• RSS
  • Telegram
  • Twitter
  • Facebook

www.broeltal.de

Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Brand in Reiferscheid

Abgestelltes Auto versperrt Feuerwehr den Rettungsweg

Von Nicolas Ottersbach | | Blaulicht

Die Winterscheider Feuerwehr hat am Sonntagnachmittag ein brennendes Auto unter einem Carport in Reiferscheid gelöscht. Auf dem Anfahrtsweg hatte ein geparktes Fahrzeug den Weg versperrt. Foto: Der Brand in Reiferscheid [broeltal.de]

Ein brennendes Auto zu löschen ist für die Feuerwehr eigentlich ein Standard-Einsatz. Die Handgriffe sind durch Übungen so einstudiert, dass das Feuer meist nach kurzer Zeit gelöscht ist. Dafür müssen die Freiwilligen aber auch zum Brand gelangen - und genau das sorgte bei einem Einsatz in Ruppichteroth-Reiferscheid am Sonntagnachmittag für Probleme.

Auto versperrt der Rettungsweg

Ein Auto, das auf der Verbindungsstraße zwischen Büchel und Reiferscheid abgestellt war, blockierte den Rettungsweg für die Feuerwehrleute. Mit dem großen Löschfahrzeug hatten sie keine Chance, die Engstelle zu passieren, die rund 400 Meter vor dem Brand lag. Erst, als der Wehrleute mit Muskelkraft den Wagen einige Zentimeter beiseite hoben, konnte das Löschfahrzeug nach nervenaufreibender Rangierarbeit passieren. Die Besatzung eines anderen Feuerwehrwagens war da schon zu Fuß weitergelaufen, um einen Erstangriff einzuleiten.

Als das zweite Löschfahrzeug endlich vorbeigefahren war - der Fahrzeugführer, der mit seinem Auto die Straße versperrte, war in der Eile nicht aufzufinden - war der Brand schnell unter Kontrolle. So konnten die Wehrleute unter anderem verhinden, dass die Flammen auf das Carport und anliegende Wohnhäuser übergreifen konnte. Hätte sich die Anfahrt weiter verzögert, wäre der Schaden wahrscheinlich größer gewesen. Der abgebrannte Wagen hatte vermutlich durch einen technischen Defekt Feuer gefangen.

So viel Platz brauchen Feuerwehr und Rettungsdienst

Bei Fahrzeugen von Feuerwehr, Notarzt oder Rettungsdienst zählt jede Sekunde, um zum Einsatzort zu kommen. Es können Menschen, Tiere oder die Umwelt in Gefahr sein. Jedoch kommt es immer noch vor, dass die Einsatzkräfte auf ihrer Anfahrt unnötig ausgebremst werden und dadurch wichtige Zeit verlieren. Falsch parkende Fahrzeuge, Schaulustige, verstellte Rettungswege und Löscheinrichtungen erschweren zusätzlich eine schnelle Hilfe.

Wenn sich Einsatzfahrzeuge nähern, sollte man die Fahrbahn sichtbar freigeben, gegebenenfalls anhalten, Kreuzungen freimachen und freihalten. Im Stau oder bei stockendem Verkehr gilt es, eine Rettungsgasse zu bilden. Wenn ein Feuerwehrfahrzeug eine Kreuzung überquert hat, könnte es sein, dass noch weitere Einsatzfahrzeuge folgen. Damit die Einsatzfahrzeuge die Straßen passieren können, sollten Verkehrsteilnehmer sich an folgende Regeln halten:

  • Halte- und Parkverbote beachten
  • Rettungszufahrten und Rettungswege müssen unbedingt freigehalten werden
  • Nicht in unmittelbarer Kreuzungsnähe sowie in zweier Reihe parken
  • In engen Straßen nicht auf beiden Seiten parken
  • Das Auto auch nicht nur „ein paar Sekunden“ im Parkverbot oder auf der Straße abstellen
  • Hydranten (ovale Straßenkappe) dienen der Löschwasserversorgung und dürfen, auch nicht vorübergehend, zugeparkt werden
  • Grundsätzlich gilt: Beim Abstellen des Wagens darauf achten, dass die vorgeschriebene Mindestdurchfahrtsbreite von drei Metern gewährleistet ist.

Kommentare

  • Gerd Schumacher 15.07.2021 um 17:56

    Sind diese Kommentare jetzt Ernst gemeint? Vielleicht soll die Feuerwehr wohl vorher noch Hecke schneiden bis sie zum Einsatzort kommt? Oder die Hecke hatte einfach keine Lust auf Seite zu gehen? Leider werden mit solchen Argumenten ("Wo ist das Problem?") auch anderswo ständig Rettungswege zugeparkt!

    Gerd Schumacher (ehem. Erste Hilfe Ausbilder)

  • Michael Rösing 14.07.2021 um 22:43

    An der Stelle steht eine 2m hohe, mit Efeu bewachsene Mauer. Die auf dem Foto ersichtlichen Sträucher waren nicht im Weg.

  • Jürgen Rossenbach 13.07.2021 um 19:48

    Würde mich jetzt wirklich mal interessieren was denn nun das Übel bei der Sache war. Die Sträucher die in die Fahrbahn ragen oder der PKW.

    • Torsten Stein 15.07.2021 um 12:09

      Wenn ich so einen Mist lese, könnte ich platzen. Klar, die Hecke ist schuld, wenn ein unfähiger und ignoranter Autofahrer den Weg versperrt. Das sind genau die Kommentare von Leuten, die selbst am lautesten schreien, wenn es an die eigene Wäsche geht!

    • Rene 15.07.2021 um 14:02

      Ich bin mir sicher, daß die Sträucher schon da waren als das Auto abgestellt wurde. Es müssen immer 3m Platz bleiben und wenn die Hecke in die Strasse wächst, kann man gegenüber halt nicht mehr parken.

Kommentar hinzufügen

×

Name ist erforderlich!

Geben Sie einen gültigen Namen ein

Gültige E-Mail ist erforderlich!

Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

Kommentar ist erforderlich!

Die abgesendeten Daten werden zum Zweck der Veröffentlichung als Leser-Kommentar verarbeitet und gespeichert. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

* Diese Felder sind erforderlich.

ANZEIGEN
Gräf IT Service
Sachverständiger Siekmann
Bröltaler Autoservice