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Feueralarm im Kindergarten

Von Nicolas Ottersbach | |   Blaulicht

Die Kinder des Ökumenischen Kindergartens in Ruppichteroth müssen erst einmal zu Hause bleiben: Weil ein Mülleimer auf einer heißen Herdplatte stand, war das komplette Erdgeschoss verraucht. "Wir haben Glück gehabt", sagt Pfarrer Wilhelm Neuhaus vom Träger ökumenischer Diakonieverein. Die Feuerwehr musste nicht löschen, lüftete aber die Räume. Verletzt wurde niemand.

Zwar hatten die Rauchmelder schon die ganze Nacht Alarm geschlagen, aber bemerkt hatte den dichten Rauch im Gebäude keiner. Die Anwohner hörten das Piepen nicht oder konnten es nicht zuordnen. Erst einer Betreuerin kam der beißende Rauch entgegen, als sie um 7 Uhr am Dienstagmorgen den Kindergarten aufschloss. Die alarmierte Feuerwehr war binnen weniger Minuten vor Ort.

Nachdem zwei Angriffstrupps der Feuerwehr mit Wasserschläuchen in das Haus eingedrungen waren, fanden sie im alten Abschnitt des teilweisen Neubaus einen Mülleimer, der auf einer Herdplatte in der Kinderküche geschmolzen war. Hätte sich das Plastik entzündet, wären sofort Teile der Einrichtung in Brand geraten.

Weil die Rauchschutztüren beim Auslösen der Rauchmelder automatisch geschlossen wurden, konnte sich der giftige Qualm nur im Erdgeschoss ausbreiten. Nun müssen Untersuchungen klären, ob noch giftige Stoffe in der Atemluft und vor allem an Wänden und Gegenständen in den Räumen sind. "Erst danach wird entschieden, ab wann die Kinder dort wieder betreut werden", sagt Wehrleiter Claus Müller. Die Reinigung durch eine Spezialfirma könnte Tage dauern.

Vermutlich nach dem Putzen war der Mülleimer auf den Herd gestellt worden. Warum der aber an war und wieso keiner das kokelnde Plastik roch, ist unklar. Möglich ist, dass ein technischer Defekt den Herd erhitzte.

Update: Es wurden keine giftigen Gase mehr im Gebäude gefunden. Der beißende Geruch wird durch eine Ozonbehandlung neutralisiert, Mitarbeiterinnen reinigen die Gruppenräume. Damit kann ab Donnerstag der reguläre Kindergartenbetrieb wieder aufgenommen werden. Für berufstätige Eltern wird schon Mittwoch eine Notgruppe eingerichtet.

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