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Ansteckende Blutarmut bei Fohlen aufgetreten

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis ist die Equine Infektiöse Anämie (EIA, Ansteckende Blutarmut der Einhufer) aufgetreten. Das Chemische - und Veterinäruntersuchungsamt in Münster hat den Virus bei einem etwa drei Monate alten Fohlen nachgewiesen. Das Tier wurde nach tierseuchenrechtlichen Vorschriften eingeschläfert und weitere Maßnahmen für den betroffenen Betrieb veranlasst. "Wir ermitteln nun alle Pferde, die mit dem Fohlen in Kontakt gekommen sind, um auch diese Tiere vorsorglich testen zu lassen", sagt Dr. Hanns von den Driesch, Leiter des Veterinär - und Lebensmittelüberwachungsamtes im Rhein-Sieg-Kreis. Menschen sind durch den Virus nicht gefährdet!

Die Infektiöse Anämie ist eine Viruserkrankung von Pferden und anderen Einhufern, die sich als chronisch-zehrende Krankheit mit Fieberschüben zeigt und nach unterschiedlich langem Verlauf tödlich endet. Die Übertragung der Seuche erfolgt hauptsächlich durch blutsaugende Insekten, wie zum Beispiel Bremsen. Aber auch durch einen direkten Kontakt zwischen Pferden kann der in Körpersekreten und -exkreten vorhandene Virus aufgenommen werden.

Auch wenn das Ansteckungsrisiko allgemein sehr gering ist, sollten Pferdehalter grundsätzlich darauf achten, Boxen und Stallgassen sauber zu halten. Der gemeinsame Gebrauch von Sattelzeug und Bürsten sollte vermieden werden. Pferdeäpfel und Mist sind regelmäßig zu entfernen, Weiden sollten über gute Drainage verfügen. Von besonderer Bedeutung sind auch Maßnahmen gegen hohen Bremsenbefall. Vor Reitturnieren, Auktionen und Exporten sollten Bluttests auf EIA gemacht werden.

"Krankheitsbedingte Auffälligkeiten von Tieren sollten selbstverständlich dem betreuenden Tierarzt beziehungsweise dem Kreisveterinäramt angezeigt werden", sagt von den Driesch. Um im Seuchen- und Seuchenverdachtsfall rasch und zielgerichtet handeln zu können, müssen dem Kreisveterinäramt alle Pferdehaltungen - auch Hobbyhaltungen - bekannt sein. Alle Tierhalter sind gesetzlich verpflichtet, die Tierhaltungen dem Kreisveterinäramt zu melden und sich registrieren zu lassen.

In Deutschland traten bisher nur wenige Fälle der Infektiösen Anämie auf, deren Ursprung meist auf importierte Pferde aus Ost- und Südosteuropa zurückzuführen war. Dort kommt die Seuche häufiger vor. Bundesweit wurde im vergangenen Jahr die Infektiöse Anämie nur fünf Mal festgestellt.

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