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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Das größte Kapital: Vertrauen

Von Christina Ottersbach | |   Magazin

Knapp 250 Mitglieder waren zur 11. Generalversammlung der Raiffeisenbank Much-Ruppichteroth im Eichhof an der Gemeindegrenze Ruppichteroth/Much erschienen. ?Das Jahr 2008 stand vor allem im Zeichen der Finanzkrise?, so Vorstand Ralf Löbach ?und war daher für unsere Branche ein extrem schwieriges Jahr.? Das größte mit der Krise verbundene Problem sei gewesen, dass sich ein vorrangiger Stabilitätsfaktor von heute auf morgen in Luft aufgelöst habe: Das Vertrauen. ?Banken, die vor der Krise in enger Geschäftsbeziehung zueinander standen, trauen sich - auch heute noch - nur in eingeschränktem Maße.?

Der gesamte Geld- und Kapitalmarkt sei hier aus allen Fugen geraten und hätte sich zur größten globalen Wirtschaftskrise der Nachkriegsgeschichte entwickelt, erläuterte Löbach weiter. Trotz allen Widrigkeiten konnte der Vorstand der Raiba Much-Ruppichteroth über ein gutes Geschäftsjahr berichten. Die Bilanzsumme der Bank wuchs um 2,7% auf rund 184,7 Millionen Euro. Das Kreditvolumen stieg um 3,8% auf rund 112,1 Millionen Euro. Auch die Unterstützung der Region, der Vereine, Schulen und Kindergärten konnte mit Spenden in Höhe von 45.000 Euro in den beiden Gemeinden Much und Ruppichteroth realisiert werden.

Ein Höhepunkt der Versammlung war sicherlich die Rede des aus Berlin angereisten stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU Wolfgang Bosbach, MdB. ?Das System der Volks- und Raiffeisenbanken hat sich bewährt gemacht und funktioniert auch in Krisenzeiten?, so Bosbach. ?Jetzt liegt es an uns - der Politik - die notwendigen Konsequenzen aus der Finanz- und Wirtschaftskrise zu ziehen. Wir müssen hart daran arbeiten, dass die Menschen das Vertrauen ins Bankensystem wiedergewinnen können, damit Investitionen für die Zukunft getätigt werden können.?

So beschloss die Generalversammlung einstimmig den vorgelegten Jahresabschluss zu genehmigen und den Bilanzgewinn, wie vorgeschlagen, zu verwenden und eine Dividende von 6,75 % an die Genossen zu zahlen. Vorstand und Aufsichtsrat wurde in getrennten Abstimmungen jeweils einstimmig Entlastung erteilt.

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