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Mehrere Verletzte

Bewohner stirbt bei Brand in Haus Segenborn in Waldbröl

Von Nicolas Ottersbach | | Blaulicht

Bei einem Feuer in der Wohnanlage Haus Segenborn nahe Benroth ist am Donnerstagnachmittag (18. April) ein Mann gestorben. Der 61 Jahre alte Bewohner erlitt durch Rauch und Flammen so schwere Verletzungen, dass er ihnen trotz Rettungsmaßnahmen vor Ort erlag. Foto: Beim Brand in Haus Segenborg verstarb ein Bewohner [broeltal.de]

Gegen 15 Uhr ging der Notruf bei der Leitstelle des Oberbergischen Kreises ein. Ein Mitarbeiter war durch Hilferufe und den Rauchmelder aus dem bereits stark verqualmten Zimmer des 61-Jährigen auf den Brand aufmerksam geworden. Der Langzeitbewohner, der körperlich stark eingeschränkt war, schaffte es offenbar nicht mehr selbstständig aus dem Erdgeschoss des alten Fachwerkhauses. Nach ersten Erkenntnissen waren seine Bettdecke und eine Matratze in Brand geraten.

Mitarbeiter zogen den Mann nach draußen und bekämpften das Feuer zunächst mit Pulverlöschern. Vor dem Haus verlor der 61-Jährige dann das Bewusstsein. Nachdem die Mitarbeiter mit der Reanimierung begonnen hatten, versuchte auch ein Notarzt, ihn wiederzubeleben. Vergebens: Der Mann erlag seinen schweren Verletzungen.

Feuerwehr und Rettungsdienst mit Großaufgebot vor Ort

Die Feuerwehr aus dem Oberbergischen Kreis und aus Ruppichteroth rückte mit einem Großaufgebot an. Das Haus Segenborn, eine soziale Einrichtung der Kölner Diakonie Michaelshoven, liegt nahe der Bundesstraße 478 und an der Kreisgrenze, weshalb auch Rettungswagen und Löschfahrzeuge aus Ruppichteroth alarmiert wurden. Gebrannt hatte es in einem Fachwerkhaus der Einrichtung. Unter Atemschutz wurden die letzten Flammen gelöscht, der Schaden am Gebäude hielt sich in Grenzen.

Mehrere Menschen erlitten Rauchgasvergiftungen, weshalb auch ein Rettungshubschrauber, mehrere Notärzte und Rettungswagen ins Haus Segenborg eilten. Zwei Mitarbeiter und drei weitere Bewohner mussten vom Rettungsdienst behandelt und ins Krankenhaus gebracht werden. Das Gebäude kann vorerst nicht mehr genutzt werden, die darin lebenden Menschen sollen auf Notschlafstellen im Oberbergischen verteilt werden.

Ermittlungen zur Brandursache 

Die Polizei hat den Brandort beschlagnahmt. Die Brandermittler haben die Ermittlungen bezüglich der Brandursache aufgenommen. "Nach ersten Erkenntnissen liegen keine Hinweise auf Fremdverschulden vor. Derzeit deutet die Spurenlagea darauf hin, dass der unsachgemäße Umgang mit einem Sauerstoffgerät in Verbindung mit einer brennenden Zigarette den Brand ausgelöst hat", sagt ein Polizeisprecher.

Insgesamt leben rund 50 Männer und Frauen in Haus Segenborg, die sonst auf der Straße schlafen würden oder früher obdachlos waren. Die Waldbröler Wohneinrichtung, die es schon viele Jahre gibt, ist gedacht für Menschen mit ungesichertem Einkommen, Opfer von Gewalt, Suchtgefährdete und Menschen mit psychischen Problemen sowie Haftentlassene. Das Stammhaus verfügt über 65 Plätze in Wohn- und Appartementhäusern. Dort stehen 43 Einzel- und elf Doppelzimmer zur Verfügung.

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