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Diakonieverein übernimmt den Kindergarten Schönenberg

Von Nicolas Ottersbach | |   Wirtschaft/Politik

Viele Gerüchte gab es um die Zukunft des katholischen Kindergartens in Schönenberg, dementsprechend hoch war der Zuhörerandrang auf der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Familie und Senioren. Gemeinde, Kreis und Kirche klärten über die Umstrukturierungen des Kindergartens auf. Die katholische Kirchengmeinde gibt die Trägerschaft in Schönenberg zum 1. August ab, der Ökumenische Diakonieverein übernimmt. Ähnliches wird jetzt auch für den kommunalen Kindergarten Büchel angedacht.

"Warum hat man uns nicht früher informiert?", ärgerte es die zahlreichen Eltern, die zur in einem Eilantrag anberaumten Ausschusssitzung kamen um endlich eine offzielle Stellungnahme zu bekommen. Pastor Waldemar Warzinsky suchte nach Antworten. Man wollte die Öffentlichkeit erst informieren, als man eine definitive Lösung parat hatte. So sollten Aufregungen vermieden werden. Leider war genau das Gegenteil der Fall.

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Rita Tondorf, fasste den Unmut der Eltern zusammen: "Erwachsene Menschen werden behandelt wie kleine Kinder, in Zukunft muss es einen besseren Informationsfluss geben." Das Erzbistum Köln hatte die Entscheidung über den Kindergarten bis zuletzt hinausgezögert, weshalb der Kirchenvorstand in Ruppichteroth keine Informationen nach außen weitergab. Dem Bürgermeister Mario Loskill sagte das Erzbistum, dass man die Informationspolitik selber in die Hand nehmen wolle.

Erst im Oktober gab das Erzbistum bekannt, die Mittel für die katholische Kirchengemeinde zu kürzen. "Wir taten uns mit der Entscheidung schwer", sagt Warzinsky. In Ruppichteroth gehört das Grundstück der Kirche, in Winterscheid wollte man den Kindergarten wegen der Lage nicht abgeben. Die Wahl fiel dann auf Schönenberg. "Die Eltern in Schönenberg, die ihr Kind im katholischen Kindergarten haben wollen, erreichen Ruppichteroth besser als die Winterscheider", begründet Warzinsky. Kurz vor Weihnachten fragte man den Ökumenischen Diakonieverein, der schon das Familienzentrum 'Unter'm Regenbogen' betreibt, ober man die Trägerschaft übernehmen könne. Pfarrer Hans-Wilhelm Neuhaus gab letztendlich das OK. Vor allem, weil sich durch den Zuwachs die Investitionsmöglchkeiten änderten. Ebenso könne man eine pädagogische Geschäftsführerin einstellen und so die Belastung der Ehrenamtlichen verringere.

Am Konzept des Kindergartens dürfe im ersten Jahr der neuen Trägerschaft nichts verändert werden, so Heidi Krüger vom Kreisjugendamt. Die Mitarbeiter in Schönenberg werden demnach nahtlos in den neuen Betrieb übernommen. "Vor zwölf Jahren haben wir den ökumenischen Kindergarten in Ruppichteroth übernommen, die zehn Mitarbeiter von damals sind heute noch da", beruhigt Neuhaus. Die geplante U3-Betreuung wird in Schönenberg auch deshalb erst einmal nach hintern verschoben. In den Kindergärten in Winterscheid und Ruppichteroth soll noch in diesem Jahr mit den nötigen Anbauten begonnen werden.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit diskutierten die Ausschussmitglieder die Zukunft des Kindergartens in Büchel, der von der Gemeinde getragen wird. "Durch einen großen Träger Ökumenischer Diakonieverein würde die Gemeindekasse deutlich entlastet werden", sagt Bürgermeister Loskill. Die Grünen sehen dadurch die Vielseitigkeit der Kindergärten in der Gemeinde gefährdet. Nun muss der Gemeinderat darüber entscheiden.

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