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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Glasfaserausbau kommt nicht voran

Ruppichteroth investiert in eigenen Satelliten für kommunales Internet

Von Nicolas Ottersbach | | Wirtschaft/Politik

Weil der Glasfaserausbau von UGG in Ruppichteroth nicht vorankommt, nimmt Bürgermeister Matthias Jedich (CDU) die Situation nun selbst in die Hand. Nach dem Vorbild von Starlink soll die Gemeinde über einen Satelliten schnelles Internet erhalten. Kooperiert wird dabei mit einem ansässigen Unternehmen, das derartige Dienstleistungen bereits international anbietet. Foto: Die Satellitenschüssel von Hispasat Axess in Ruppichteroth [Nicolas Ottersbach]

In anderen Orten ist Unsere Grüne Glasfaser (UGG) mit dem Ausbau weiter, in Ruppichteroth stockt er jedoch seit Jahren. Zwar wurde mittlerweile der sogenannte der Hauptverteiler, der sogenannte POP (Point of Presence), angeliefert und installiert. Die Kunden warten allerdings immer noch auf ihre Anschlüsse.

Der neue Bürgermeister setzt deshalb auf Eigeninitiative und lokale Akteure. Als Vorbild gilt dabei das Satelliten-Internet von Elon Musk. Doch anstatt Tausende Satelliten für viel Geld in den Orbit zu schicken, soll Ruppichteroth über bereits bestehende stationäre Satelliten ans Internet angebunden werden. Die Kommune würde über die zahlenden Kunden einen Fonds auflegen, mit dem die Technik am Boden und im All unterhalten werden soll. Die Bürger selbst müssten demnach nur ein Empfangsgerät kaufen, das sie bei sich zu Hause aufstellen. Einzige Voraussetzung: freie Sicht in den Himmel.

Afrika, Asien, Bröltal

Unterstützung gibt es dabei vom Datenversorger Hispasat Axess, das zwischen oberhalb des Hauptorts Ruppichteroth viele Satellitenschüsseln betreibt. Das Unternehmen spielt eine Schlüsselrolle in der weltweiten Internetversorgung. Vom Bröltal aus werden große Teile Afrikas und Asiens, demnächst auch Südamerika, mit Datenverbindungen versorgt. Die erdgebundene Technik kommuniziert dabei mit Satelliten in rund 36.000 Kilometern Höhe. 

Als Vorlaufzeit, um Vertragliches und Technisches zu regeln, nennt Jedich etwa ein halbes Jahr. Zu genauen Preisen könne man sich noch nicht äußern, allerdings würden sie im konkurrenzfähigen Bereich liegen, da die bestehenden Bauten in Ruppichteroth genutzt werden könnten.

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