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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Abstandshalter soll beim Einkaufen vor Coronavirus schützen

Von Nicolas Ottersbach | |   Wirtschaft/Politik

APRILSCHERZ! In Supermärkten gilt wegen des Coronavirus ein Abstandsgebot. Doch immer wieder kommen sich die Kunden zu nahe. Der Tischler Kai Reinl will mit einer Erfindung Abhilfe schaffen. Sein hölzerner Abstandshalter ist günstig, leicht und kann auf jedem Einkaufswagen montiert werden. Foto: Kai Reinl stellt den Einkaufswagen-Abstandshalter vor. [Nicolas Ottersbach]

Vor den Läden stehen Sicherheitsleute, die nur eine bestimmt Anzahl an Kunden hereinlassen. Und ohne Einkaufswagen darf man ohnehin nicht eintreten. Mit diesen Maßnahmen sorgen die Ruppichteroth Geschäftsinhaber dafür, dass die Kunden genügend Abstand voneinander halten. Dennoch kommt es immer wieder zu Situation, wo sich die Menschen in den Gängen zu nahe kommen. "Und da kam mir Idee, einen zusätzlichen Abstandshalter zu bauen", sagt Tischlermeister Kai Reinl.

Entwurf wurde weiterentwickelt

Etwas Ähnliches schlummerte bereits in einer Schublade, unter den Entwürfen für seine Meisterprüfung. Damals hatte er einen Abstandshalter für die Wagen von Karnevalszügen gebaut, um Wagenengel überflüssig zu machen. "Die Funktion war dieselbe, jetzt musste die Konstruktion nur noch angepasst werden." Das machte er mit seinen Mitarbeitern in der eigenen Schreinerei. Den Prototypen baute er auf einen Wagen des lokalen Edeka-Marktes der Familie Jung, die sofort Interesse für den Abstandshalter angemeldet hatte.

Spuckschutz inklusive

Er garantiert, dass die Personen immer anderthalb Meter entfernt bleiben, auch an den Seiten. Zudem ist eine Plexiglasscheibe als Spuckschutz montiert. Ebenfalls lassen sich Spender für Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel auf dem Halter anbringen. Damit sich niemand verletzt, bekommen die Nutzer eine kurze Einweisung und eine Einmal-Warnweste. "Das erhöht auch die Sichtbarkeit auf dem Parkplatz, wenn es dunkel ist", sagt Reinl.

Geld will Kai Reinl mit seiner Erfindung nicht verdienen - er baut sie zum Selbstkostenpreis. Weil die Nachfrage so hoch ist - bislang wurden schon 150 Stück geordert - schieben seine Mitarbeiter Überstunden, auch am Wochenende. "Wir hoffen, dass wir so genug produzieren können."

Kommentare

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Wilfried Blöink  08.04.2020 23:04

Endlich mal eine sinnvolle Erfindung. Weiter so! TOP


 
Schneider  01.04.2020 22:56

So langsam nimmt das ganze doch Überhand wer soll denn mit so einem Ding an Einkaufswagen noch einkaufen gehen? Das ist totaler Quatsch damit kommt man nicht mehr durch irgend einen Gang oder baut Edeka dann seinen Markt um?


 

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