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Huwil-Center: Warten auf die Mehlschwalbe

Von Nicolas Ottersbach | |   Wirtschaft/Politik

Im Frühjahr 2015 soll das Huwil-Center eröffnen. Wenn alles glatt läuft, sogar vor dem Bröltaler Familiensonntag. Das wollte Thorsten Overländer vom Investor und Bauherren Schoofs auf der vergangenen Sitzung des Ruppichterother Gemeinderates und dem Ausschuss für Planung und Umweltschutz aber noch nicht garantieren. "Unser Zeitplan ist jetzt sehr ehrgeizig", sagte er. Foto: Expertengruppe um Stadtplaner Olaf Bäumer (mitte) und Vertreter von Schoofs (links)

Am Schluss waren die meisten Ratsleute überzeugt: Mit einigen Enthaltungen und einer Gegenstimme von Grünen, FDP und der Linken wurden die Bebauungspläne und ein neuer Flächennutzungsplan für das Areal verabschiedet.

Bisher hatten Zwischenfälle das Einkaufszentrum auf dem ehemaligen Huwil-Gelände im Ortskern ins Stocken gebracht. Maschinen, die das Grundwasser reinigen sollten, konnten wegen Diebstählen und Vandalismus nicht in Betrieb genommen werden. Zur Zeit sind es Mehlschwalben und Fledermäuse, die den Abriss verhindern. Sie Nisten und Leben zu hunderten unter den Giebeln und in den verlassenen Hallen. Im Herbst sollen die Tiere ausgeflattert sein, dann können die Bagger rollen.

Rats- und Auschussmitglieder, aber auch vielen Ruppichterothern im Publikum, erklärten neun Fachleute verschiedener am Bau beteiligter Unternehmen und Behörden den aktuellen Stand. Dabei stellte sich heraus, dass die Entwässerung des insgesamt 40 000 Quadratmeter großen Geländes, von dem die Hälfte ein Gewerbegebiet werden soll, schwierig sei. "Das Wasser kann im Untergrund nicht versickern, deshalb muss es geklärt und dann in den Brölbach eingeleitet werden", sagte Olaf Bäumer vom Planungsbüro Stadt.Quartier. Der komplette Gebäudekomplex wird einige Meter vom Brölufer abgerückt, um dort zukünftig einen Gehweg zu ermöglichen. Zusätzlich wird der Bachlauf renaturiert.

Die Lärmgutachten des TÜV verliefen gut: An keinem der elf Messpunkte, die die Ingenieure rund um das Areal aufgestellt hatten, würden zukünftig Lärmschutzgrenzen überschritten. Dafür müsse allerdings im Gewerbegebiet laute Nachtarbeit vermieden werden. Das größeres Verkehrsaufkommen von knapp 250 Fahrzeugen mehr in den nachmittäglichen Spitzenzeiten sei erträglich. Grafik: Backstein und Spitzdächer zieren die Gebäude (Investorengruppe Schoofs)

Für die Gäste wird es auf dem Gelände 200 Parkplätze geben, die über zwei Einfahrten in Höhe der jetzigen angesteuert werden können. Am Haupttor gegenüber der Banken wird eine Linksabbiegerspur gebaut und die Bushaltestelle etwas verschoben, um Staus im Ort zu vermeiden.

Von Huwil wird nur der Name und ein Teil der Shed-Fassade neben dem jetzigen Hochregallager übrig bleiben. Das Fachwerkhaus an der Brölstraße wird abgerissen. Der industrielle Stil soll allerdings das komplette Einkaufszentrum prägen: Backstein und Spitzdächer zieren die Gebäude.

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