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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

"Bedarfsgerecht und flächendeckend"

Von Nicolas Ottersbach | |   Wirtschaft/Politik

Nur der Kreistag muss noch abnicken, dann ist die gemeinsame Rettungswache für Much und Ruppichteroth genehmigt. Der Neubau soll in Retscheroth oder Hambuchen entstehen. Das erklärte Frank Riebandt, ärztlicher Leiter des Rhein-Sieg-Kreises, auf der vergangenen Sitzung des Ruppichterother Gemeinderates. Am Ende konnten sich damit alle Fraktionen und Bürgermeister Mario Loskill anfreunden, auch wenn Bedenken für die Versorgung des Mucher Nordens und Ruppichterother Südens bleiben. Foto: Die alte Rettungswache

"Zwei Rettungswachen zu wollen ist ein Wunsch", sagte CDU-Fraktionsvorsitzende Rita Winkler. Die Krankenkassen seien nicht bereit, zwei Wachen zu finanzieren. "Das ist auch nicht notwendig", so Riebandt, der am neuen Rettungsdienstbedarfsplan mitgearbeitet hat. Denn unabhänige Sachverständige seien zum Ergebnis gekommen, dass der gesamte Versorgungsbereich innerhalb der vom Land vorgeschriebenen zwölf Minuten abgedeckt sei. Der 24-Stunden-Betrieb mit einem Rettungswagen reiche dafür völlig aus. Sollten die Einsätze steigen, könnte ein zweiter Rettungswagen hinzukommen. Da gebe es aber noch viel Spielraum: Im vergangenen Jahr waren es durchschnittlich 1,6 Einsätze pro Tag, in Siegburg sind es beispielsweise rund zehn. "Die Planung muss bedarfsgerecht und flächendeckend sein", nannte Riebandt das Hauptkriterium.

Sollten sich die Befürchtungen der Bürgermeister Loskill und Haas bestätigen und die nördlichen und südlichen Ecken des Versorgungsbereiches nicht in zwölf Minuten erreichbar sein, kann nochmal nachgebessert werden. Jährlich und in Zukunft sogar halbjährlich würden die Einsätze ausgewertet, sagte Riebandt. Kurzfristig werde dann reagiert, indem beispielsweise die Nachbarwachen das Gebiet mitübernehmen.

Ein Neubau sei auf jedenfall nötig, heißt es vom Kreis. Das alte Gebäude an der Sankt-Florian-Straße weiter zu benutzen und dafür in Much eine neu Wache zu errichten, sei keine Alternative. Denn trotz der Sanierung vor ein paar Jahren sei das Haus baufällig und war von Anfang an nur übergangsweise gedacht.

Jetzt muss der Standort geklärt werden. Nach Plan soll die Wache möglichst nahe an der Gemeindegrenze liegen. Zuerst war der große Parkplatz an der Kreuzung von L 350 und L 312 im Gespräch, ein Gutachten schloss ihn aber wegen zu wenig Platz aus. Geprüft werden nun die Wiesenflächen in Retscheroth und Hambuchen. "Jede Verschiebung verlängert die Anfahrtszeit um etwa eine Minute", sagte Riebandt.

Kommentare(1)

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  • Uli 19.02.2011 09:13

    Prima, direkt gegenüber von Familie O. und S. steht schon eine Garage, und Wartung hat es direkt in der Nachbarschaft :o)
     

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