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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Gleitschirmflieger stürzte in den Wald

Von Nicolas Ottersbach | |   Blaulicht

?Aufsteigen und oben bleiben?. Diesem Motto folgte ein Gleitschirmflieger zu hartnäckig. Über drei Stunden blieb er oben in einer Baumkrone hängen, ehe er von der Feuerwehr gerettet wurde.

Von dem Drachenflieger-Startplatz auf der Stachelhardt flog der 52-Jährige aus Lindlar los. Er war noch auf rund 200 Metern über Grund, als sein Gleitschirm vermutlich durch thermische Einflüsse zusammenklappte. Ein wieder Aufrichten misslang, in nur wenigen Sekunden entschied sich der erfahrene Flieger den Notfallschirm auszulösen, den er selber in den Wind werfen musste. Unkontrolliert, aber gebremst, stürzte er in den Wald, in 20 Metern Höhe verfingen sich beide Schirme in einer Baumkrone.

Bekannte und weitere Piloten eilten zu der Unfallstelle. ?Für solche Fälle haben wir immer Rettungsgeräte dabei und sind auch speziell ausgebildet?, erklärt Andreas Roßrucker, Pressesprecher des Delta-Clubs Rheinland. Große Höhe und die Lage an einem Steilhang machten eine eigene Befreiung jedoch unmöglich. Deshalb hatten auch die zur Hilfe eilenden Feuerwehren aus Ruppichteroth und Winterscheid keine Lösung parat, selbst die Absturzsicherung der Hennefer Feuerwehr scheiterte an der misslichen Lage. Die Einsatzleitung entschied, die sechsköpfige Höhenrettungsgruppe aus Köln per Hubschrauber einfliegen zu lassen. Ein Rettungshubschrauber der Bundeswehr wurde ebenfalls alarmiert, um den Flieger im Notfall aus der Luft befreien zu können.

Ein Retter erklomm den Baum und sicherte den Bruchpiloten. An einem Seil ließ man ihn schließlich hinab. Er selbst war unverletzt und wohlauf, gab aufgrund seiner langjährigen Erfahrung Lösungsvorschläge und scherzte sogar. Dennoch war er sichtlich erleichtert und erschöpft, als er wieder festen Boden unter den Füßen hatte. ?Dieser Sport ist bei weitem nicht so gefährlich, wie es immer dargestellt wird?, erläuterte Roßrucker später. Bruchlandungen seien eher selten, rund 95 Prozent aller Abstürze in Bäumen enden nur mit leichten oder sogar ohne Veletzungen

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