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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Heimatforscher Karl Schröder verstorben

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Der Heimatforscher Karl Schröder ist im Alter von 80 Jahren verstorben. 1966 erschien seine erste eigene Veröffentlichung, seitdem hatte er unzählige Bücher und Beiträge publiziert. In den Heimatblättern des Rhein-Sieg-Kreises, für den Heimatverein Eitorf, den Bürgerverein Ruppichteroth und die Gemeinde Ruppichteroth. Für sein ehrenamtliches Engagement bekam er 2013 das Bundesverdienstkreuz und 2011 den Rheinlandtaler verliehen. Foto: Karl Schröder im Jahr 2013 mit dem Bundesverdienstkreuz. Krankheitsbedingt war er schon ans Bett gebunden

Download: Komplettes Verzeichnis von Karl Schröders Publikationen

"Mit seinem lückenlosen Fachwissen, seiner beachtlichen Fachkompetenz und seinem umfassenden Geschichtsverständnis ist er allen historisch Interessierten ein wertvoller Ansprechpartner, der hohe Anerkennung genießt", schrieb Bundespräsident Joachim Gauck damals in der Ordensbegründung. Schröder sei maßgeblich daran beteiligt gewesen, dass die Geschichte der Gemeinden Eitorf und Ruppichteroth und der Region erhalten bleibe und an nachfolgende Generationen weitergegeben werden könne. "Fachleute loben seine Veröffentlichungen als sprachlich und inhaltlich herausragende regionalhistorische Literatur."

30 Jahre lang war Karl Schröder Mitglied im Heimatverein Eitorf. Von 1996 bis 2006 gehörte er dem Vorstand an und ordnete in dieser Zeit mit Ausdauer und Sorgfalt die Dokumente des Vereins. Die meiste Zeit seines Gymnasiallehrer-Ruhestands verbrachte er allerdings im Archiv der Bröltalgemeinde. Das baute er von 1999 bis 2007 in enger Zusammenarbeit mit der Behörde auf. Zigtausende Papiere sichtete und ordnete er in dieser Zeit. "Irgendwann hörte ich auf zu zählen und ging nur noch nach Zentnern", sagte Schröder einmal.

Die Themen, mit denen er sich beschäftigte, waren vielseitig. Von der Geschichte einer katholischen Pfarrgemeinde, über das Leben der Juden in Ruppichteroth und Eitorf bis hin zur Zeit der Franzosen im Rheinland und der nationalsozialistischen Herrschaft.

Eines seiner letzten großen Werke war der "Aufstieg und Fall des Robert Ley". Bei seiner jahrelangen Recherche stieß er auf einigen Widerstand. "Als ich versucht habe, die Person Robert Leys vor dem lokalen Hintergrund zu beleuchten, traf ich meist nicht auf Gegenliebe", sagte Schröder einst. Trotzdem schaffte er herauszuarbeiten, wie es dem auf dem Land in kleindörflichen Verhältnissen Aufgewachsenen Ley gelang, in die Führungsebene der Nationalsozialisten aufzusteigen. Foto: Karl Schröder im Jahr 2008 bei der Vorstellung seines Buchs "Aufstieg und Fall des Robert Ley"

 

Karl Schröders Bücher:

Die Juden in den Gemeinden Eitorf und Ruppichteroth - Siegburg : Geschichts- und Altertumsverein für Siegburg und den Rhein-Sieg-Kreis e. V., 1974

Zwischen Französischer Revolution und Preussens Gloria - Heimatverein Eitorf 1989

Die medizinische Topographie von Dr. Anton Lohmann - Siegburg : Rheinlandia-Verlag, 1997 (mit Gert Fischer und Herbert Spicker)

Eitorf unter den Preußen - Verlag Franz Schmitt, Siegburg 2002, ISBN 3-87710-321-9

100 Jahre Rathaus in Schönenberg - Die Zivilgemeinde Ruppichteroth 1808–2006, Gemeinde Ruppichteroth 2006, ISBN 3-87710-329-4

Aufstieg und Fall des Robert Ley - Bürgerverein Ruppichteroth, Verlag Franz Schmitt, Siegburg 2008, ISBN 978-3-87710-342-5

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