen schiebt. Aber auch der Mensch schränkt den Lebensraum des Maulwurfs immer mehr ein.

Der Maulwurf ist ein exzellenter Schädlingsvertilger und somit ein sehr nützliches Tier für den Gartenbesitzer. Wer einen Maulwurf im Garten hat, kann sich glücklich schätzen, denn seine Anwesenheit zeigt, dass der Boden gesund ist und es zahlreiche Kleinlebewesen im Boden gibt, die Nahrungsgrundlage des Maulwurfs sind. Am meisten frisst er Regenwürmer, aber eben auch Schädlinge wie Raupen, Engerlinge und Schnecken. Gartenbesitzer müssen keine Angst haben, dass Pflanzen oder Wurzeln gefressen werden, denn der Maulwurf ist ausschließlich ein Fleischfresser.

Mit seinem unterirdischen Bau der Gänge lockert der Wühler die Gartenerde auf. Diese wird somit gelüftet und Pflanzen können besser gedeihen. Die ausgeworfene lockere Erde kann zudem hervorragend für ein Blumenbeet genutzt werden. Schon deswegen sollte man ihn am besten im Garten leben lassen. Trotz dieser ganzen nützlichen Eigenschaften, stören die Hügel einige Gartenbesitzer. Hier hilft es aber nicht die Hügel flach und fest zu klopfen. Denn sie dienen dem Maulwurf zur lebensnotwendigen Belüftung der unterirdischen Gänge.

Da der Maulwurf unter Artenschutz steht, sind sämtliche Bekämpfungen, die zum Tod des Maulwurfs führen könnten, verboten. Nähere Auskünfte rund um das Thema "Maulwurf" erteilen gerne die Fachleute am Umwelttelefon des Rhein-Sieg-Kreises unter 02241/13-22 00.

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