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Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Was wäre eigentlich, wenn es nicht genug Freiwillige für die Ruppichterother Feuerwehr gäbe? Wohnen Katzen dann auf Bäumen, brennt jeden Monat ein Haus oder finden am Wochenende Blaulichtpartys im Feuerwehrhaus statt? "Nein", sagt Wehrleiter Claus Müller. "Aber der Bürgermeister könnte für die Bevölkerung eine Pflichtfeuerwehr anordnen." Foto: Feuer in Hove 2010

Denn eine Berufsfeuerwehr, wie sie in größeren Städten sogar vorgeschrieben ist, wäre schlichtweg zu teuer. "18 Wehrmänner sind da das Minimum", so Müller. Eine Staffel mit sechs Mann müsste stets verfügbar sein, und das im Dreischichtbetrieb. Dann kämen auf die Gemeinde alleine Personalkosten von über 700.000 Euro zu. Bei einem Feuer könnten trotzdem nur vier Leute löschen, weil zwei für Organisation und Maschinen zuständig sind.

Zum Glück steigen oder stagnieren die Mitgliederzahlen in beiden Löschzügen seit Jahren, obwohl es auch Austritte gibt. In Ruppichteroth waren im vergangenen Jahr 45 Feuerwehrmänner und -frauen aktiv (Vorjahr 45), in Winterscheid 40 (Vorjahr 37). Der meiste Nachwuchs kommt aus der Jugendfeuerwehr. Dort machten 27 Jungen und Mädchen mit, 2009 waren es 26. Interessant sei, dass es dieses Jahr viele Quereinsteiger gebe. Müller begründet das mit den Führungskräftewechseln in den Löschzügen.

"Die geleistete Arbeit kann man schwer ausrechnen", so Müller. Im Jahresbericht 2010 wurden für Ruppichteroth rund 1300 und für Winterscheid 71o Einsatzstunden ermittelt. Das sind aber nur die wirklichen Einsätze, hinzu kommen die vielen Stunden für Lehrgänge, Übungen oder auch die Pflege und Wartung von Ausrüstung und Fahrzeugen. Und die Bereitschaft, rund um die Uhr Alles stehen und liegen zu lassen, um zu helfen. "Das sind viele tausend Stunden ehrenamtliche Arbeit, die unbezahlbar sind", sagt Müller. Längst werden nicht nur Feuer gelöscht, sondern auch Brandschutzerziehung oder Brandschauen in Zusammenarbeit mit dem Rhein-Sieg-Kreis gemacht. Dabei werden zum Beispiel Gebäude auf ihren Brandschutz geprüft und deren Eigentümer beraten. Foto: Brandschutzerziehung mit Kindergartenkindern

In Anbetracht des steigenden Arbeitspensums werde es immer bedeutungsvoller, die Kameraden zu motivieren. "Da gehören neue Ausrüstungsgegenstände genau so zu, wie das Bier nach dem Einsatz", sagt der Wehrleiter. 2010 wurden eine Hydraulikschere, eine Rettungsplttform, Meldeempfänger, zehn neue Schutzanzüge und 20 Paar Handschuhe angeschafft. Wichtig seien aber auch Anerkennung und Rückhalt in der Bevölkerung. Werde an der Theke schlecht geredet oder das Feuerwehrfest kaum besucht, merkten das natürlich die Wehrmänner. "Da ist mir ein offener Dialog mit Kritik viel lieber", so Müller. Nur dann könne die Feuerwehr Sachzusammenhänge darstellen und Missverständnisse ausgeräumt werden. Foto: Feuerwehrfest 2009

Download: Jahresbericht der Feuerwehr 2010

Surftipp: www.feuerwehr-ruppichteroth.de

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