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Gottes Wort aus neuen Lautsprechern

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Steckdosen waren bisher in der evangelischen Kirche Mangelware. Es gab welche hinter dem Altar und am Eingang. "Je nachdem, wo Strom gebraucht wurde, mussten wir Verlängerungskabel legen", sagt Küsterin Monika van Eßen. Nach der Renovierung ist damit Schluss: Die komplette Elektrik im Gotteshaus wird überholt. Außerdem gibt es neue Lautsprecher und Mikrofone. Foto: Küsterin Monika van Eßen mit der neuen Technik

Große Bildergalerie: Renovierung der evangelischen Kirche

Teilweise waren die Stromkreise sogar überlastet. Da sorgte ein Staubsauger schonmal dafür, dass die Sicherung rausflog. Besonders hungrig ist das Lautsprechersystem, dass van Eßen während der Gottesdienste steuert. Von einem kleinen Pult unter der Empore schaltet sie Mikrofone ein, verstellt die Lautstärke und kann sogar mit zwei Kameras Videoaufnahmen machen.

Doch wenn Pfarrer Hans-Wilhelm Neuhaus sprach, knarzte es oft in der über 20 Jahre alten Technik. Rückkopplungen und lautes Quietschen unterbrachen die Beiträge.

In Zukunft hält er das Mikrofon nicht mehr in der Hand, sondern bekommt ein kleines Knopfmikrofon angesteckt. Oder er setzt sich ein Headset auf, das per Funk zum Mischpult sendet. "Auch das ständige Pegeln und Ein- und Ausschalten fällt dann weg, weil sich alles selbstständig einstellt", erklärt van Eßen. Das sei besonders hilfreich bei Konzerten oder Musicals, die in der Kirche immer wieder stattfinden.

Die Mikrofonsender sind so stark, dass sie sogar außerhalb der Kirche funktionieren. Das ist nützlich für Beerdigungen. Weil Neuhaus da meistens noch ein paar Worte vor der Kreuzkapelle spricht, einige Menschen aber schon in der Kirche sitzen, haben die drinnen nichts davon mitbekommen.

Auch das Licht wird verändert. Unter der Empore hat Schreiner Sven Winkler neue Lampen in die Decke eingesetzt. Die grünen Lampenschirme neben der Orgel verschwinden, stattdessen kommen dort weiße hin. Oben können die Besucher bald sitzen: Bänke aus der ersten Reihe kürzten die Tischler und setzten sie wie Ränge auf die Empore. Das habe den Vorteil, dass demnächst Rollstuhlfahrer genug Platz vor dem Altarraum hätten und nicht im Gang sitzen müssten, so van Eßen. Brautpaare dürfen sich freuen: Aus den Seitenteilen der Bänke wurden Stühle für Trauungen gemacht. Sie sind im grau-grünen Stil der Kirche gehalten.

Probelem bereitete die Einrichtung der Technik nicht, dafür war das Trockenlegen des Altarraums aufwendig. Als die Holzverkleidungen abmontiert waren, zeigte sich, dass die Wände völlig nass waren. "Das hängt vermutlich mit den Bäumen rund um die Kirche zusammen, die vor einigen Jahren gefällt wurden", sagt Neuhaus. Die Wurzeln hatten viel Feuchtigkeit aus dem Boden aufgenommen. Damit die nicht mehr durch die Fundamente nach oben zieht, wurde die Außenwand abgedichtet. Der Putz ist allerdings schon so stark beschädigt, dass er in nächster Zeit abbröckeln wird. "Dann muss nachgebessert werden", sagt Neuhaus.

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