Die für den 30. und 31. Mai 2026 geplante Historische Rheinische Christophorus-Fahrt in Ruppichteroth-Schönenberg fällt erneut aus. Das ehrenamtliche Orga-Team hat sich „schweren Herzens“ zur erneuten Absage entschieden. Gründe: zu wenig Vorlauf und die Rettungswachen-Baustelle. Foto: Seltene Fahrzeuge wie dieser Mercedes 300 SL sind bei der Christophorus-Fahrt keine Seltenheit [Nicolas Ottersbach]
Eine Veranstaltung dieser Größenordnung, die nur in enger Kooperation mit Bürgermeister und Gemeindeverwaltung stattfinden könne, brauche eine monatelange Vorbereitung, von der Planung der Ausfahrt über Oldtimerausstellung und Treckertreffen bis hin zu Bühnenprogramm und Technik, heißt es in der Mitteilung. Weil der frühere Bürgermeister Mario Loskill nicht erneut kandidierte, sei schon länger klar gewesen, dass im Herbst 2025 ein neuer Bürgermeister oder eine neue Bürgermeisterin gewählt wird.
Konkrete Gespräche über die Zusammenarbeit seien deshalb erst nach der Vereidigung möglich gewesen. Eine erste Abstimmung mit dem neu gewählten Bürgermeister Matthias Jedich habe dann Ende November im Rathaus stattgefunden. Jedich habe bei diesem Termin „jede notwendige Unterstützung durch ihn und die Gemeindeverwaltung im Rahmen des Möglichen“ zugesagt. Trotz dieser „sehr erfreulichen Mitwirkungsbereitschaft“ habe man sich in Abstimmung mit Bürgermeister und Verwaltung dennoch für eine Absage entschieden.
Gründe für die Absage
Zur Begründung führt das Orga-Team an, dass zunächst diverse Vorbereitungsmaßnahmen rechtsverbindlich abgeschlossen sein müssten, bevor überhaupt Oldtimerfreunde, Aussteller, Musik- und Tanzgruppen, Techniker und die vielen Helfer angesprochen werden könnten. Für all diese Schritte reiche das verbleibende Zeitfenster bis Ende Mai 2026 nicht mehr aus.
Zusätzlich verweist die Mitteilung auf Bauarbeiten rund um die neue Rettungswache in Schönenberg: Für die mit der Fertigstellung verbundenen Arbeiten zur Errichtung der neuen Zufahrt zur B478 sei ein ähnlicher Zeitraum angesetzt wie für die Veranstaltungsvorbereitung. Die möglichen Beeinträchtigungen für die Christophorus-Fahrt seien deshalb „nicht kalkulierbar“.
Erneute Absage nach langer Pause
Die Absage 2026 ist die zweite in Folge: Bereits die für Mai 2024 geplante Christophorus-Fahrt war nach langer Vorbereitungszeit gestrichen worden. Damals verwiesen die Organisatoren unter anderem auf stark gestiegene Kosten, veränderte Rahmenbedingungen und genehmigungsrechtliche Risiken. Die Traditionsveranstaltung hatte zuvor mehrfach Zehntausende Besucher ins Bröltal gelockt; die letzte Ausgabe fand 2018 statt. Ursprünglich hatten die Organisatoren gehofft, die Historische Rheinische Christophorus-Fahrt nach der Corona-Zwangspause und der Absage 2024 im Jahr 2026 neu zu starten – auch, weil sich die Veranstaltung mit dem Bröltaler Familiensonntag abwechselt, der 2025 wieder den Schwerpunkt im Gemeindekalender bildet. Ob und wann ein neuer Anlauf für die Christophorus-Fahrt unternommen werden kann, bleibt nach der erneuten Absage offen.






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