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Ostern ist gerettet

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Es ist Frühling, die Sonne scheint, die Blumen blühen. Ostern steht vor der Tür und Hasen haben Hochkonjunktur. Denn irgendwer muss ja die Ostereier für die Kinder verstecken. Traditionell erledigen Feldhasen diesen Job, die Wildbestände haben sich in letzter Zeit wieder erholt.

Der Mythos des eierbringenden Hasen hat mehrere Ursprünge. Zum einen kann man die eher dämmerungs- und nachtaktiven Tiere im Frühjahr auch tagsüber beobachten. Sonst sehr scheu, suchen sie Futter und kommen dafür sogar in die Nähe des Menschen, in Dörfer und Gärten. Dabei wurde den Klopfern angedichtet, die bunten Eier zu bringen. Einem anderen Ursprung zufolge haben die Kinder beim Eiersuchen früher eher im Gras versteckte Feldhasen als eierlegende Hühner aufgescheucht, also hat man die Hasen verdächtigt, die Ostereier zu verstecken. (Bild: Gaby Plätz-Große Lembeck, Landesjagdverband NRW)

Der Hauptunterschied zwischen dem echten Feldhasen (Lepus europaeus) und dem gemeinen Kaninchen ist, dass der ursprünglich in den Steppen Asiens verbreitete Nager keinen Baugräbt, sondern ausschließlich oberirdisch lebt. Als Nahrung steht dem Pflanzenfresser ein recht vielfältiges Nahrungsspektrum zur Verfügung: Süßgräser und Kräuter, Knospen von Bäumen und Sträuchern. Im Winter bei Schneelage auch Rinde von Obstbäumen. Als eine besondere Anpassung an karge Gebiete haben die Hasen die sogenannte Coekotrophie entwickelt. Das heißt, neben der eigentlichen Losung, dem Ausscheiden von Exkrementen, gibt es auch die Blinddarmlosung. Sie wird im Blinddarm produziert und vom Hasen wieder gefressen, aufgrund vieler darin entahaltener Vitamine und Spurenelemente.

Neben den sprichwörtlichen Füchsen und Hunden gibt es zahlreiche natürliche Feinde, besonders arg setzen dem recht fortpflanzungsfreudigen ?Rammler? jedoch auch Jagd, Straßenverkehr und eine intensivere Landwirtschaft zu. So wurde der Feldhase in NRW 1999 erstmals als gefährdet eingestuft und die Stiftung Wildtier rief ihn 2001 zum Wildtier des Jahres aus.

Doch die Bestände scheinen sich erholt zu haben. Nach den neuesten Zahlen aus dem Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD) kann leichte Entwarnung gegeben werden. Im Rhein-Sieg-Kreis findet man übrigens die meisten Hasen in Swisttal (Zülpicher Börde).

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