www.broeltal.de

Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Modernes Feuerwehrauto

Neues HLF für Ruppichteroth ist ein Alleskönner im Ernstfall

Von Nicolas Ottersbach | | Blaulicht

Es ist das neue Flaggschiff des Löschzugs Ruppichteroth: Ein HLF 20, das laut Daniel Sonntag, stellvertretender Wehrleiter der Feuerwehr Ruppichteroth, den „Stand der Technik für Erstausrückerfahrzeuge“ markiert. Das Konzept hinter der Neuanschaffung ist klar: Ein Auto für alle Fälle. „Wir fassen damit einfach das Löschfahrzeug, das alte LF, mit dem Rüstwagen zusammen“, erklärt Sonntag. Fotos: Die Feuerwehr Ruppichteroth empfängt das neue HLF 20 [Nicolas Ottersbach]

Bisher mussten bei Verkehrsunfällen oft beide Fahrzeuge ausrücken, um sowohl das Material zur Hilfeleistung als auch genügend Personal vor Ort zu haben. Das neue Fahrzeug kann Standardeinsätze nun alleine abarbeiten. Ein entscheidender Faktor ist dabei die Schlagkraft bei der Brandbekämpfung. Da die Wasserversorgung in manchen Bereichen der Gemeinde schwierig ist, wurde der Wassertank auf 2400 Liter vergrößert. „Da ist uns wichtig, dass die erstausrückenden Fahrzeuge auf jeden Fall mehr als 2000 Liter Wasser mitbringen, um eine erste Sicherheit zu schaffen“, so Sonntag. Damit könne der Erstangriff verlängert werden, bis eine stabile Wasserversorgung aufgebaut ist. 

Viele Geräte mit Akkus statt mit Stromkabeln

Auch im Bereich der technischen Hilfeleistung ist man nun moderner unterwegs. “Die neuen Geräte können deutlich modernere Autos zerschneiden, als das die alten hydraulischen konnten.” Gleichzeitig sind sie flexibler einsetzbar. Wurde früher alles per Stromkabel versorgt, gibt es nun akkubetriebene Lampen oder auch auch Hochleistungslüfter. 

Obwohl das Fahrzeug eng an der Norm des HLF 20 gebaut wurde, bietet es moderne Standards wie eine umfassende Umfeldbeleuchtung und einen Lichtmast, der mit wenigen Handgriffen für Helligkeit an der Einsatzstelle sorgt – ein wichtiger Sicherheitsfaktor für die ehrenamtlichen Kräfte. 

Investitionsstau wird aufgelöst 

Die Beschaffung ist Teil einer größeren Modernisierungswelle. Vor etwa 20 Jahren war die Feuerwehr Ruppichteroth bei der Ausstattung Spitzenreiter, doch das rächt sich nun: Viele Fahrzeuge erreichen gleichzeitig das Ende ihrer Lebensdauer von 20 bis 25 Jahren. Um den Gemeindehaushalt nicht zu überlasten, werden die Neuanschaffungen nun zeitlich gestreckt - alleine das neue HLF kostet rund eine halbe Million Euro. Weitere Projekte sind bereits in der Planung: Für den Standort Winterscheid ist für das Jahr 2027 ein LF 20 Katastrophenschutz bestellt, das unter anderem 2000 Liter Wasser und eine Schlauchverlegeeinrichtung für 300 Meter B-Schlauch an Bord haben wird. Ebenfalls für Ruppichteroth bestellt ist ein GW-L (Gerätewagen Logistik), der Anfang 2027 geliefert werden soll. Er wird die restlichen Logistikkomponenten des alten Rüstwagens übernehmen, wie etwa Unterbaumaterial für LKW-Unfälle oder Schaummittelreserven auf Rollwagen. 

Aktuell befindet sich der Löschzug Ruppichteroth in der intensiven Übungsphase. Erst wenn jeder Handgriff an den neuen Gerätschaften sitzt, wird das HLF offiziell in Dienst gestellt und seinen ersten Einsatz im Bröltal fahren.

Noch kein Kommentar vorhanden.

Kommentar hinzufügen

Die abgesendeten Daten werden zum Zweck der Veröffentlichung als Leser-Kommentar verarbeitet und gespeichert. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ANZEIGEN
Tischlerei Bestgen
Honscheid Glas Fenstertechnik
Sägewerk Bickenbach