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Elterngeld kann man jetzt größtenteils online beantragen

Von Nicolas Ottersbach | | Wirtschaft/Politik

Elterngeld soll jungen Familien helfen, ihre Lebensgrundlage zu sichern, wenn die Eltern nach der Geburt des Kindes zeitweise weniger oder gar nicht mehr arbeiten gehen können. Nun kann man es online beantragen - ein Brief ist dennoch notwendig. Screenshot: Auf dem Familienportal NRW gibt es nun den Online-Antrag fürs Elterngeld. [Land NRW]

Anspruch auf Elterngeld haben aktuell Mütter und Väter, die ihre Kinder nach der Geburt selbst betreuen und erziehen, nicht mehr als 32 Stunden in der Woche erwerbstätig sind, mit ihren Kindern in einem Haushalt leben und einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben. Die Höhe des Elterngeldes ist abhängig von der Höhe des Einkommens vor Geburt des Kindes und von der Elterngeld-Variante, für die man sich entscheidet: Basiselterngeld oder ElterngeldPlus. Diese Varianten lassen sich auch miteinander kombinieren.

Der Antrag auf Elterngeld kann online unter familienportal.nrw/elterngeld ausgefüllt werden. Nach einer Registrierung mit einem Benutzerkonto kann sich die Antragstellerin oder der Antragsteller in das Portal einloggen und wird durch die Antragstellung geleitet. Doch wie viele andere Dienstleistungen bleibt der Antrag an anlogen Hürden hängen: Am Ende muss man eine Seite für die handschriftliche Unterschrift ausdrucken, unterschreiben und mit allen notwendigen Nachweisen unter dieser Postadresse an das Kreissozialamt senden.

"Das ist momentan noch nötig, da sich die Umstellung zum Online-Antrag des Landes NRW in einem Zwischenstadium befindet", teilt der Rhein-Sieg-Kreis mit. Zukünftig soll der Antrag auf Elterngeld komplett digital möglich sein, mit einer digitalen Unterschrift und durch Hochladen der entsprechenden Nachweise auf das Portal. Wie lange das dauern wird, ist unklar. Denn auch in vielen anderen Bereichen läuft es bei der Digitalisierung der Verwaltung holprig. In einem EU-Ranking von 37 Staaten zum Stand der Verwaltungsdigitalisierung belegt Deutschland nur Platz 21.

Ein großes Problem, das bislang noch gar nicht angegangen wurde, ist die Registermodernisierung, also die Volldigitalisierung von Verwaltungsverzeichnissen. Denn ob Personenstandsregister, Gewerbeverzeichnis oder Tierbestandsregister – Hunderte von Verzeichnissen, die bei Verwaltungen in ganz Deutschland liegen, müssen digitalisiert werden. Aber nicht nur im Rhein-Sieg-Kreis, sondern so, dass sie im ganzen Land miteinander vernetzt werden können. Die Komplexität der Registermodernisierung, so viel zeichnet sich laut Experten ab, übertrifft die der Einführung von Online-Anträgen um ein Vielfaches.

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