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Manege frei in Schönenberg

Wie ein Zirkusprojekt Grundschülern hilft, Ängste abzubauen

Von Nicolas Ottersbach | | Magazin

Schönenberg hat wieder ein Zirkuszelt: An der Grundschule üben die Erst- bis Viertklässler für die Vorstellungen am Donnerstag und Freitag. Dabei geht es nicht nur um Akrobatik, wie Schulleiterin Mareile Schreiber erklärt. „Die Kinder wachsen an ihren Aufgaben.“ Wer die Vorstellungen besuchen möchte, kann noch Karten kaufen. Foto: Ein Grundschüler springt im Zirkus Rondel über eine brennende Fackel [Nicolas Ottersbach]

Dass sie mal als Clowns durch die Manege tölpeln, über eine brennende Fackel springen oder in fünf Metern Höhe an einem Trapez hängen, hätten die Grundschüler aus Winterscheid und Schönenberg wohl nie gedacht. Durch das Zirkusprojekt, das seit 2012 mittlerweile das vierte Mal an der Schule am Brölbach zu Gast ist, wird das in regelmäßigen Abständen Wirklichkeit. „Wir versuchen es so zu organisieren, dass jedes Kind einmal in seinen vier Jahren Grundschulzeit daran teilnehmen kann“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Ute Wessels der Grundschulverbunds Schönenberg-Winterscheid. Bisher ist das, trotz der Corona-Pandemie und komplizierter Deutschland-Routen der Artisten vom Zirkus Rondel, immer gelungen.

Zirkusprojekt wirkt Folgen der Corona-Pandemie entgegen

Erstmals kam der Zirkus 2012 nach Schönenberg, um den Schülern, Eltern und Lehrern zum 100. Jubiläum der Grundschule eine besondere Attraktion zu bieten. Damals noch mit Spenden und durch den Förderverein finanziert – in diesem Jahr wird er durch eine Corona-Förderung des Landes NRW bezahlt –, entwickelte sich das Projekt zu einem Dauerbrenner. 2015 und 2018 kam Rondel wieder, jedes Mal mit demselben, pädagogisch wertvollen Ergebnis, wie Ute Wessels erläutert.

„Die Kinder sind total aufgeregt, auch etwas skeptisch. Aber am Ende wachsen sie über sich hinaus und selbst die Ängstlichsten liefern tolle Ergebnisse ab“, sagt Wessels. Diese Art der Persönlichkeitsentwicklung halte auch noch lange nach den Vorstellungen an und sei gerade jetzt nach den Problemen, die die Corona-Pandemie mit sich gebracht habe, wertvoll. Viele Kinder seien durch die Isolierungen und die Ängste, die das Virus mit sich brachte, generell zurückhaltender geworden. Sie trauten sich weniger, seien unselbstständiger und könnten nicht mehr so gut mit Menschenmengen umgehen. „Welche langfristigen Folgen das haben wird, wird sich erst noch zeigen“, sagt Wessels.

Zirkuszelt gemeinsam aufgebaut

Da komme es gelegen, dass das Zirkusprojekt die ganze Schulgemeinschaft anspreche. So musste das gelb-grüne Zelt von Eltern, Schülern und Kindern zusammen aufgebaut werden. Alle standen vor der Mammutaufgabe aus Hunderten Teilen, die letztlich mit Bravour erledigt wurde. „Das war sehr beeindruckend. Dieses Gefühl, gemeinsam etwas zu schaffen, zieht sich durch die ganze Zirkus-Woche“, so Wessels. Dadurch, dass die Kinder durch die Artisten-Gruppen auch in den Altersklassen gemischt werden, würden Vorurteile abgebaut – auch zwischen Schönenbergern und Winterscheidern. „Das konnte man schon in den Pausen sehen, der Schulhof war bunt gemischt.“

Drei Vorstellungen

Für die Lehrer bedeutet die Zirkuswoche allerdings viel Arbeit. Sie sind stets im Hintergrund und bereiten alles so vor, dass die Abläufe flüssig sind. „Logistisch ist das schon eine Herausforderung, weil wir insgesamt 220 Schülerinnen und Schüler hier haben“, erklärt Wessels. Der gesamte Unterricht auf das Thema Zirkus gemünzt. Besonders stressig wird es bei den drei Aufführungen am Donnerstag, 27. Oktober (18 Uhr), und Freitag, 28. Oktober (15 und 19 Uhr). Denn die Kinder müssen auch geschminkt und fertig angezogen werden – was die Lehrerinnen und Lehrer übernehmen.

Für beide Veranstaltungen gibt es noch Karten, die vorab im Schulsekretariat oder an der Abendkasse (Erwachsene 8 Euro, Kinder bis zwöf Jahren 5 Euro) gekauft werden können.

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