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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Hauptschulküche wurde zum Seifenlabor

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Es brodelte in der Küche der Ruppichterother Hauptschule: Beim Naturseifen-Workshop der Volkshochschule drückten Erwachsene wieder die Schulbank, setzten sich Schutzbrille auf und streiften Handschuhe über. Denn mit ätzender und giftiger Natronlauge sei nicht zu Spaßen, erklärte Kursleiterin Birgit Braun. Die produzierten bunten Seifen hingegen sollen gut für den Körper sein.

In die Seife kommen nur ausgesuchte Zutaten. Banane und Kürbis, Anis und ätherische Öle, Cola und Sahne. Sogar fein gemahlener Schiefer sei kein Problem. "Der Spielerei sind keine Grenzen gesetzt", erklärte Braun. Sorgen der Kursbesucher, dass Lebensmittel in der Seife verderben könnten, räumte sie aus. Durch das alkalische Milieu würde alles konserviert und haltbar gemacht. Voraussetzung sei aber, dass der Inhaltsstoffe richtig gemixt seien.

Dass keine unbekannten Chemiekalien in die Seife kommen, sondern nur das was man selbst beimische, war allen Besuchern wichtig. Dieses einfache Konzept überzeugte auch Rainer Pohl, den einzigen Mann im Kurs. Zu Hause wollten alle die mitgegebenen Rezepte nachmachen, "aber auch eigene Mischungen ausprobieren", so Teilnehmerin Britta Schaffrath.

Bei der Herstellung wurde die Schulküche dann zum Chemielabor. Eine Schüssel mit Essigwasser stand Griffbereit, um die Natronlauge schnell auf Körperteilen neutralisieren zu können. Mit Formeln berechneten die Seifenmacher auf das Gramm genau die Zutaten. Natronlauge, Fett und destilliertes Wasser sind die Basis, hinzu kommen die gewünschten Zusätze. Hat man sich überlegt, wieviel Seife hergestellt werden soll, wird enthaltene Fettmenge mit der sogenannten Verseifungszahl multipliziert. Sie ist bei jedem Fett, dazu zählen auch Öle, unterschiedlich und gibt an, wie viel Natronlauge zum Verseifen zugegeben werden muss.

Am Ende wird alles zusammengeschüttet. "Die Seife reagiert und kann bis zu 100 Grad Celsius heiß werden", so Braun, die früher Workshops beim Umweltamt des Rhein-Sieg-Kreises zur Naturkosmetik und -pädagogik anbot. Bis man die eigene Naturseife verwenden kann, vergehen aber noch drei bis vier Wochen, in denen die Seife reift. Braun schwört auf die Selfmade-Produkte: Drei Monate halten die handgroßen Stücke am heimischen Waschbecken bei täglicher Nutzung, mit pflegenden Inhaltsstoffen sind sie gut für die Haut.

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