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Grundschüler werden zu Zirkus-Artisten

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Die Show ist fast die gleiche wie vor drei Jahren. Wieder wirbeln Akrobaten am Trapez durch die Luft, wieder legen sich Fakire auf Nagelbretter. Trotzdem ist das, was die Winterscheider und Schönenberger Grundschüler im Mitmachzirkus Rondel leisten, einzigartig. Innerhalb weniger Tage habe sie die waghalsigen Einlagen einstudiert und sind zu echten Artisten geworden. Fotos: Kleine Artisten im Zirkus Rondel [Nicolas Ottersbach]

Bildergalerie: Zirkus Rondel an der Grundschule Schönenberg

Es ist nicht das erste Mal, dass der Zirkus sein grün-gelbes Zelt in Schönenberg aufstellt. Bereits 2012, zum hundertjährigen Bestehen der Grundschule, und 2015 waren die Artisten der Familie Ortmann am Brölbach. Damals waren Lehrer, Eltern und Kinder derart davon begeistert, dass kurz darauf der nächste Termin vereinbart wurde. Diesmal gab es allerdings eine logistische Herausforderung: Denn die Schüler aus Winterscheid mussten im Pendelverkehr nach Schönenberg gebracht werden.

"Wir wollen das etwa alle vier Jahre machen", sagt Lehrer Thomas Becker. So, dass jeder Schüler mindestens einmal in den Genuss kommt, in der Manege zu stehen. "Es häufiger zu machen wäre zu teuer." Mehrere Tausend Euro kostet es, den Zirkus für eine Woche bei sich gastieren zu lassen. Möglich wurde das nur durch den Förderverein der mittlerweile zusammengelegten Grundschulen Winterscheid und Schönenberg, den Verkauf von Eintrittskarten sowie durch Spenden. "Doch klar ist auch, dass es sich lohnt", sagt Becker

Zirkus-Projektwoche

Das Programm ist umfangreich. Für eine Woche ist der ganze Unterricht auf das Thema Zirkus ausgelegt. Wer nicht gerade im Zelt oder der Turnhalle probt, beschäftigt sich im Klassenraum mit der anstehenden Aufführung. So bastelten Schüler beispielsweise Requisiten oder lernten etwas über die Geschichte fahrenden Akrobaten. Die der Artistenfamilie Ortmann geht schon sechs Generationen zurück - auch wenn der Zirkus Rondel wesentlich jünger ist. Er wurde 1994 von Stefan Ortmann gegründet. Erst als ganz normaler Zirkus, aus einer zunächst einmaligen Idee entwickelte sich dann der "Circus for Kids". Mit Erfolg: Mittlerweile ist der Kinderzirkus das ganze Jahr über ausgebucht und reist durch Deutschland. Jede Woche steht eine neue Stadt auf dem Plan.

Wer die Vorstellungen besucht, versteht auch warum. Selbst Kinder, die sonst eher zurückhaltend sind, wachsen in der Manege über sich hinaus. Sie hängen im Spagat unter der Decke, wagen sich als Clowns ins Publikum und veräppeln die Gäste oder zeigen mit Tauben und Ziegen Dressurvorführungen. "Jedes der 160 Kinder geht gestärkt aus dieser Projektwoche heraus", sagt Becker überzeugt. Nicht zuletzt, weil beide Vorstellungen am Freitag und am Samstag mit rund 500 Besuchern ausverkauft waren und es minutenlangen Applaus gab.

 

Kommentare

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Monika Fischbach 20.11.2018 20:23

Es war einfach spitze gewesen, was die Kinder in so kurzer Zeit geschafft haben. Es war ein super tolles Programm und ein gelungener Abend. Mein Enkelkind war auch mit dabei, was in der 2. Klasse ist, einfach spitze. Sie hat als Clown mit gemacht.


 
E. Mengede 20.11.2018 13:32

Es war eine einmalig schöne Vorstellung. Großartig was da innerhalb so kurzer Zeit auf die Beine gestellt wurde. Wir waren total begeistert.


 

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