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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Wettbewerb im Einzelhandel verschärft sich

Von Nicolas Ottersbach | |   Wirtschaft/Politik

Der stationäre Einzelhandel in der Region Bonn/Rhein-Sieg verfügt über eine Verkaufsfläche von 1,39 Millionen Quadratmetern. Davon entfallen 952.380 Quadratmeter auf den Rhein-Sieg-Kreis, knapp 439.000 Quadratmeter auf Bonn. Im Vergleich zum Vorjahr sind im Rhein-Sieg-Kreis rund 20.000 Quadratmeter neue Verkaufsfläche entstanden. Das ist das Ergebnis des neuen Branchenreports der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg.

"Im Rhein-Sieg-Kreis steigt die Verkaufsfläche seit Jahren stetig, was den Wettbewerb zwischen Betriebsformen und Standorten verschärft", so Eva Eichenberg, Referentin Handel bei der IHK. Die Kunden entschieden nicht nach kommunalen Grenzen, wo sie einkaufen, sondern pragmatisch, etwa nach Parkplätzen und Angebot. Dem Handel im Rhein-Sieg-Kreis und in Bonn komme dabei das anhaltend starke Bevölkerungswachstum und die hohe Kaufkraft zu Gute. Das trage mit zu der Haltung vieler Kommunen bei, dem Einzelhandel attraktive und großzügige Flächen bereitzustellen.

Zusätzliche Flächen wurden etwa in Hennef geschaffen, wo 2011 das Müllerland-Möbelhaus eröffnet wurde (über 30.000 Quadratmeter Verkaufsfläche), oder in Troisdorf, wo seit Ende 2013 die "Troisdorf Galerie" am Wilhelm-Hamacher-Platz auf 9.000 Quadratmetern Verkaufsfläche Kunden anlockt. In Angriff genommen wurden seitdem beispielsweise der Neubau des "HUMA-Einkaufsparks" in Sankt Augustin (39.000 Quadratmeter Verkaufsfläche; Fertigstellung: 2017) oder die Errichtung des "Huwil-Centers" in Ruppichteroth (5.000 Quadratmeter; Eröffnung: Mitte 2015). In der Bonner City gibt es ebenfalls Pläne für erhebliche Verkaufsflächenerweiterungen.

Dennoch verzeichneten Einzelhändler in Bonn und anderen Städten und Gemeinden teils deutliche Frequenzrückgänge bis zu 50 Prozent. "Offenbar streben insgesamt immer weniger Menschen zum Einkauf in die Innenstädte", sagt Eichenberg. Ein wesentlicher Grund dafür sei der zunehmende Onlinehandel. Online-Handel benötigt weniger Fläche als stationärer Handel. Die moderne Arbeitswelt sorge dafür, dass in der Woche weniger Zeit für Freizeit bleibe oder diese erst später beginne. Folge: Umsatzverluste zwischen Montag und Freitagmittag, die sich am Freitagnachmittag und Samstag nicht aufholen lassen.

"Eine weitere Herausforderung für den Innenstadthandel: die Erreichbarkeit. Nach wie vor kommen etwa in Bonn 40 Prozent der Kunden mit dem eigenen Pkw. Es wird aber immer schwieriger, in vertretbarer Zeit in die Stadt zu gelangen und dort genügend Parkmöglichkeiten zu finden", so Eichenberg.

Der anhaltende Onlineboom verändert den Einzelhandel. Während der Umsatz im deutschen Einzelhandel 2013 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 1,1 Prozent gestiegen ist und 2014 voraussichtlich um 1,5 Prozent wächst, verbucht der Onlinehandel zweistellige Zuwachsraten. Die Chance des stationären Handels lägen in Beratung, persönliche Kundenansprache und die unmittelbare Gelegenheit, die Ware anzufassen und auszuprobieren.

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