Die Bundeswehr trainiert bis zum 22. Mai unter der Leitung des Kommandos Cyber- und Informationsraum (CIR) den IT-Notfall. Bei der Übung „Gelber Merkur“ erproben rund 1200 Soldatinnen und Soldaten den Betrieb von Führungs- und Kommunikationssystemen unter den Rahmenbedingungen der Landes- und Bündnisverteidigung. Auch im Rhein-Sieg-Kreis kommt es zu Szenarien, wie die Kreisverwaltung mitteilt. Foto: Zu einem Service Delivery Point gehören verschiedene Systeme, die sich gegenseitig ergänzen. Fällt eins aus, ist nicht der gesamte Systemverbund betroffen. [Bundeswehr/Johann Flaum]
Das Ziel der Übung ist die gezielte Vorbereitung der CIR-Bataillone sowie weiterer teilnehmender Verbände aus anderen Teilstreitkräften und militärischen Organisationsbereichen auf die Landes- und Bündnisverteidigung. Im Fokus steht das Training, die im Gefecht notwendigen IT-Services und Kommunikationsverbindungen in Form von sogenannten Service Delivery Points (SDP) für die Gefechtsstände der Kampftruppe bereitzustellen.
Soldaten außerhalb von Kasernen
Diese SDPs sind über ganz Deutschland verteilt und müssen unter taktischen Bedingungen arbeiten. Neben dem Eigenschutz vor Bedrohungen zu Lande und aus der Luft gilt es für die Einsatzkräfte, sich wechselnden Lagen anzupassen, was unter anderem schnelle Ortswechsel notwendig macht. Da es sich in Teilen um eine freilaufende Übung handelt, agieren die Soldatinnen und Soldaten teilweise auch außerhalb von Standort- beziehungsweise Truppenübungsplätzen.
Die Bevölkerung wird darauf hingewiesen, dass die Einsatzkräfte Waffen mit sich führen und während der Übung vereinzelt Schüsse mit Platzpatronen oder Manövermunition zu hören sein werden. Es besteht laut Bundeswehr jedoch kein Grund zur Sorge. Aufgrund der aktuellen Lage werden zudem auch Szenarien der Drohnenabwehr mitgeübt, bei denen beispielsweise Netzwerfer-Drohnen oder Sensorik zur Signalerfassung der Drohnen eingesetzt werden.
Bevölkerung soll Abstand halten
Infolge negativer Erfahrungen aus den Vorjahren bittet die Bundeswehr die Bevölkerung ausdrücklich darum, den Übungsbetrieb nicht durch ungenehmigte Drohnenüberflüge zu stören oder die Sicherheit der Soldaten zu gefährden. Sollte es dennoch zu Störungen kommen, behält sich die Bundeswehr eine der Bedrohung angemessene Reaktion vor, die ausdrücklich in enger Abstimmung mit den örtlichen Polizeibehörden erfolgt, heißt es in einer Mitteilung. Um Missverständnisse zu vermeiden, wird die Bevölkerung darum gebeten, einen Sicherheitsabstand von mindestens 100 Metern zum Übungsgeschehen einzuhalten und den Anweisungen des Personals vor Ort sowie den Beschilderungen Folge zu leisten. Zudem wird darauf hingewiesen, dass das Filmen, Fotografieren, Abbilden oder Beschreiben von militärischen Vorgängen strafbar sein kann.






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